Netflix zieht den Stecker: Das potentielle neue "Yellowstone" wird nach nur einer Staffel eingestampft
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Berührt und fasziniert zu werden, aber auch etwas über sich selbst lernen – das bedeutete Kino schon immer für Daniel. Darum machte der einstige Sozialarbeiter am Ende seine Leidenschaft auch zum Beruf.

Was zunächst wie ein neues „Yellowstone“ anmutete, hat sich nun nach nur einer Staffel auch schon wieder erledigt. Netflix wird „The Waterfront“ von Kevin Williamson nicht fortführen.

„‚Yellowstone‘... aber am Hafen“: So titelten wir in unserer Nachricht zum ersten Trailer der Netflix-Serie „The Waterfront“ im Mai 2025. Denn ja, inhaltlich klang das Ganze stark nach dem populären Western-Franchise – und die Macher rund um den für den Slasher-Klassiker „Scream“ sowie die TV-Hits „The Vampire Diaries“ und „Dawson's Creek“ bekannten Kevin Williamson dürften durchaus Potenzial gesehen haben, damit auch eine ähnliche Erfolgsgeschichte hinzulegen, wie sie dem mittlerweile zum Mega-Franchise aufgestiegenen Serien-Phänomen von Taylor Sheridan gelang. Doch Pustekuchen!

Wie nun bekannt wurde, war es das auch schon wieder für „The Waterfront“. Netflix stellt das Format nach nur einer einzigen Staffel ein. Während es „Yellowstone“ mittlerweile also auf eine ganze Schar von Spin-Off-Serien rund um den Dutton-Clan bringt, ist die potenzielle Konkurrenz nun nach gerade einmal acht Episoden Geschichte.

"The Waterfront" findet ein vorzeitiges Ende

68 Prozent positive Kritiken bei Rotten Tomatoes sowie ein IMDb-Score von 7.0 von 10 (Stand: 26. August 2025) zeigen, dass die am 19. Juni 2025 bei Netflix gestartete Serie bei Fans und Fachpresse zwar nicht für große Begeisterung sorgte, aber durchaus ordentlich ankam. Falls ihr das Format also noch ungesehen auf eurer Watchlist stehen habt, könnte sich das Reinschauen immer noch lohnen – auch wenn ihr euch besser darauf einstellen solltet, dass nicht alle Handlungsstränge zu einem befriedigenden Ende gebracht werden.

Ohne an dieser Stelle zu viel zu verraten: Der große Hauptplot von Staffel kann jedoch durchaus als abgeschlossen betrachtet werden. Zugleich bestätigte Kevin Williamson kurz nach Start aber bereits, was auch im Finale der ersten und letzten Season deutlich wird: Es entstehen gänzlich neue Probleme für die Protagonisten – denen man sich in Zukunft noch widmen wollte.

Darum geht's in der Doch-nicht-"Yellowstone"-Konkurrenz

Die größte Parallele zwischen den beiden Produktionen liegt auf der Hand: Schließlich steht in „The Waterfront“ ein mächtiges Familienimperium im Zentrum des Geschehens, das durchaus Dutton'sche Züge annimmt.

In der verschlafenen Küstenstadt Havenport haben die Buckleys von der Fischerei bis hin zur Gastrobranche seit Generationen das Sagen. Doch ihre Macht bröckelt, als Familienoberhaupt Harlan Buckley (Holt McCallany) sich von zwei Herzinfarkten erholen muss. Harlans Frau Belle (Maria Bello) und sein Sohn Cane (Jake Weary) versuchen verzweifelt, das angeschlagene Geschäft zu retten, doch ihre Bemühungen geraten außer Kontrolle.

Harlan sieht sich gezwungen, aus dem Ruhestand zurückzukehren und die Zügel wieder in die Hand zu nehmen. Als hätte dieser aber nicht schon genug Sorgen, brockt sich auch noch seine suchtkranke, um das Sorgerecht für ihren Sohn kämpfende Tochter Bree (Melissa Benoist) Ärger ein…

Ein familiengeführtes Imperium, das auf der Kippe steht, erwartet euch übrigens auch in „Gangs Of London“. Und die phänomenale Action-Gangster-Serie von „The Raid“-Macher Gareth Evans bleibt uns im Gegensatz zu „The Waterfront“ auch noch ein wenig erhalten:

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