Früher indiziert, jetzt ungekürzt mit FSK 18 bei der neuen Netflix-Konkurrenz: Diesen Sci-Fi-Kracher muss man einfach gesehen haben!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Paul Verhoeven ist bekannt für explizites Science-Fiction-Kino, das wilde Ideen, blutige Action und beißende Satire vereint. Ein Musterbeispiel: „RoboCop“ von 1987, der lange auf dem Index stand und jetzt uncut bei HBO Max gelandet ist.

Er machte sich in den 80ern und 90ern nicht nur einen Namen als Kult-Regisseur, sondern wurde mit Filmen wie „RoboCop“ (1987), „Total Recall“ (1990) und „Starship Troopers“ (1997) regelrecht zu einer eigenen Marke – die heute noch so legendär wie einzigartig ist.

Unverkennbar, die Handschrift des Niederländers: Zügellos-brutale Action, messerscharfe Satire und auch ein gewisser Hang zur Freizügigkeit sorgten dafür, dass Verhoevens Filme in Deutschland lange Zeit einen schweren Stand hatten: Die ungekürzte Fassung von „RoboCop“ landete so auf dem Index und durfte hierzulande viele Jahre lang nicht frei beworben und verkauft werden.

Im Jahr 2013 folgte dann schließlich die Listenstreichung sowie die Neuprüfung der FSK, die dem Film nach über 25 Jahren doch noch grünes Licht gab – und eine neue Freigabe ab 18 Jahren erteilte. Seitdem bekommt ihr den Film nicht nur komplett ungeschnitten auf DVD und Blu-ray, sondern auch im Streaming. Und jetzt sogar im Abo: Der blutrünstige Science-Fiction-Meilenstein steht ab sofort bei HBO Max zur Verfügung. Alternativ findet ihr den Film momentan zudem auch im Sortiment von Amazon Prime Video:

Wer von dem Film vielleicht schon immer mal gehört, ihn aber noch nie gesehen hat, hat jetzt also eine Möglichkeit, diesen legendären Science-Fiction-Meilenstein endlich mal nachzuholen – und in eine trostlos-dystopische Welt einzutauchen, die einen selbst die aktuellen Umstände da draußen schätzen lässt. Das sich aber selbst dann, wenn ihr den Film schon in- und auswendig kennt – denn „RoboCop“ fetzt einfach immer wieder! In der FILMSTARTS-Kritik gibt’s für den Science-Fiction-Meilenstein jedenfalls 4,5 von 5 möglichen Sternen und eine klare Empfehlung für alle, die viel Blut sehen können.

Das ist "RoboCop"

Im Detroit der nahen Zukunft geht die Gesellschaft langsam aber sicher vor die Hunde. Der Staat ist pleite, die Kriminalität steigt und der Privatisierungswahn macht selbst vor der Polizei nicht halt – denn die wird mittlerweile von den hohen Tieren des Megakonzerns OCP geführt. Und der Vorstandsvorsitzende (Dan O'Herlihy) weiß ganz genau, was er mit dieser Macht anstellen will: Er plant ein neues Detroit, das unter dem Namen Delta City wie der Phönix aus der Asche aufsteigen soll.

Das einzige Problem: Für einen solchen Neustart müsste erst einmal die Kriminalitätsrate der Stadt gesenkt werden, damit die Gesetzeshüter, die nur noch schwer gepanzert auf Streife gehen, nicht mehr zur Zielscheibe der Verbrecher werden. Und OCP-Vizepräsident Dick Jones (Ronny Cox) scheint die Lösung dafür bereits gefunden zu haben: Ein Polizeiroboter soll Abhilfe schaffen…

Im Kino erwartet uns in Kürze nübrigens auch ein großes Science-Fiction-Spektakel, das satte 200 Millionen Dollar verschlungen hat:

Über 200 Millionen Dollar! Einer der meisterwarteten Sci-Fi-Filme des Jahres war noch viel teurer als gedacht

*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision. Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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