Dass es kein günstiges Unterfangen ist, ein aufwändiges Weltraum-Abenteuer für die große Leinwand auf die Beine zu stellen, dürfte die wenigsten überraschen. Und so schienen die kolportierten 150 Millionen Dollar Budget, die das zuständige Studio Amazon MGM für den Sci-Fi-Blockbuster „Der Astronaut - Project Hail Mary“ locker gemacht haben soll, zwar ordentlich, aber doch im erwartbaren Rahmen zu sein. Doch offenbar hat man hier etwas zu tief gestapelt.
Wie aus einem Bericht des Branchen-Newsletters Puck hervorgeht, soll „Der Astronaut - Project Hail Mary“ bei der Produktion nämlich sage und schreibe 248 Millionen Dollar verschlungen haben! Wegen Steuervergünstigungen sollen davon letztlich zwar „nur“ rund 200 Millionen Dollar zu Buche schlagen, doch sind auch die noch mal ein ganzes Stück höher als ursprünglich gedacht – und zudem fast doppelt so hoch wie bei der gefeierten ersten Verfilmung eines Romans von Sci-Fi-Autor Andy Weir: „Der Marsianer“ aus dem Jahr 2015.
Doch dessen durchschlagender Erfolg (weltweites Einspiel: 630 Millionen Dollar) sowie die Star-Power von Hauptdarsteller Ryan Gosling dürften Amazon überzeugt haben, so tief in die Tasche zu greifen.
Sci-Fi-Epos ganz ohne Greenscreen-Einsatz
Eines dürfte angesichts des hohen Preisschildes jedenfalls klar sein: Die „The LEGO Movie“- und „21 Jump Street“-Macher Phil Lord und Christopher Miller werden mit ihrem Regie-Comeback wohl für jede Menge visuellen Bombast sorgen. Und das nicht nur mittels CGI, sondern auch mit vielen praktischen Effekten, was bei einem heutigen Sci-Fi-Epos mit einer Laufzeit von zweieinhalb Stunden definitiv eine Leistung ist.
Während allerlei Elemente im Film (wie etwa die weiten Weltall-Panoramen und die äußeren Ansichten der Raumschiffe) durchaus aus dem Computer stammen, waren Hintergründe und Sets zu großen Teilen wirklich vor der Kamera vorhanden. Im Interview mit der Website Comicbook.com erklärte Christopher Miller dazu: „Das Tolle an dem Film ist, dass überhaupt kein Greenscreen zum Einsatz kam. Es wurde kein einziger Green- oder Bluescreen verwendet. Das gesamte Schiff wurde als Kulisse von innen aufgebaut. Außerdem hatten wir einen riesigen Teil der Schiffshülle im Freien nachgebaut.“
Dabei stellte Miller später auf dem Kurznachrichtendienst X noch einmal klar, dass „kein Green Screen“ nicht bedeutet, dass keine visuellen Effekte zum Einsatz kamen. Tatsächlich habe es sogar ganze 2.018 solcher VFX-Shots gegeben: „Green Screen wird manchmal verwendet, anstatt Sets zu bauen oder sich im Voraus um Locations und Beleuchtung zu kümmern. Wenn das nicht sorgfältig gemacht wird, kann es auffallen – und genau das wollten wir vermeiden“, führte Miller weiter aus. „Wir haben das gesamte Innere des Hail-Mary-Schiffs gebaut – aber innerhalb des Schiffs wurden dann trotzdem noch Seile und Puppenspieler per Computer entfernt sowie Decken und Ähnliches ersetzt.“
In jedem Fall erklärt der Aufwand aber durchaus, wohin ein erheblicher Teil des Geldes geflossen sein dürfte. Ob der Film am Ende auch inhaltlich überzeugen kann und die 400 bis 500 Millionen Dollar an den Kinokassen einnehmen wird, die nötig sind, um dort grüne Zahlen zu schreiben (auf das Produktionsbudget müssen in der Regel nämlich noch mal fast ebenso stolze Marketing-Kosten raufgerechnet werden), wird sich dann in wenigen Wochen zeigen. „Der Astronaut - Project Hail Mary“ startet am 19. März 2026 in den deutschen Kinos.
Darum geht's in "Der Astronaut - Project Hail Mary"
Als Wissenschaftler*innen entdecken, dass die Sonne Energie verliert, wird der Erde eine neue Eiszeit prognostiziert. Aber nicht nur unser Sonnensystem ist davon betroffen, auch andere Sterne werden wie in einer Art kosmischen Pandemie von dem unerklärlichen Phänomen befallen – mit Ausnahme eines einzigen.
Daher entsendet die Menschheit ein Raumschiff zu ebenjenem Stern, um herauszufinden, was ihn so besonders macht und ob genau darin womöglich der Schlüssel zur Rettung der Welt schlummert. An Bord ist der Biologe Dr. Ryland Grace (Ryan Gosling), der nach dem Aufwachen aus dem künstlichen Koma mit der Lage schnell überfordert zu sein scheint, bald aber feststellen muss, dass er in den Tiefen des Alls womöglich doch nicht so allein ist, wie er geglaubt hat...
Drei Monate nach „Der Astronaut“ folgt mit „Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit“ dann übrigens ein anderes potentielles Sci-Fi-Highlight. Nachfolgend könnt ihr euch den Trailer zum neuen Film von Regielegende Steven Spielberg anschauen:
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