Düsteres Licht, unheimliche Räume, das Gefühl, ständig beobachtet zu werden – manchmal braucht es keine Monster aus dem „Upside Down“, um das Grauen greifbar zu machen. „Motel” von Nimród Antal (der später auch bei „Stranger Things” Regie führte) ist so ein Film: Ein Kammerspiel-Thriller, der seine unheimliche Wirkung aus Neonlicht, Kameras und beklemmender Stille zieht – und genau deshalb an die Stimmung der Kultserie erinnert.
Ein bisschen Noir findet sich hier vermischt mit Slasher-Feeling – das Ergebnis ist zwar wenig überraschend, dafür aber ziemlich stylish in seinen körnig-düstersten Momenten. Ihr bekommt den mit Luke Wilson und Kate Beckinsale prominent besetzten Streifen am 17. September 2025 um 22 Uhr auf Tele5 zu sehen, die Wiederholung läuft Freitagnacht um 00.25 Uhr. Kostenfrei ist er im Stream aktuell nirgends verfügbar – dafür könnt ihr ihn bei Amazon Prime Video kaufen bzw. ausleihen:
In den Horror eingecheckt
Die Story beginnt geradezu vorhersehbar: Das sich ständig streitende Pärchen Amy (Kate Beckinsale) und David (Luke Wilson) ist eigentlich auf dem Weg in den Urlaub – doch sie verpennt und er verfährt sich. Dann hat ihr Auto auch noch eine Panne und es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als in einem abgelegenen Hotel zu übernachten.
Schnell stellen sie fest, dass das wahre Grauen darin nicht das eklige Badezimmer ist: Sie finden Tapes mit Aufnahmen von in ihrem Zimmer gequälten und ermordeten Hotelgästen – und sollen nun selbst die nächsten sein. Es beginnt eine Nacht voller Fallen, Verfolgungen und Fluchtversuche – mit der Hoffnung, den Check-Out noch zu erleben.
Kate Beckinsale überzeugt dabei als Heldin wider Willen, die sich gegen das Grauen stemmt, während Luke Wilson die Rolle des 08/15-Hubbys übernimmt, der auch gerne mal Held wäre. Auch wenn die Story im Kern klassisch gestrickt ist, wird sie durch die dichte Inszenierung und die Bildsprache doch über den Durchschnitt gehoben – denn „Motel” lebt vor allem von Spannung und Atmosphäre.
Antal setzt konsequent auf klaustrophobische Räume, überwachte Flure und beklemmendes Sounddesign. Ein bisschen flackerndes Licht hier, ein schäbiges, in den 70ern stehen gebliebenes Hotelzimmer da, noch ein paar Ratten dazu – und fertig ist die perfekte Horror-Szenerie.
Woran die Macher von „Stranger Things" künftig arbeiten, könnt ihr übrigens hier nachlesen:
Die "Stranger-Things"-Macher kehren Netflix den Rücken: Für dieses Studio soll das Duo nicht nur Streaming- und Kino-Hits entwickeln*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.