Heute Abend streamen: Die aktuell beste Science-Fiction-Serie – so spannend war Fernsehen seit "Game Of Thrones" nicht mehr!
Julius Vietzen
Julius Vietzen
-Senior-Redakteur
Julius hat ein Faible für Sci-Fi-Filme wie "Dune" und dystopische Serien wie "Black Mirror". Die unendlichen Weiten des Weltalls haben es ihm dabei ebenso angetan wie düstere Zukunftsvisionen oder Reisen durch Zeit und Raum.

Ihr seid auf der Suche nach einer neuen Sci-Fi-Serie? Dann habe ich einen Tipp für euch: Bei „Foundation“ auf Apple TV+ bekommt ihr aktuell drei Staffeln, die nicht nur fantastisch aussehen, sondern auch mörderisch spannend sind.

Was ist die beste Science-Fiction-Serie? Dieser Frage sind wir bereits in einem Artikel hier auf FILMSTARTS.de nachgegangen und haben uns dabei die User-Wertungen unser Community angeschaut. Das Problem daran: Serien wie „Stranger Things“ enden demnächst, andere wie „Arcane“, „Star Wars: Andor“ und „The Expanse“ sind bereits zu Ende gegangen und wieder andere wie „The Mandalorian“ haben ihre besten Zeiten hinter sich. Doch es gibt ja noch „Foundation“.

Mitte September 2025 ist die dritte Staffel der Science-Fiction-Serie zu Ende gegangen, eine vierte Staffel ist bereits bestellt – somit ist jetzt der ideale Zeitpunkt um einzusteigen. Wenn ihr also auf der Suche nach einer neuen Sci-Fi-Serie seid, schaut unbedingt mal bei „Foundation“ auf Apple TV+ rein. Solltet ihr kein Abo für den Apple-Streamingdienst haben, könnt ihr die Serie auch via Amazon Prime Video schauen, wo es die erste Folge sogar kostenlos (!) gibt. Reinschnuppern lohnt sich:

Um zu erklären, was für eine Serie euch in „Foundation“ erwartet, erstmal ein kleiner Exkurs: Ein häufiger Vorwurf gegenüber „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ lautet, dass die Fantasy-Serie die tausende Jahre umfassende Buchvorlage von J.R.R. Tolkien auf einen Handlungszeitraum von wenigen Jahren kondensiert. „Foundation“ ist nun so etwas wie der Gegenentwurf und zeigt ziemlich eindrücklich, wie eine werkgetreuere Adaption von Tolkiens „Silmarillion“ auch funktionieren könnte:

Immer wieder springt hier die Handlung um Jahre, oft sogar um Jahrhunderte vorwärts (und rückwärts!), was zur Folge hat, dass in jeder Staffel mit einigen wenigen Ausnahmen das komplette Figurenarsenal ausgetauscht wird. Und apropos Figuren: Die nominelle Hauptfigur von „Foundation“ verabschiedet sich nach zwei Folgen erstmal aus der Serie, eine andere Figur läuft irgendwann in zweifacher Ausführung rum und das galaktische Imperator-Trio sieht zwar in jeder Staffel gleich (oder zumindest ähnlich) aus, es handelt sich dabei jedoch um immer neue Klone, die jeweils ziemlich anders ticken.

Foundation
Foundation
Starttermin 2021-09-24
Serie: Foundation
Mit Jared Harris, Lee Pace, Lou Llobell
User-Wertung
4,0
Auf Apple TV anschauen

Ihr merkt also: „Foundation“ ist wirklich keine leichte Serie, die man abends einfach so wegsnacken kann. Und ich kann auch nicht behaupten, dass mir das Ensemble aller bisherigen drei Staffeln gleich gut gefallen hat – Season 2 ist hier das klare Highlight, während ich bei Season 3 mit keiner der neuen Figuren so richtig warmgeworden bin. Doch ich mochte solche unkonventionell erzählten Stoffe schon immer und wer sich wie ich darauf einlässt, wird mit einer der besten und reichhaltigsten Science-Fiction-Erfahrungen belohnt, die es aktuell auf dem kleinen Bildschirm gibt. Und mit einer der spannendsten.

Denn es gibt soweit ich mich erinnern kann keine einzige Folge von „Foundation“, die nicht mit einem derart fiesen Cliffhanger endet, dass man eigentlich direkt weiterschauen möchte. Und dann wird der Cliffhanger natürlich nicht direkt am Anfang der nächsten Episoden aufgelöst, sondern erst nach 20 Minuten, und ehe man sich's versieht, hat man schon wieder drei Folgen am Stück geschaut. Das Rezept, nach dem „Foundation“ funktioniert, ist nicht besonders raffiniert, aber es funktioniert – so sehr hat mich seit den ersten Staffeln „Game Of Thrones“ keine Serie mehr gepackt!

Lee Pace ist als Brother Day der klare MVP von Apple TV+
Lee Pace ist als Brother Day der klare MVP von "Foundation"

Sicherlich nicht ganz unschuldig daran ist auch die beinahe durch die Bank großartige Besetzung von „Foundation“: Jared Harris etwa strahlt als Hari Seldon Ruhe und Charisma aus, Lee Pace hat größtes Vergnügen daran, seinen verschiedenen Inkarnationen von Imperator Cleon jeweils neue Facetten abzugewinnen – mal symapthisch und mal diabolisch, aber immer absolut faszinierend. Und Laura Birn rückt als Androidin Demerzel mit jeder Staffel weiter in den Mittelpunkt und begeistert spätestens in Season 3 mit einer großartigen, zerrissenen Leistung.

Hinzu kommt: „Foundation“ sieht absolut fantastisch aus und das betrifft nicht nur die makellosen Computereffekte, sondern auch die prächtigen Kulissen und Kostüme (den tiefen Taschen des iPhone-Konzerns sei dank). Die Welt der Serie wirkt bis ins letzte Detail durchdacht und glaubwürdig, wenn auch futuristisch. Und immer wenn man glaubt, die Grenzen des Budgets erreicht zu haben, zaubern die Verantwortlichen eine neue spektakuläre Location, eine noch gewaltigere Raumschlacht oder eine lebensecht wirkende Alien-Raubkatze auf die Bildschirme.

Ein persönliches Highlight: Die schier bodenlosen Straßenschluchten des galaktischen Hauptstadtplaneten Trantor, gegen die selbst Coruscant aus dem „Star Wars“-Universum verblasst. Oder der in blutrotes Licht getauchte Planet Helicon, der um ein schwarzes Loch kreist (siehe Titelbild dieses Artikels).

Die Handlung von "Foundation"

„Foundation“ erzählt die Geschichte des menschlichen Imperiums, viele Tausend Jahre in der Zukunft. Seit Generationen herrscht die Dynastie der Cleons als Triumvirat aus Bruder Morgen, Bruder Tag und Bruder Dämmerung (Cassian Bilton, Lee Pace und Terrence Mann spielen den jungen, mittelalten und alten Cleon) über die Galaxis. Doch der Mathematiker Hari Seldon (Jared Harris) hat mit Hilfe der sogenannten Psychohistorik den nahenden Untergang des Imperiums vorhergesagt.

Seldon will nun eine Gemeinschaft gründen (die titelgebende Foundation), die das Wissen der Menschheit bewahrt, um die unvermeidliche Phase des Chaos und der Dunkelheit zu verkürzen. Zuerst lehnen die um ihre Macht fürchtenden Cleons ab, doch schon bald scheinen Seldons Vorhersagen zuzutreffen und so darf er auf dem am Rande der Galaxie gelegenen Planeten Terminus schließlich die Foundation gründen. Auch die junge, brillante Gaal Dornick (Lou Llobell) schließt sich Seldon an...

Und wenn ihr wissen wollt, welche Science-Fiction-Serien die FILMSTARTS-Community am besten findet, klickt einfach auf den nachfolgenden Artikel:

4,51 von 5 Sternen! Das ist die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten – laut den deutschen Zuschauern

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