Bevor die Spielefirma Ubisoft „Assassin’s Creed“ zu ihrem größten Franchise machte, war die „Splinter Cell“-Reihe eines DER Aushängeschilder des französischen Entwicklers. Kein Wunder also, dass letztlich auch mit einer Verfilmung der vor allem auf Schleicheinlagen setzenden Action-Adventures geliebäugelt wurde. Doch obwohl mit Doug Liman („Die Bourne Identität“) als Regisseur und Tom Hardy („Venom“) als Hauptdarsteller bereits prominente Namen an Bord waren, ist das Vorhaben letztlich im Sande verlaufen und 2024 von einem der Produzenten endgültig für tot erklärt worden.
Mitschuld daran dürfte auch die abgeflaute Popularität der Vorlage haben, deren siebter und bis dato letzter Teil „Splinter Cell: Blacklist“ 2013 hinter den finanziellen Erwartungen zurückblieb, nachdem das Franchise zuvor rund 30 Millionen verkaufte Spiele verzeichnen konnte. Dennoch testet man jetzt mit einer Adaption für den heimischen Bildschirm aus, ob das Interesse für „Splinter Cell“ noch vorhanden ist: Ab dem heutigen 14. Oktober 2025 kann die blutige Animationsserie „Splinter Cell: Deathwatch“ bei Netflix abgerufen werden.
Mehr Action, weniger Stealth
Zwölf Jahre nach „Splinter Cell: Blacklist“ feiert Reihengesicht Sam Fisher damit endlich ein Comeback. Der Superagent ist noch immer für die Antiterror-Spezialeinheit Fourth Echelon tätig, mittlerweile aber sichtlich in die Jahre gekommen. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, sich in einen neuen Einsatz und so manches Feuergefecht zu stürzen.
Tatsächlich scheint die Serie noch um einiges actionreicher daherzukommen als die Videospiele, in denen es vor allem darum ging, die Missionen unerkannt zu absolvieren. Für diesen Ansatz hat man sich mit Autor Derek Kolstad einen echten Fachmann ins Boot geholt, ist der doch vor allem als Erfinder der Ein-Mann-Armee John Wick bekannt, für dessen erste drei Leinwandabenteuer er die Drehbücher beisteuerte.
Martin Keßler spricht wieder Sam Fisher
In einer anderen Sache bleibt man einem wichtigen Element der Vorlagen zumindest in der deutschen Fassung aber treu: Wie in den Spielen leiht nun auch in „Splinter Cell: Deathwatch“ Vin Diesels und Nicolas Cages Stamm-Synchronsprecher Martin Keßler Sam Fisher seine markante Stimme (während in der englischen Version „X-Men“-Bösewicht Liev Schreiber Fisher-Original-Sprecher Michael Ironside und dessen „Blacklist“-Nachfolger Eric Johnson ersetzt).
Ob „Deathwatch“ nach all den Jahren tatsächlich das „Splinter Cell“-Feuer neu entfachen kann, werden nun die kommenden Wochen zeigen. Was euch in diesen derweil noch alles an Neuheiten auf Netflix erwartet, erfahrt ihr in unserer großen Monatsübersicht:
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