"Man konnte sich unmöglich darauf vorbereiten": Dieser "Zurück in die Zukunft"-Star sorgte bei den Dreharbeiten für reichlich Unruhe
Florian Tritsch
Florian Tritsch
-Freier Autor
Florian ist seit frühester Kindheit von allem begeistert, was auf der großen Leinwand im Lichtspielhaus zum Leben erwacht.

Michael J. Fox blickt in seiner neuen Autobiografie "Future Boy" zurück – und verrät, warum sein exzentrischer Co-Star Crispin Glover während der Dreharbeiten zu "Zurück in die Zukunft" für Chaos sorgte.

In seinem neuen Buch „Future Boy: Back to the Future and My Journey Through the Space-Time Continuum“ blickt Michael J. Fox auf seine Karriere zurück, insbesondere auf das Jahr 1985, in dem er gleichzeitig eine Hauptrolle in der Sitcom „Familienbande“ und die Titelrolle des Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“ übernahm. Besonders ein Kollege blieb ihm dabei bei letzterem in eindrücklicher Erinnerung: Crispin Glover, der im Film Martys Vater George McFly spielte.

Fox beschreibt, dass sein Drehpartner am Set ein echtes Unikum war. „Als George McFly hatte Crispin seine eigenen Vorstellungen davon, wie und wo sich seine Figur bewegen sollte“, schreibt Fox. Ein Beispiel blieb ihm dabei besonders im Gedächtnis: Eine einfache Dialogszene, in der beide ruhig miteinander sprechen sollten. „Als Crispin sich der Kamera näherte, sollte er eigentlich in einer Spur zwischen der Wäscheleine und mir bleiben.

Michael J. Fox und Crispin Glover in Universal
Michael J. Fox und Crispin Glover in "Zurück in die Zukunft"

Aber Crispin hatte andere Pläne“, schrieb er. „Ich vermute, dass er George als einen Wanderer sah, einen Freigeist, der sich nach dem Zufallsprinzip bewegte – in diesem Fall senkrecht zur Kamera.“ Um den eigensinnigen Kollegen zur Ordnung zu rufen, musste die Crew improvisieren. „Sie bauten eine kleine Barriere aus Sandsäcken und Stativen, damit Crispin seinen Platz hielt“, schreibt Fox in seinem Buch.

Trotz der Turbulenzen betont er, wie sehr er seinen Kollegen geschätzt hat: „Sein Talent war unbestreitbar, auch wenn seine Methoden manchmal zu Reibereien führten [...] Ich kannte Crispin Glover schon vor ‚Zurück in die Zukunft‘. Ich würde jedoch nicht sagen, dass ich darauf vorbereitet war, mit ihm zu spielen – auf Crispin kann man sich unmöglich vorbereiten.“

Ein kurzer Auftritt mit Nachwirkung

Glover selbst war nur im ersten Teil der Trilogie zu sehen – die Zusammenarbeit mit den Produzenten zerbrach kurz darauf. Streitigkeiten um seine Gage führten dazu, dass er in den Fortsetzungen durch Jeffrey Weissman ersetzt wurde.

Doch ganz verschwand sein Einfluss nicht: In „Zurück in die Zukunft II“ nutzten die Macher Archivmaterial aus dem ersten Film, um Glover ohne seine Zustimmung einzubauen. Das hatte Folgen: Glover zog vor Gericht – und gewann. Seine Klage gegen Steven Spielbergs Produktionsfirma führte zu einem Präzedenzfall im US-Filmrecht. Seitdem müssen Studios die Verwendung von Bildmaterial ohne Zustimmung der Darsteller klar vertraglich regeln.

Nachdem Michael J. Fox aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung seine Schauspielkarriere eigentlich beendet hatte, gibt er nun überraschend sein Comeback. In der dritten Staffel der erfolgreiche Apple-TV-Serie „Shrinking“ wird er eine Gastrolle übernehmen:

Michael J. Fox kehrt aus dem Schauspiel-Ruhestand zurück – für eine der besten Serien unserer Zeit!

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