Henry Gilroy kennt sich mit „Star Wars“ aus. Er hat eng mit George Lucas an „The Clone Wars“ gearbeitet und zahlreiche Comics verantwortet, so unter anderem die Adaption der Prequels „Episode I - Die dunkle Bedrohung“ und „Episode II - Angriff der Klonkrieger“. Danach war er auch Teil von Dave Filonis Team bei der Animationsserie „Star Wars Rebels“, wo er zahlreiche Episoden schrieb und ab der zweiten Staffel als Co-Ausführender Produzent auch zusätzliche Verantwortung übernahm. Daher wundert ihn jetzt, dass Filoni eine Sache über Bord geworfen und bei „Star Wars“ geändert hat, die man damals ausdrücklich nicht machen wollte.
Filoni hat mittlerweile bei „Star Wars“ die größte kreative Kontrolle. Er ist vor allem für die ganzen Serien bei Disney+ verantwortlich – darunter „Ahsoka“. Diese Serie ist so eng mit „Star Wars Rebels“ verknüpft, dass einige Fans sie sogar als eine Art fünfte Staffel betrachten. In der ersten Season von „Ahsoka“ sehen wir, dass die Mandalorianerin Sabine Wren (Natasha Liu Bordizzo) ein Jedi-Training beginnt – was Gilroy arg verwunderte.
Sabine als Jedi: "Das war absolut nicht der Plan!"
Im „Star Wars“-Podcast Pod Of Rebellion verrät er, dass man bei „Star Wars Rebels“ bereits diskutiert habe, ob Sabine den Jedi-Weg einschlägt. Schließlich übernimmt die Figur hier für kurze Zeit das legendäre Dunkelschwert des ersten Jedi-Mandalorianers. Doch am Ende bekommt sie kein Macht-Training, sondern wird nur im Umgang mit der Waffe selbst ausgebildet.
Denn laut dem übrigens nicht mit „Andor“-Macher Tony Gilroy verwandten Henry Gilroy habe man sich damals bewusst dagegen entschieden, sie zur Jedi zu machen: „Das war absolut nicht der Plan. Wir waren der Meinung, dass es nicht nur Ezras Geschichte überlagerte, sondern auch eine schwache Wiederholung war. Das hatten wir schon einmal gemacht.“ Laut Gilroy bietet Sabines Jedi-Weg also nur etwas, was man schon einmal bei Ezra Bridger (Eman Esfandi) gesehen hat. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum man sich anders entschieden hat.
Disney und seine verbundenen Unternehmen
„Bei der Vorstellung, dass Sabine als Jedi trainiert, wo sie doch bereits diese fantastische Kriegerin ihrer eigenen Art ist, fanden wir: ‚Das ist übertrieben.‘“ Für Gilroy entwertet es also sogar die beliebte „Star Wars“-Heldin. „Star Wars Rebels“ habe mit Sabine gezeigt, dass man „kein Jedi sein muss, um Jedi-Ideale zu haben“. Das sei „wirklich das Wichtigste“. Daher habe es ihn wirklich entsetzt, als er im Finale der ersten Staffel von „Ahsoka“ gesehen habe, wie Sabine Ezra mit der Hilfe der Macht weit wegschubsen konnte, obwohl sie diese vorher nie erfolgreich benutzt hat: „Ich war schockiert!“
Trotz dieser Kritik werden wir in der zweiten Staffel „Ahsoka“ sehr wahrscheinlich sehen, wie die Sabines Jedi-Training unter der Leitung von Ahsoka Tano (Rosario Dawson) voranschreitet. „Ahsoka: Season 2“ soll im Laufe des Jahres 2026 zu Disney+ kommen.
Noch dieses Jahr geht zur Überraschung vieler eine andere Serie aus der Saga weiter:
Damit hat kein "Star Wars"-Fan mehr gerechnet: Serie geht noch dieses Jahr weiter – hier ist der Trailer