Vor knapp einer Woche startete das Sci-Fi-Epos „Avatar 3: Fire And Ash“ in den Kinos, dessen beide Vorgänger „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ und „Avatar 2: The Way Of Water“ bekanntermaßen auf Platz 1 bzw. 3 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten rangieren. Das konnte Hollywood-Star Matt Damon („Departed“) natürlich noch nicht ahnen, als er Regisseur James Cameron („Titanic“) und der ihm angebotenen Hauptrolle einst eine Absage aufgrund anderer Verpflichtungen erteilte.
Die Geschichte dieser Abfuhr ist längst ein legendärer Teil aus dem Klatsch-Fundus der Traumfabrik, nicht zuletzt dank der anschaulichen Darstellung Damons: Dieser behauptete nämlich, dass ihm damals neben der Gage eine Gewinnbeteiligung von 10 Prozent zugesichert worden sei – womit ihm weit über 250 Millionen US-Dollar durch die Lappen gingen.
Das soll jedoch nicht so ganz korrekt sein, wenn es nach Cameron selbst geht. Dieser teilte jetzt erstmalig seine Version des damaligen Gesprächs mit Damon, wonach es ein bisschen anders abgelaufen sein soll.
James Cameron widerspricht Matt Damons "Avatar"-Aussagen: "Es gab nie eine Vereinbarung"
Der dreifache Oscarpreisträger gab dem US-Branchenblatt The Hollywood Reporter seine Erinnerungen wie folgt wieder:
„Ihm wurde die Rolle nie angeboten. Ich kann mich nicht erinnern, ob ich ihm das Drehbuch geschickt habe oder nicht. Ich glaube nicht, dass ich das getan habe. Dann haben wir telefoniert und er sagte: ‚Ich würde sehr gerne einen Film mit Ihnen drehen. Ich habe großen Respekt vor Ihnen als Filmemacher. [Avatar] klingt spannend. Aber ich muss wirklich diesen Jason-Bourne-Film machen. Ich habe bereits zugesagt, es ist ein direkter Konflikt, und daher muss ich leider ablehnen.'“
„Aber er hat nie ein Angebot erhalten. Es gab nie eine Vereinbarung. Wir haben nie über die Figur gesprochen. Wir sind nie so weit gekommen. Es war einfach eine Frage der Verfügbarkeit.“
Laut Cameron sei Damon scheinbar einfach davon ausgegangen, dass er für „Avatar“ seine üblichen 10 Prozent Gewinnbeteiligung bekommen hätte. Dazu wäre es aber niemals gekommen, versicherte der Regisseur. Diese Erkenntnis könne dem Schauspieler nun aber eine Art Erlösung bringen, führte Cameron augenzwinkernd weiter aus:
„Er ist also aus dem Schneider und muss sich nicht mehr selbst fertigmachen. Matt, es ist okay, Kumpel! Du hast nichts falsch gemacht.“
Kein böses Blut zwischen Cameron und Damon wegen "Avatar"-Absage
Welcher Version der Geschichte man nun auch Glauben schenken mag, einen Zwist zwischen den beiden Hollywood-Größen muss man definitiv nicht befürchten. Cameron sprach nämlich in höchsten Tönen von Damon:
„Er fühlte sich verpflichtet, mich persönlich anzurufen und es mir zu sagen. Er sagte, er wolle nicht, dass es von seinem Agenten kommt – er ist ein ehrenwerter Kerl. Also, aller Respekt für Matt. Ich würde gerne eines Tages mit ihm zusammenarbeiten.“
Vielleicht wird es ja in einem der zukünftigen Filme von Cameron zu einer Kollaboration mit Damon kommen. Welche Werke der Regie-Veteran noch plant, erfahrt ihr in folgendem Artikel:
Macht James Cameron doch nicht "Avatar 4" und "Avatar 5"? "Ich stehe an einem Scheideweg" – und KI spielt dabei eine Rolle!