Vor 200 Jahren gab es noch gar keine Bezeichnung für Menopause. Wen wundert das? Schließlich war Medizin jahrhundertelang ein Feld, das ausschließlich durch Männer bestimmt wurde. Und diese widmeten sich in ihrer Erforschung fast nur dem männlichen Körper. Zudem trugen historische Vorurteile dazu bei, dass viele Betroffene im Stillen litten und ihre gesundheitlichen Beschwerden von der Medizin nicht ernst genommen wurden.
Die Dokumentation „Mein neues altes Ich“ beschäftigt sich eindringlich mit diesem Thema – lässt Frauen zu Wort kommen, die ihre Erfahrungen teilen und räumt mit Mythen und Fehlinformationen auf. Den deutschen Trailer könnt ihr euch jetzt exklusiv bei FILMSTARTS anschauen.
Wer sich für dieses lange missachtete Thema interessiert, sollte sich unbedingt den 12. März 2026 im Kalender markieren. Dann startet mein „Mein neues altes Ich“ in den deutschen Lichtspielhäusern.
Bis heute ein großes Fragezeichen
Das gigantische Forschungsdefizit im Bereich der Menopause wirkt dabei bis heute nach: Obwohl die Hälfte der Weltbevölkerung unter der Menopause leidet, gibt es noch immer viele Fragezeichen in dem Gebiet. Welche Auswirkungen hat der Östrogenrückgang auf Körper und Gehirn? Eine Frage, die einer schnellen Antwort bedarf, denn gut ein Drittel der betroffenen Frauen kämpfen mit schweren Symptomen. Die Auswirkungen der Menopause reichen dabei von gravierenden Schlafstörungen bis hin zu Gedächtnisproblemen. Auch die Selbstmordrate nimmt in dieser Zeit deutlich zu.
Regisseurin Louise Unmack Kjeldsen („Krank durch Plastik“) möchte mit „Mein neues altes Ich“ jetzt dieses noch immer oftmals tabuisierte Thema in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Diskurses rücken. Dabei widmet sie sich nicht nur der Krankheits-Historie, sondern gibt den Betroffenen ein Gesicht und geht der Frage nach, welche Möglichkeiten bestehen, um den Auswirkungen dieses Wandels entgegenzuwirken.