Videospielverfilmungen genießen inzwischen einen deutlich besseren Ruf als noch vor zwei Jahrzehnten. Das liegt vor allem daran, dass es heute nicht mehr nur darum geht, bekannte Markennamen auszuschlachten. Stattdessen bringen Filmschaffende ein ernsthaftes Interesse dahingehend mit, den Geist und die Atmosphäre der jeweiligen Vorlage wirklich zu verstehen und einzufangen.
In einer Zeit, in der leidenschaftliche Zocker*innen bei der Ankündigung einer neuen Game-Adaption noch scharf die Luft durch die Zähne zogen, bewies Christophe Gans („Pakt der Wölfe“) bereits 2006 mit „Silent Hill“, dass es auch anders geht. Der französische Regisseur setzte kompromisslos auf die bedrückende, albtraumhafte Stimmung des gefeierten Spiels. Nun, fast 20 Jahre später, kehrt Gans mit „Return To Silent Hill“ erneut in die unheilvolle Stadt zurück.
Das ist "Return To Silent Hill"
Bei „Return To Silent Hill“ handelt es sich allerdings nicht um eine direkte Fortsetzung von „Silent Hill“. Stattdessen orientiert sich der Reboot inhaltlich am Game „Silent Hill 2“. Dieses gilt nicht nur als Höhepunkt der gesamten Reihe, sondern wird bis heute als eines der besten Horrorspiele überhaupt gefeiert.
Im Mittelpunkt steht James (Jeremy Irvine), der den Tod seiner großen Liebe Mary (Hannah Emily Anderson) einfach nicht überwinden kann. Eines Tages erhält er einen Brief, angeblich von Mary selbst verfasst. Darin fordert sie ihn auf, nach Silent Hill zu kommen. Vor Ort muss James feststellen, dass die Stadt von einer finsteren, allgegenwärtigen Macht beherrscht wird. Überall lauern groteske Albtraumwesen, die jede Hoffnung auf Erlösung im Keim ersticken. Während seiner verzweifelten Suche nach Mary beginnt James zunehmend, an seinem eigenen Verstand zu zweifeln – und an der Realität dessen, was er erlebt...
Wie gut ist "Return To Silent Hill" geworden?
Wir haben „Return To Silent Hill“ bereits gesehen. Auch wenn uns der Film nicht umgehauen hat, bringt Gans durchaus wieder einige Stärken seiner ersten Adaption mit ein. Im Fazit seiner 3-Sterne-Kritik schreibt Autor Markus Trutt:
„Trotz einiger Abweichungen ist ‚Return To Silent Hill‘ unterm Strich eine recht werkgetreue Adaption des Videospiel-Meilensteins ‚Silent Hill 2‘ geworden, die dessen Klasse und Tiefe aber trotzdem niemals erreicht. Die Atmosphäre und der surreale Mindfuck-Ansatz der Story stimmen. Die schleppend erzählte und kaum greifbare Liebesgeschichte, die eigentlich alles zusammenhalten soll, entpuppt sich allerdings als ziemliche Nullnummer.“
„Return To Silent Hill“ startet am 5. Februar 2026 in den deutschen Kinos. Nachfolgend könnt ihr den Trailer in der englischsprachigen Originalversion anschauen: