Ein charismatischer (Anti-)Held, der die Sympathien des Publikums vom ersten Moment weg gewinnt und folglich mit ganzem Herzen angefeuert wird, wenn er sich durch seine finsteren Widersacher kloppt und ballert, eine geradlinige Story und Action, in der die Gewaltschraube stetig weiter angeschraubt wird: Diese Erfolgsformel erweist sich im Kino immer wieder als höchst erfolgreich – und verhalf nicht nur „Matrix“-Star Keanu Reeves zu seinem Action-Comeback („John Wick“), sondern machte auch Liam Neeson im fortgeschrittenen Alter noch zur Ein-Mann-Armee („96 Hours“).
Mit Denzel Washington stieß 2014 auch noch ein weiterer Schauspielveteran zu dieser Riege hinzu – und das äußerst erfolgreich. Denn mit „The Equalizer“ wurde der gleichnamige Serienkult nicht nur auch im Kino zum Hit, der Film läutete obendrein ein Revival im ganz großen Stil ein, das sich an den Kinokassen hervorragend schlägt und bei Action-Fans sogar so beliebt ist, dass die Macher einfach nicht drum herum kamen, immer wieder für frischen Nachschub zu sorgen. Für den Autor dieses Artikels ist das erste Leinwandkapitel aber auch das beste – und genau das gibt's heute Abend im TV zu sehen. Pro7 zeigt den Action-Thriller am 29. Januar ab 22.55 Uhr.
Euch ist die Ausstrahlung, die bis weit nach Mitternacht geht, einfach zu spät? Dann könnt ihr auch einfach auf Netflix ausweichen. Dort findet ihr aktuell ebenfalls die Uncut-Version.
"The Equalizer": Denzel Washington auf Rachefeldzug
Als Angestellter in einem Baumarkt führt Robert McCall (Denzel Washington) ein unscheinbares Leben. Doch kaum jemand ahnt, dass hinter dem stets hilfsbereiten Witwer ein ehemaliger Agent eines Spezialkommandos steckt. Seine nächtlichen Ausflüge in ein Diner, in dem er das vollenden will, was seiner Frau verwehrt blieb – nämlich die „100 Bücher, die man gelesen haben sollte, bevor man stirbt“ zu lesen –, haben jedoch zur Folge, dass der Einzelgänger von seiner Vergangenheit eingeholt wird.
Denn dort freundet er sich nach und nach mit der jungen Prostituierten Teri (Chloe Grace Moretz) an, die von einem besseren Leben träumt – und eines Tages krankenhausreif geprügelt wird. Robert ist fest entschlossen, die Täter bezahlen zu lassen…
Ähnlich wie auch bei „Olympus Has Fallen“ oder „Shooter“ macht Regisseur Antoine Fuqua hier, was er am besten kann: Er beschert Fans von Testosteron-Krachern handfeste, rabiate Old-School-Action. Damit erfindet er das Rad zwar nicht neu, macht ganz nach dem Motto „Besser gut kopiert als schlecht erfunden“ aber dennoch einiges richtig.
Fuqua weiß seinen charismatischen Hauptdarsteller hervorragend einzusetzen und bietet auch mit starken Actionsequenzen – von heroischen Zeitlupenaufnahmen bis hin zu brachial-brutalen Nahkämpfen – allerhand Schauwerte, sodass „The Equalizer“ auch zehn Jahre später noch prächtig unterhält.
Mit welchem Hit Denzel Washington der Durchbruch in Hollywood endgültig gelungen ist, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Heute Abend streamen: Ein bildgewaltiger Kriegsfilm, der Denzel Washington endgültig zum Superstar machte