Das vergangene Kinowochenende in den USA stand im Vorfeld im Zeichen der drei größten und prominentesten Neustarts: Der Survival-Thriller-Spaß „Send Help“, das Dokumentarfilm-Ego-Projekt „Melania“ und der Jason-Statham-Actioner „Shelter“ starteten allesamt am am 30. Januar 2026 in den nordamerikanischen Kinos. Dass „Shelter“ in diesem Dreikampf wohl das Nachsehen haben würde, hatte sich bereits vorher abgezeichnet. Doch dass ein vierter Film derart stark performen würde, hatte vorher fast niemand auf dem Schirm: „Iron Lung“.
Wer von diesem Film noch nie gehört hat, gehört vermutlich nicht zur Fangemeinschaft von YouTuber Mark Fischbach alias Markiplier, der „Iron Lung“ quasi im Alleingang auf die Leinwände gewuchtet hat. Und auch abgesehen davon ist das kein Wunder, denn in Deutschland war der Science-Fiction-Horrorfilm mit knapp 16.000 verkauften Tickets weit weg von den Top-10 des zurückliegenden Wochenendes.
In den USA spielte „Iron Lung“ jedoch rund 18 Millionen Dollar ein, mit Blick auf die gesamte Welt kamen sogar 22,1 Millionen Dollar zusammen. Nicht schlecht für einen Film, der gerade einmal drei Millionen Dollar gekostet hat, ohne großes Werbebudget vermarktet wurde und komplett ohne die Hilfe eines Hollywood-Studios in die Kinos gekommen ist. Verantwortlich für diesen sensationellen Erfolg sind ohne Frage die mehr als 38 Millionen Menschen, die Markiplier bei YouTube folgen.
Somit hat „Iron Lung“ bereits jetzt mehr als das Siebenfache seines Budgets eingespielt. Und es hätte gar nicht mal so viel gefehlt, um zu dem 40 Millionen Dollar teuren (ohne Werbebudget wohlgemerkt!) "Send Help" aufzuschließen, der zum Start weltweit 27,2 Millionen Dollar eingespielt hat.
In einem emotionalen Livestream-Video bedankte sich Markiplier so auch bereits bei seinen Fans und kündigte an, der Crew des Films dank des Erfolgs des Films einen großen Bonus auszahlen zu können.
Das Budget des Films hat der YouTuber übrigens aus eigener Tasche gestemmt, wie er im Podcast The Town von Hollywood-Insider Matt Belloni bereits verraten hatte. Aufgrund der Aufteilung des eingespielten Geldes mit den Kinos (in diesem Fall wohl ziemlich genau 50:50) sei „Iron Lung“ so eine Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten, also Cast und Crew, die Kinobetreiber und nicht zu vergessen die Fans.
Das ist "Iron Lung"
Falls ihr noch von „Iron Lung“ gehört haben solltet, hier noch ein paar Worte zum Film und dem Videospiel, auf dem es basiert: „Iron Lung“ spielt in der fernen Zukunft. Die Menschheit hat zahlreiche fremde Sternensysteme besiedelt, doch eines Tages sorgt ein mysteriöses Ereignis namens „Quiet Rapture“ dafür, dass alle Sterne und Planeten verschwinden, und mit ihnen alle Menschen, die darauf leben. Nur die wenigen Menschen an Bord von Raumstationen und Raumschiffen bleiben zurück.
Im Film wird ein Mann namens Simon (gespielt von Regisseur, Drehbuchautor, Produzent, Editor und Hauptdarsteller Mark Fischbach alias Markiplier) dazu verurteilt, an Bord eines hermetisch versiegelten U-Boots (der titelgebenden „Iron Lung“) einen Ozean aus Blut auf einem Mond namens AT-5 zu erforschen...
Horror der anderen Art erwartet uns indes im Remake des Kultfilms „Possession“, der nun einen wichtigen Schritt vorwärts gemacht hat:
Er war einst sogar verboten: Einer der besten Horrorfilme aller Zeiten bekommt ein Remake – und nun stehen auch die Hauptdarsteller fest