Edward Berger gilt derzeit als Deutschlands heißester Exportschlager in Hollywood: Sein eindringlicher Antikriegsfilm „Im Westen nichts Neues“ sorgte 2023 international für Furore und wurde mit gleich vier Oscars ausgezeichnet. Mit dem Vatikan-Thriller „Konklave“ konnte Berger 2025 erneut ein gewichtiges Wort im Rennen um die begehrten Academy Awards mitreden, auch wenn es am Ende nur für einen Goldjungen (für das Beste adaptierte Drehbuch) bei insgesamt acht Nominierungen reichte.
Nachdem „Ballad Of A Small Player“ mit Colin Farrell zuletzt eher verhaltene Reaktionen hervorrief, könnte die nächste Zusammenarbeit zwischen Edward Berger und Netflix wieder deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wie das Branchenmagazin Deadline exklusiv berichtet, inszeniert der Regisseur „Stradivarius“ für Netflix. Hier können wir uns nicht nur auf opulent ausgestattetes Historienkino freuen, sondern auch auf eine spannend klingende, obsessive Rivalität im Zentrum des Geschehens...
Darum geht es in "Stradivarius" auf Netflix
„Stradivarius“ ist im Norditalien des 18. Jahrhunderts angesiedelt, einer Zeit, in der der Bau von Streichinstrumenten eine wahre Kunstform darstellte. Im Mittelpunkt stehen zwei Männer, die sich beide dem Ziel verschrieben haben, die beste Geige der Welt zu erschaffen. Was als handwerklicher Ehrgeiz beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einer brodelnden Rivalität, die die beiden Geigenbauer immer stärker vereinnahmt und schließlich auch ihr persönliches Leben überschattet.
Edward Berger übernimmt bei „Stradivarius“ nicht nur die Regie, sondern arbeitet auch am Drehbuch mit. Unterstützung erhält er dabei von Itamar Moses, einem preisgekrönten Dramatiker, der bereits als Autor an renommierten Serien wie „Boardwalk Empire“ und „The Affair“ beteiligt war. Wer die Hauptrollen im Film übernehmen wird, ist bislang noch nicht bekannt.
Vorher dreht Berger noch "The Riders" mit Brad Pitt
Aktuell steckt Edward Berger allerdings noch mitten in den Dreharbeiten zu „The Riders“, in dem Brad Pitt die Hauptrolle übernimmt und auf verzweifelter Suche nach seiner verschwundenen Frau ist. Hierzu wurden via Deadline nun auch weitere Schauspieler und Schauspielerinnen bestätigt: Mit von der Partie sind neben Brad Pitt auch Michael Smiley („Bad Sisters“), Danny Huston („30 Days Of Night“), Camille Cottin („Call My Agent!“) und Ulrich Thomsen („Das Fest“).
Darüber hinaus wird Bergers Name seit einiger Zeit immer wieder im Zusammenhang mit einem möglichen neuen „Jason Bourne“-Film genannt. Franchise-Star Matt Damon äußerte sich kürzlich selbst dazu, wie es derzeit um die Zukunft der beliebten Agentenreihe bestellt ist:
"Es ist eine knifflige Sache": "The Rip"-Star Matt Damon spricht über Zukunft von "Bourne" – und welcher Punkt dafür entscheidend ist!