Heute im TV: Dieser brutale Marvel-Kracher stand 20 Jahre auf dem Index – unbedingt ungekürzt schauen!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Berührt und fasziniert zu werden, aber auch etwas über sich selbst lernen – das bedeutete Kino schon immer für Daniel. Darum machte der einstige Sozialarbeiter am Ende seine Leidenschaft auch zum Beruf.

In Zeiten des MCU ist es kaum vorstellbar, dass es auch Marvel-Filme gibt, die sogar indiziert wurden. Einen Kulthit vergangener Tage, der mittlerweile aber den Segen der FSK erhalten hat, könnt ihr heute im TV erleben …

… wobei wir nur bedingt eine Empfehlung aussprechen können. Denn RTL Zwei zeigt „Blade“ am heutigen 28. Februar nämlich ab 22.05 Uhr – und damit zu früh, um den Film in voller Länge zeigen zu dürfen. Nachdem der Vampir-Kult mit Wesley Snipes in der Uncut-Version einst auf dem Index landete, erfolgte mittlerweile zwar eine Freigabe von 18 Jahren. Doch die bedeutet eben auch, dass der Streifen erst ab 23 Uhr ungeschnitten gezeigt werden darf.

Natürlich gibt es mittlerweile aber zahlreiche Ausweichmöglichkeiten. Für einen schmalen Taler könnt ihr das Blutsauger-Spektakel bereits streamen (u.a. bei Amazon Prime Video*), darüber hinaus gibt es den Streifen inzwischen auch schon auf 4K-Blu-ray*. Und wer keine halbe Sachen machen will, kann sich auch gleich die gesamte Trilogie mit Wesley Snipes bereits für kleines Geld nach Hause holen:

Der Verfasser dieses Artikels würde in jedem Fall zu einer der zahlreichen Heimkino- oder Streaming-Auswertungen greifen, die allesamt uncut sind. Denn für die 16er-Fassung musste durchaus stark die Schere angesetzt werden, sodass dem Action-Horror-Gemetzel dabei am Ende eine gehörige Portion Schmackes verloren geht. Und wenn sich Blutsauger, Menschen und Halbblüter in der Unterwelt an den Kragen gehen, dann ist das konsequenterweise auch entsprechend blutrünstig!

Blade II“ von Guillermo del Toro („Frankenstein“) ist übrigens genauso sehenswert, sodass sich das 3er-Set auf Blu-ray schon mal absolut lohnt – auch wenn „Blade: Trinity“ das Niveau am Ende nicht mehr ganz halten kann.

"Blade": Marvel von seiner düstersten Seite

In „Blade“ erzählt Effektmeister Stephen Norrington, der seine Karriere als Regisseur mit dem 2003 gefloppten „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ beerdigte, die Geschichte von Eric Brooks (Wesley Snipes), der als Halbblut zur Welt kommt. Denn seine Mutter wurde kurz vor seiner Geburt von einem Vampir gebissen – und starb daraufhin.

Nach Rache dürstend, zieht der sogenannte „Daywalker“ heute durch die Lande, um sich an den Wesen der Nacht zu rächen – und bekommt es dabei schließlich mit dem machthungrigen Deacon Frost (Stephen Dorff) zu tun…

Blade
Blade
Starttermin 3. Dezember 1998 | 1 Std. 55 Min.
Von Stephen Norrington
Mit Wesley Snipes, Stephen Dorff, Kris Kristofferson
Pressekritiken
3,8
User-Wertung
3,9
Filmstarts
3,5

„Blade“ erinnert an das Comic-Kino vergangener Tage, in denen Superhelden im Kino noch Raritäten waren – und nicht in ein Korsett geschnürt wurden, um ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Während das auf jüngere Zuschauer*innen abzielende Marvel Cinematic Universe zum Leinwand-Phänomen avancierte, genießt so auch der düster-brutale Vampirfilm bis heute Kultstatus.

Nachdem jahrelang an einer neuen Verfilmung mit Oscarpreisträger Mahershala Ali gearbeitet wurde, wurde das Unterfangen nach reihenweise Rückschlägen und damit einhergehenden Verschiebungen für tot erklärt. Doch würdiger Ersatz soll stattdessen folgen:

Marvel-Hammer: "Blade"-Film kommt nicht mehr – aber dafür ein düsterer "Avengers"-Film mit dem MCU-Daywalker

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