"Er war nicht witzig": Von dieser Hit-Serie hat Brad Pitt eine Absage kassiert
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.

Lange bevor er eine Gastrolle in „Friends“ übernahm und auch vor seinen Kinoerfolgen „Sieben“, „12 Monkeys“ und „True Romance“, wollte Brad Pitt eine kleine Rolle in der Sitcom-Sensation „Cheers“ ergattern. Doch er war nicht lustig genug...

Im Laufe seiner bereits über 35 Jahre langen Karriere hat sich Brad Pitt bereits in verschiedensten Rollentypen bewiesen. Er kann sich lässig und souverän, romantisch, tragisch, einschüchternd und als fescher Actionheld geben – und wie unter anderem die skurrile Komödie „Burn After Reading“ der Coen-Brüder sowie die „Ocean's“-Filme beweisen, hat Brad Pitt beeindruckendes komödiantisches Talent.

Seinen Hang zur Komik hat Pitt jedoch nicht immer überzeugend raushängen lassen: Als Pitt sich einer der größten US-Seriensensationen der 1980er und frühen 1990er anschließen wollte, bekam er eine knappe, kaltschnäuzige Abfuhr, wie viele Jahre später publik werden sollte. Die Hit-Serie, die Pitt einen Korb verpasste, war die Sitcom „Cheers“ über eine Bar in Boston und ihr treues Stammpublikum.

Falls ihr „Cheers“ noch nicht kennt, aber nachholen möchtet, oder euch der Sinn nach einem Rewtach steht: „Cheers“ ist bei Amazon Prime Video als VoD verfügbar:

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Das ist "Cheers"

Die Sitcom „Cheers“ feierte im US-Fernsehen 1982 ihre Premiere und verabschiedete sich im Mai 1993 nach elf Staffeln mit mehr als 250 Episoden. Im Laufe dessen ergatterte das Hit-Format 117 Emmy-Nominierungen und gewann den begehrten TV-Preis 28 Mal!

Die Serie dreht sich um Ex-Baseballspieler und Barbesitzer Sam Malone (Ted Danson), der in seiner Bar ein illustres Stammpublikum begrüßt, darunter den neunmalklugen Briefträger Cliff Clavin (John Ratzenberger), den von beruflichen Rückschlägen geplagten Buchhalter Norm Peterson (George Wendt), den Psychiater Dr. Frasier Crane (Kelsey Grammer) und seine im selben Metier tätige Frau, Dr. Lilith Sternin-Crane (Bebe Neuwirth).

Weitere tragende Figuren sind die Geschäftsführerin Rebecca Howe (Kirstie Alley), die für Sam arbeitende, temperamentvolle Kellnerin Carla Tortelli (Rhea Perlman), der naive Barkeeper Ernie Pantusso (Nicholas Colasanto) und später sein Nachfolger Woody Boyd (Woody Harrelson), sowie die Studentin Diane Chambers (Shelley Long).

Während „Cheers“ in den USA stattliche Popularität genoss, hatte die Sitcom in Deutschland einen miesen Start: Mit sehr frei übersetzten Texten synchronisiert und „Prost Helmut“ getauft, wurde sie 1985 vom ZDF nach bloß 13 Episoden aus dem Programm genommen. Erst Mitte der 1990er versuchte sich RTL an einem zweiten Anlauf – dann mit weitestgehend originalgetreuer Synchro und dem Originaltitel.

Pitt war nicht witzig genug für "Cheers"

Als Pitt für „Cheers“ vorsprach, war er noch weit von seinem heutigen Promistatus entfernt. Wie viele andere Stars zuvor und seither, tingelte er von kurzlebiger Serienrolle zu kurzlebiger Serienrolle – so war er Ende der 1980er in „Dallas“, „Unser lautes Heim“, „21 Jump Street“ und „Freddy's Nightmares“ (dem Serienableger der „Nightmare On Elm Street“-Reihe) zu sehen.

Der mehrfach preisgekrönte „Cheers“- , „Modern Family“- und „Top Gun“-Castingchef Jeff Greenberg war jedoch wenig von Pitt beeindruckt: Wie er 2017 dem Magazin People verriet, machte er sich bei Pitts Vorsprechen bloß eine einzige, kurze Notiz. „Meine einzige Anmerkung war: 'Nicht lustig'. Für diese Rolle galt – er war nicht witzig!“ Greenberg räumte jedoch ein: „Aber er war seither komisch!“

Auch die „Felicity“-Hauptdarstellerin Keri Russell bekam von Greenberg einst einen Laufpass, als sie für eine Statistenrolle in „Willkommen in Leben“ in Erwägung gezogen wurde. Jedoch merkt Greenberg stolz an: „Ich habe aber in meinen Unterlagen vermerkt: 'Werdender Star'!“

Pitt unterdessen ist nicht nur zum Star geworden, sondern auch zu einer Person, mit der es schwierig werden kann. Das hielt jedenfalls ein namhafter Regisseur fest, wie ihr im folgenden Artikel nachlesen könnt:

"Er kann unberechenbar werden": Star-Regisseur packt über schwierigen Filmdreh mit Brad Pitt aus

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