Nach über 60 Jahren: Der wegweisendste Anime überhaupt bekommt eine Hollywood-Realverfilmung – vom "Ghostbusters"-Team
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Filme, Serien, Videospiele. Markus brennt schon seit Kindertagen für so ziemlich alles, was über Bildschirme und Leinwände flimmert.

Die Trick-Serie „Astro Boy“ hat in den 1960er Jahren das definiert, was moderne Animes ausmacht. Jahrzehnte später soll nun eine Realverfilmung kommen – vom „Ghostbusters: Legacy“-Macher.

Summit Entertainment

Fast 75 Jahre hat der Kult-Held Astro Boy bereits auf dem Buckel. Erstmals aufgetreten ist er in einer 1952 gestarteten Manga-Reihe des japanischen Zeichners und Autors Osamu Tezuka. Bis heute gilt „Astro Boy“ als einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Mangas aller Zeiten. Noch wegweisender war allerdings die (nach einer kurzlebigen Live-Action-Serie) zweite Adaption der Geschichten, eine gleichnamige fast 200 Folgen starke Anime-Serie, die von 1963 bis 1966 produziert wurde. Diese gilt nämlich als DER Grundstein für den modernen Anime-Stil, der in zahllosen Filmen und Serien bis heute die Massen begeistert.

Dennoch ist „Astro Boy“ selbst vor allem in Japan populär. Ein computeranimierter Kinofilm mit westlicher Beteiligung (siehe Artikelbild oben) floppte im Jahr 2009 trotz so bekannter Stars wie Nicolas Cage, Charlize Theron, Donald Sutherland, Kristen Bell und Freddie Highmore in der Sprecherriege. Nun aber will man einen neuen Versuch in Hollywood wagen – und das nicht in animierter Form, sondern als familienfreundliches Live-Action-Kino-Abenteuer. Demnach werkeln Jason Reitman und Gil Kenan, das Kreativteam hinter den „Ghostbusters“-Reboot-Filmen „Legacy“ und „Frozen Empire“, derzeit an einer „Astro Bot“-Realverfilmung.

Das berichtet der für gewöhnlich bestens vernetzte Branchen-Insider Jeff Sneider in seinem Newsletter. Dabei will er erfahren haben, dass Reitman und Kenan das Projekt für das Studio Sony nun zwar vorantreiben, selbst letztlich aber nur als Produzenten fungieren werden und jetzt auf der Suche nach geeigneten Autor*innen sind. Trotzdem bestünde die Möglichkeit, dass Reitman letztlich persönlich die Inszenierung übernimmt.

Es bleibt nun abzuwarten, ob das Vorhaben mehr Früchte trägt als vor einigen Jahren. Denn schon 2016 wurden die „San Andreas“-Schreiber Jeremy Passmore und Andre Fabrizio angeheuert, um einen „Astro Boy“-Realfilm zu schreiben – was letztlich jedoch im Sande verlief.

Die japanische Sci-Fi-Antwort auf "Pinocchio": Das ist "Astro Boy"

Lose inspiriert von Geschichten wie „Pinocchio“, dreht sich in „Astro Boy“ alles um den titelgebenden Roboter-Jungen, der über menschliche Gefühle verfügt. Erschaffen wurde er von einem Wissenschaftler, der auf diesem Wege seinen verstorbenen Sohn ersetzen wollte. Mit seinen erstaunlichen Kräften besteht der Junge allerlei Abenteuer, sehnt sich letzten Endes aber vor allem nach Akzeptanz und einer richtigen Familie.

Übrigens: Auch das „Ghostbusters“-Franchise wollen Reitman und Kenan als Produzenten weiter fortsetzen. Neben einer geplanten Netflix-Animationsserie soll auch ein neuer Film kommen. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Die Arbeiten am neuen "Ghostbusters"-Film nehmen endlich Fahrt auf: Eine der wichtigsten Personalien wurde besetzt

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