Mit „Winnie The Pooh: Blood And Honey“ fing alles an: Seitdem „Pu der Bär“ von A.A. Milne 2022 in die Public Domain übergegangen ist, unterliegt die Geschichte keinem Urheberrecht mehr. Natürlich ein gefundenes Fressen für Indie-Kreativköpfe wie Rhys Frake-Waterfield, der sich die IP kurzerhand geschnappt und die beliebten Kinderbuchfiguren aus dem Hundert-Morgen-Wald gnadenlos durch den Fleischwolf gedreht hat. Herausgekommen ist der eingangs erwähnte Low-Budget-Schocker, der zwar aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel eher schlecht als recht anmutete, sich aber dennoch als lukrative Erfolgsformel offenbarte.
Seitdem wurden das sogenannte „Twisted Childhood Universe“ geschaffen, das neben den „Winnie the Pooh“-Metzlern auch „Peter Pan's Neverland Nightmare“ und „Bambi: The Reckoning“ umfasst. Mit „Pinocchio Unstrung“ folgt nun ein weiterer Gruselstreifen, der auf einer beliebten Kinderbuchfigur basiert. Und der erste Trailer lässt überraschenderweise auf einen wirklich fähigen Genre-Beitrag hoffen – auch weil mit Robert Englund einer der größten Horror-Ikonen überhaupt an dem Projekt beteiligt ist.
Freddy Krüger ist auch dabei!
Robert Englund dürften Gorehounds insbesondere als Hausmeister Freddy Krueger kennen, der in der „Nightmare On Elm Street“-Reihe seine Opfer im Schlaf heimsucht. In „Pinocchio Unstrung“ leiht er der teuflischen Version von Jiminy Grille seine Stimme und verleitet den Holzkopf zu mörderischen Taten.
Insgesamt macht der neuste Eintrag in das „Twisted Childhood Universe“ von Rhys Frake-Waterfield bisher einen durchaus soliden Eindruck. Der erste Trailer zeigt auf jeden Fall, dass das Produktionsniveau inzwischen erkennbar nach oben gegangen ist. Gerade das Design von Pinocchio und seiner Grille wecken Erinnerungen an die verzerrten (Alb)Traum-Welten von Tim Burton oder Guillermo del Torro. Da ist es fast schon bedauerlich, dass hier auf CGI und nicht auf Stop-Motion-Effekte gesetzt wurde, denn das hätte der Produktion noch das besondere Etwas verliehen. Und wer schon immer mal sehen wollte, wie der Holzbube seine Nase zur mörderischen Waffe umfunktioniert, der darf den Trailer auf keinen Fall verpassen.
Inhaltlich scheint Pinocchio – wie auch schon in der Originalgeschichte – danach zu streben, endlich ein echter Junge zu werden. Doch hier hofft der Borken-Lümmel nicht auf eine magische Fee, die ihm seinen Wunsch erfüllt, sondern nimmt das Unterfangen kurzerhand selbst in die Hand. Ob ihm eine Handvoll Gedärme wirklich dabei helfen, seinem Ziel näherzukommen, darf jedoch bezweifelt werden.
Wann und auf welchem Weg „Pinocchio Unstrung“ hierzulande zu sehen sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Wer mal wieder Lust darauf hat, dass Horrorfilme gnadenlos durch den Kakao gezogen werden, der sollte einen Blick in den ersten Trailer zu „Scary Movie 6“ werfen, der heute veröffentlicht worden ist:
Nach 13 (!) Jahren geht es endlich weiter: Im ersten Trailer zu "Scary Movie 6" geht es dem Horror-Kino an den Kragen!