Seit Jahren betont Quentin Tarantino, dass er nur zehn Filme drehen will – und damit nur noch einen einzigen weiteren in seiner gesamten Karriere. Sein jüngstes Werk „Once Upon A Time In Hollywood“ liegt nun sechseinhalb Jahre zurück und seitdem wird wild spekuliert, was jetzt der finale Film werden könnte. Mit „The Movie Critic“ war Tarantino schon weit fortgeschritten, doch dann kam das Aus. Seitdem fragen sich seine Fans: Was macht der „Pulp Fiction“-Kultregisseur denn jetzt als Nächstes?
Mittlerweile gibt es eine Antwort. Tarantino arbeitet an einem völlig neuen Projekt – und möchte dafür offenbar einige der größten Stars Hollywoods gewinnen. Doch es handelt sich nicht um den finalen Film, sondern es geht auf die Londoner Bühnen.
Tarantinos nächster Schritt führt nicht ins Kino – sondern auf die Bühne
Bereits im August 2025 verriet Tarantino in einem Podcast, dass er ein Theaterstück geschrieben hat und Anfang 2026 mit dessen Umsetzung beginnen will. Genau das ist mittlerweile wohl passiert. Laut der DailyMail suche Tarantino gerade im Londoner West End nach dem richtigen Theater, das die nötigen Anforderungen mit sich bringt, um seinen Titel zu spielen. Dort soll die Produktion dann wahrscheinlich ihre Premiere im Jahr 2027 feiern. Auch ein Start bereits Ende 2026 sei noch eine Möglichkeit, wenn Vorbereitungen und Zeitpläne es zulassen.
Doch was könnte Tarantino uns auf die Bühne bringen? Es ist schon mal keine Theaterversion eines seiner Kultfilme, sondern wohl ein Stoff, den er aus gutem Grund ausgerechnet in London herausbringen will.
Eine klassische britische Farce – mit Tarantino-Twist
Wie die Daily Mail jetzt exklusiv enthüllen konnte, plant Tarantino nämlich eine klassische britische Farce, also eine schnelle, dialoggetriebene Komödie voller Missverständnisse, überraschender Wendungen und überdrehter Figuren, die auch mal laut polternd und mit knallenden Türen die Bühne betreten. Im Daily-Mail-Artikel wird dabei auf das Wirken von Brian Rix und Ray Cooney verwiesen. Beides waren britische Komiker, die im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg mit ihren Stücken voll absurdem Humor große Erfolge feierten. Tarantinos auf den Spuren von deren Werken wandelndes Stück soll eine komplett originäre Erzählung sein und nicht auf einem früheren Film basieren.
Viele Details und ein möglicher Titel des Stücks sind noch nicht bekannt, doch Tarantino scheint Großes vorzuhaben. Der Daily Mail zufolge will er für die Produktion hochkarätige Hollywood-Darsteller gewinnen. Es sollen bereits entsprechende Verhandlungen laufen. In Großbritannien hofft man wohl bereits, dass man große Superstars auf der Bühne sehen wird. Im Daily-Mail-Bericht werden sogar Namen wie Leonardo DiCaprio oder Brad Pitt genannt (beide haben schon mehrfach mit Tarantino zusammengearbeitet). Und auch wenn es darum geht, dass beide keine Theaterschauspieler sind, schwingt ein wenig die Hoffnung mit, dass der „Kill Bill“-Macher solche Kaliber überzeugen könnte.
Durchgesickert ist noch, dass auch die Produktion größere Elemente enthalten soll. So gebe es Gerüchte, dass das Stück eine Szene beinhalte, in welcher ein Cast-Mitglied an einem Drahtsteil auf die Bühne niedergelassen wird.
Damit ist klar: Auf den finalen Film müssen wir noch lange warten
Gerade ist Quentin Tarantino in den Schlagzeilen, weil beim Kurznachrichtendienst X zahlreiche Falschmeldungen rund um ihn kursieren. Da gibt es KI-Bilder, die ihn angeblich in israelischen Schutzbunkern zeigen und sogar sein vermeintlicher Tod durch eine iranische Rakete in Tel Aviv wurde vermeldet. Wie so vieles, was aktuell auf X verbreitet wird, stimmt das alles nicht. Der mit seiner Familie sowohl in Tel Aviv als auch in Los Angeles lebende, aber zuletzt wiederholt in London gesichtete Autor und Regisseur ist am Leben und so vollkommen investiert in das Theaterprojekt, dass wir uns bei seinem finalen Film noch reichlich gedulden müssen.
Es ist nämlich davon auszugehen, dass das Theaterprojekt ihn noch das ganze Jahr 2026 beansprucht, möglicherweise sogar bis ins Jahr 2027 hinein. Auch Tarantino deutete dies bereits an. Daher dürfte er nicht viel Zeit haben, um sich an die Arbeiten an seinem letzten Film zu setzen. Mittlerweile darf man es nicht ausschließen, dass zwischen „Once Upon a Time in Hollywood“ und seinem zehnten Werk am Ende auch zehn Jahre liegen.
Trotzdem bekommt ihr schon bald einen Film von Quentin Tarantino in den deutschen Kinos zu sehen: Am 16. April 2026 startet „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“. Hier ist der Trailer: