In einigen Branchen sind Gagen und Gehältern quasi keine Grenzen gesetzt. Im Kino hat das unter anderem zur Folge, dass Produktionskosten von Filmen schnell mal explodieren, wenn sich darin drei, vier Superstars die Klinke in die Hand geben. Können sich Schauspieler*innen und Regisseur*innen über viele Jahre hinweg auf diesem Niveau halten, füllt sich dementsprechend natürlich auch ihr Bankkonto – es sei denn, man hält es wie die Stars des Panavision-Epos „Lawrence von Arabien“:
"Wir verloren das ganze Geld von neun Monaten Arbeit": Der Star von "Lawrence von Arabien" verpulverte seine Gage in einer einzigen NachtForbes hat nun eine aktuelle Liste von Celebrity-Milliardären veröffentlicht, in der sich neben Sportlern wie Michael Jordan und Roger Federer und Musiker*innen wie Popstar Taylor Swift und Rapper Jay-Z auch jede Menge Hollywood-Prominenz befindet – erwartungsgemäß, könnte man fast sagen. Denn in der Traumfabrik rollt der Rubel. Doch wer thront auf Platz 1?
Tyler Perry vor Arnold Schwarzenegger der reichste Schauspieler
Viele der aktuell bestverdienenden Hollywood-Stars machen ihr Geld nicht nur mit der Schauspielerei, sondern tätigen darüber hinaus verschiedenste Investments – etwa Ryan Reynolds (Aviation Gin, Alpine, Wrexham FC), Dwayne Johnson (Teremana Tequila, UFL) oder George Clooney (Casamigos Tequila). Doch für einen Platz in der 22 superreiche Stars umfassenden Liste hat es für sie nicht gereicht. Ganz im Gegensatz zur steirischen Eiche:
Mit einem geschätzten Vermögen von 1,2 Milliarden Dollar und damit knapp vor Jerry Seinfeld (1,1 Milliarden Dollar) belegt Arnold Schwarzenegger Rang 16, wobei der Österreicher seine erste Million bereits lange vor seiner Laufbahn vor der Kamera machte – und zwar mit Immobilien. Die Karriere als Action-Star ist somit nur einer der zahlreichen Bausteine, die zu seinem Reichtum führten und führen. In erster Linie ist Arnie nämlich ein smarter Geschäftsmann – wie er seit Jahrzehnten auch fernab von Hollywood immer wieder beweist.
Tyler Perry schaffte es mit 1,4 Milliarden Dollar auf Platz 13 – und ist ebenfalls unter anderem als Schauspieler bekannt. Der beispielweise in „Gone Girl“ als Ben Afflecks Anwalt in Erscheinung tretende Amerikaner ist letztlich aber vor allem für sein „Madea“-Franchise berühmt – in dem er nicht nur zahlreiche Rollen selbst spielt. Obendrein fungiert er dabei auch als Autor, Regisseur und Produzent. Aus kreativer sowie nicht zuletzt auch wirtschaftlicher Sicht schlau gemacht: Er besitzt 100 Prozent an seinen Eigenproduktionen und hat sogar ein eigenes Studiogelände. Auch wenn die Schauspielerei nur einen kleinen Teil seines Jobs ausmacht, darf er sich aber immerhin weiter als reichster Schauspieler der Welt bezeichnen.
Schauspielstars haben keine Chance gegen Regie-Prominenz
Doch auch wenn Schauspielstars in der öffentlichen Wahrnehmung die größte Rolle spielen, laufen ihnen die Filmschaffenden deutlich den Rang ab. Schließlich sind sie oft an Eigentum und Einnahmeströmen beteiligt, während Schauspieler*innen meist nur für ihre Arbeit bezahlt werden.
Mit „Avatar“-Macher James Cameron (1,1 Milliarden Dollar, Rang 19) ist so auch Schwarzeneggers „Terminator“- und „True Lies“-Regisseur in der Liste vertreten, ebenso wie „Herr der Ringe“-Regisseur Peter Jackson (1,9 Milliarden Dollar, Rang 9) sowie natürlich auch „Star Wars“-Schöpfer George Lucas (5,2 Milliarden Dollar, Rang 2), der allein mit dem Verkauf seiner Produktionsfirma Lucasfilm an Disney im Jahr 2012 stolze vier Milliarden Dollar verdiente. Doch auch er muss sich am Ende dem ultimativen Blockbuster-Fabrikanten geschlagen geben…
Steven Spielberg ist der reichste Regisseur der Welt
Mit einem geschätzten Gesamtvermögen von 7,1 Milliarden Dollar ist Steven Spielberg laut Forbes der reichste Filmemacher der Welt. Allzu überraschend kommt dies aber natürlich nicht. Denn, sind wir mal ehrlich: Wenn es einer verdient hat, dann doch der Mitgründer von DreamWorks, der uns seit mittlerweile über einem halben Jahrhundert mit großem Kino versorgt – von „Der weiße Hai“ und „Jäger des verlorenen Schatzes“ über „E.T. - Der Außerirdische“, „Jurassic Park“ und „Schindlers Liste“ bis hin zu „Die Fabelmans“.
Sein Vermögen stammt dabei nur zu einem Teil aus Regiearbeit – der Großteil kommt aus Beteiligungen, Firmen und langfristigen Deals. Spielberg handelte früh Verträge aus, bei denen er prozentual an Einnahmen beteiligt ist. Ein berühmtes Beispiel ist „Jurassic Park“. An jedem der heute immer noch regelmäßig erscheinenden Teile des Erfolgsfranchise verdient er kräftig mit. Allein diese Beteiligung hat ihm hunderte Millionen allein an den Kinokassen eingebracht. Dazu kommt Merchandise und sogar an Eintrittskarten der Universal-Themenparks verdient er mit, weil viele Attraktionen auf seinen Filmen basieren. Und nicht nur DreamWorks, sondern auch seine weitere Firma Amblin produziert reihenweise weitere Filme und Serien, wobei diese Unternehmen oft die Rechte behalten, was weitere Einnahmenströme über Jahrzehnte garantiert.
Ob wir ähnlich ehrfürchtig irgendwann auch auf Spielbergs neuesten Film zurückblicken werden, muss sich erst noch zeigen. Der Trailer zu „Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit“ (Kinostart: 11. Juni 2026) stimmt aber schon mal auf die von vielen Fans ersehnte Rückkehr des Meisterregisseurs ins Science-Fiction-Sujet ein: