"Niemand wird sich dafür interessieren": Dieser Hollywood-Star wollte Leonardo DiCaprio "Titanic" ausreden
Tobias Kirchner
Tobias Kirchner
-Freier Autor
Tobias liebt das Kino, weil es ihn für ein paar Stunden in andere Welten entführt.

Es gibt in jeder Karriere eines erfolgreichen Schauspielers diesen einen Moment, den wir als Durchbruch bezeichnen. Hätte Leonardo DiCaprio auf den Rat eines Kollegen gehört, würden wir heute vermutlich anders auf seine Laufbahn blicken.

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Bereits zu Beginn seiner Karriere war Leonardo DiCaprio eng befreundet mit John C. Reilly. Als es um die Auswahl seiner Projekte ging, hatte Reilly einen Rat für seinen damals jungen Schauspielkollegen. Wie John C. Reilly in einem Interview in Ted Dansons Podcast „Where Everybody Knows Your Name“ erzählte, versuchte er DiCaprio damals davon abzubringen, die Rolle für den Film anzunehmen, der ihm wohl maßgeblich zum Durchbruch verhalf.

Kreuzfahrt oder Pornofilm?

Es geht natürlich um „Titanic“. John C. Reilly, der damals in den Vorbereitungen für „Boogie Nights“ steckte, wollte im Auftrag von Regisseur Paul Thomas Anderson Leo zu diesem Projekt lotsen. Wie Reily im Podcast erzählte, sagte er damals zu DiCaprio: „Leo, hör zu: Titanic handelt von einem Boot, das untergeht. Jeder weiß, dass das Boot untergeht. Niemand wird sich dafür interessieren, wer darauf ist.“ Reilly warnte DiCaprio davor, die Gelegenheit zu verpassen, mit Regisseur Anderson zusammenzuarbeiten.

Reilly, der DiCaprio bereits seit dessen 17. Lebensjahr kennt – sie drehten gemeinsam „Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa“ – konnte den jungen Darsteller bekanntermaßen nicht davon abbringen, am Riesenprojekt von Regisseur James Cameron teilzunehmen. „Boogie Nights“ und Paul Thomas Anderson mussten ohne Leonardo DiCaprio auskommen.

Heute wissen wir, dass sich DiCaprio wohl richtig entschieden hat. „Titanic“ gehört nach wie vor zu den erfolgreichsten Filmproduktionen aller Zeiten, sicherte sich elf Oscars und brachte DiCaprios beispiellose Schauspielkarriere endgültig ins Rollen. Währenddessen hält „Boogie Nights“ ebenfalls den Standard eines absoluten Kultfilms – mit der Strahlkraft von „Titanic“ kann der Film allerdings nicht mithalten.

Obwohl DiCaprio sich schließlich für „Titanic“ entschied, kam es dann Jahre später doch noch zur Zusammenarbeit mit Paul Thomas Anderson. Reilly scherzt im Interview: „Am Ende hat es dann doch geklappt – es dauerte nur 25 Jahre.“ Er bezieht sich dabei auf „One Battle After Another“, bei dem DiCaprio schließlich seinen Rat annahm. Ein Film, der sich ebenfalls als Erfolg herausstellte und DiCaprio eine weitere Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller einbrachte.

Kate Winslet, die in „Titanic“ an der Seite von DiCaprio spielte, hat mit ihrer Entscheidung im Nachhinein ein wenig gehadert. Zumindest hatte sie lang Zeit keine Lust mehr mit Regisseur James Cameron zusammenzuarbeiten. Was die Gründe dafür waren, erfahrt ihr hier:

"Man müsste mir eine Menge Geld zahlen": Deshalb wollte "Titanic"-Star Kate Winslet nie wieder mit James Cameron zusammenarbeiten

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