In "Bridgerton" Staffel 4 bemerkt? Bei Lady Whistledown gibt es eine große Änderung – aber nur in der deutschen Fassung!
Annemarie Havran
Annemarie Havran
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„Braveheart“, „Gladiator“, „Bridgerton“, „Downton Abbey“ und Co.: Historische Stoffe – sie müssen nicht unbedingt realistisch sein – haben es Annemarie angetan.

Verwirrung um Lady Whistledown! In Staffel 4 der Netflix-Serie „Bridgerton“ bekommt die Skandal-Autorin eine neue Identität – und in der deutschen Synchronfassung sogar eine neue Stimme. Ob das zusammenhängt, verraten wir euch in diesem Artikel.

In der deutschen Fassung der Netflix-Serie „Bridgerton“ gibt es im Gegensatz zum Original eine Änderung. Ist in der englischen Version weiterhin Julie Andrews als Lady Whistledown zu hören, obwohl die Identität der Klatsch-Kolumnistin am Ende der vierten Staffel wechselt, hat Whistledown in der deutschen Synchronfassung eine neue Stimme – und zwar die gesamte vierte Staffel lang, nicht erst im Finale.

In den ersten drei Staffeln von „Bridgerton“ war die heute 81-jährige Viktoria Brams als Lady Whistledown zu hören. In der deutschen Fassung kam es ihr zu, im Voice-Over von Penelope Featheringtons Alter Ego vom neuesten Klatsch und Tratsch in London zu erzählen, den Penelope (Nicola Coughlan) mit ihrer Feder zu Papier brachte.

"Bridgerton" Staffel 4: Das Ende samt Whistledown-Überraschung erklärt – und was es für Staffel 5 bedeutet

Viktoria Brams ist eine bekannte TV-Persönlichkeit, war zum Beispiel von 1992 bis 2011 in der Seifenoper „Marienhof“ zu sehen – als einzige Darstellerin blieb sie der Produktion von der ersten bis zur letzten Folge treu. Weiter war sie u. a. in „SOKO 5113“, „Ein Fall für zwei“ und zuletzt als „Oma Putz“ in Werbespots für das Möbelhaus XXXLutz zu sehen. Sehr bekannt ist Brams aber auch als Synchronsprecherin. Sie lieh z. B. Dianna Rigg als Lady Olenna Tyrell in „Game Of Thrones“ ihre Stimme und wurde häufig als Sprecherin von Fanny Ardant und Julie Andrews gebucht – für Letztere auch in „Bridgerton“, jedoch nur bis Staffel 3.

Bettina Redlich statt Viktoria Brams als Whistledown in Staffel 4

In der vierten Staffel von „Bridgerton“ ist in der deutschen Synchronfassung nun Bettina Redlich als Whistledown zu hören. Auch Redlich ist sowohl als Schauspielerin (u. a. in „Nirgendwo in Afrika“ und „Sturm der Liebe“) als auch als Synchronsprecherin tätig. Zu ihren aktuellen Sprechrollen gehört zum Beispiel die Vertonung von Becky Ann Baker als Mrs. Newell im Disney+-Film „Ella McCay“, davor lieh sie unter anderem Ann Dowd in „True Detective“ und Salma Hayek in „Frida Kahlo“ ihre Stimme.

Dass Lady Whistledown im Deutschen nun eine neue Stimme hat, dürfte aber nicht damit zusammenhängen, dass die Identität der Autorin im Laufe der vierten Staffel wechselt. Statt Penelope nimmt in Folge 8 eine geheimnisvolle neue Person die Whistledown-Kolumne auf – bis dahin ist es aber weiterhin Penelope, deren Gedanken mit Whistledown-Stimme wiedergegeben werden. So spricht in der Originalfassung von „Bridgerton“ auch weiterhin Julie Andrews die Autorin, auch nach dem Identitätswechsel im Staffelfinale – auch wenn Andrews hier mit leicht anderer Ausdrucksweise spricht, was Fans bereits zu Spekulationen über die Identität der neuen Lady Whistledown veranlasst hat.

Darum wurde die Whistledown-Sprecherin umbesetzt

Warum die deutsche Stimme von Lady Whistledown ausgetauscht wurde, wurde von Netflix nicht verraten. Es ist davon auszugehen, dass Viktoria Brams mit 81 Jahren in den Ruhestand gegangen ist – ihre Rollen wurden zuletzt rar, und in den vergangenen Jahren übernahm sie abseits von „Bridgerton“ auch keine weiteren Sprechrollen mehr.

Dass Viktoria Brams wegen des aktuell schwelenden KI-Streits zwischen Netflix und der Synchronbranche nicht mehr dabei ist, ist unwahrscheinlich. Der offene Konflikt wird erst seit Anfang 2026 ausgetragen, auch wenn er sich schon länger anbahnt. Nähere Informationen zum Synchron-Streit bei Netflix bekommt ihr in diesem Artikel von FILMSTARTS-Redakteur Björn Becher:

Streit um deutsche Synchronisationen bei Netflix: Der Konflikt geht jetzt in die nächste Runde

Die deutsche Synchro für „Bridgerton“ Staffel 4 dürfte jedoch schon während der Postproduktionsphase im Sommer 2025 eingesprochen worden sein – schließlich erschien Teil 1 von Staffel 4 dann auch schon am 29. Januar 2026 auf Netflix. Auch hätte es sonst sehr wahrscheinlich weitere Umbesetzungen in der Synchro von Staffel 4 gegeben, sollte ein Zusammenhang mit dem KI-Streit bestehen. Offizielle Informationen zu Brams’ Abschied von „Bridgerton“ gibt es allerdings wie gesagt nicht.

Auch Benedict mit neuer Stimme – aber schon seit Staffel 3!

Übrigens: Von den Hauptfiguren in „Bridgerton“ hat auch Benedict Bridgerton (Luke Thompson) eine neue deutsche Stimme, allerdings schon seit der dritten Staffel. Wurde er in Staffel 1 und 2 noch von Nils Dienemann gesprochen, ist in den Staffeln 3 und 4 Max Felder in dieser Rolle zu hören.

Weitere deutsche Sprecherwechsel gab es bislang auch bei Hyacinth (Florence Hunt) und Gregory (Will Tilston) – was daran liegt, dass die Kinderdarsteller*innen älter und ihre Stimmen damit reifer werden. Ob es auch bei den Schauspieler*innen der jüngsten Bridgerton-Kinder zu einer Umbesetzung kommt, bevor es in ihren eigenen Staffeln romantisch für die beiden wird? Dazu hat sich Romanautorin Julia Quinn bereits geäußert:

"Bridgerton": Werden nach Francesca die nächsten zwei Geschwister umbesetzt? Autorin spricht über Staffel 7 und 8

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