Das dürfte für einige Diskussionen sorgen. Die Verantwortlichen hinter dem Independent-Film „As Deep As The Grave” kündigten an, dass der verstorbene Val Kilmer in ihrem Film zu sehen sein wird. Die Auftritte des Schauspielers wurden dabei komplett mit sogenannter Künstlicher Intelligenz erzeugt. Eigentlich war Kilmer einst für das Projekt gecastet, konnte aber aufgrund seiner Krankheit bis zu seinem Tod nie vor der Kamera stehen.
Die Verantwortlichen planten ursprünglich daher, ihre Story ohne Kilmers Figur zu erzählen. Nachdem sie aber realisierten, dass der Film nicht funktioniert und der Part des Schauspielers zu wichtig sei, kamen sie jetzt zu der Lösung, Kilmer mittels KI einzubauen. Ein Grund sei auch das niedrige Budget. Man hätte gar nicht die Möglichkeit, noch einmal Nachdrehs mit einem anderen Schauspieler in der Rolle zu machen, so Regisseur und Drehbuchautor Coerte Voorhees gegenüber Variety.
Val Kilmer in verschiedenen Altersstufen in "As Deep As The Grave"
Die KI-Wiederbelebung von Val Kilmer sei mit der Zustimmung von dessen Familie geschehen. Kilmers Tochter Mercedes gab in einem Statement auch ihre Unterstützung bekannt. Ihrem Vater sei die Geschichte des Films sehr wichtig gewesen, zudem sei neuen Technologien sehr offen gegenüber gewesen. Er habe diese „stets mit Optimismus als ein Werkzeug betrachtet, um die Möglichkeiten des Geschichtenerzählens zu erweitern“, so Mercedes Kilmer.
Den aus zahlreichen Kino-Hits wie „Top Gun“, „Batman Forever“, „Heat“, „Willow“, „The Doors“ oder „Tombstone“ bekannten Kilmer wird man in „As Deep As The Grave” in verschiedenen Altersstufen sehen, da sich die Erzählung des Films über einen größeren Zeitrahmen erstreckt. Als Vorlage dienten der KI sowohl Aufnahmen des jungen Kilmers als auch von dem Star gen Ende seines Lebens. Viele seien extra von der Familie zur Verfügung gestellt worden. Ein erstes Bild aus dem Film zeigt auch die KI-Version des verstorbenen Star in der Rolle eines Priesters. Nachfolgend haben wir es in einem Tweet von Variety eingebunden, der einen kleinen Fehler enthält. Dort heißt es, dass Kilmer 2015 und damit fünf Jahre vor seinem Tod gecastet wurde. Der Schauspieler ist allerdings 2025 verstorben, wurde also entweder 2020 oder zehn Jahre vor seinem Tod für das Projekt gecastet.
Da die von KI-Kilmer verkörperte Figur im Verlauf der Handlung schwer erkrankt, soll es viele Parallelen zum Leben des realen Val Kilmer geben. Auch dessen Veränderung und schließlich Verfall der Stimme soll dabei eine Rolle spielen. Wie alle Bilder soll auch die Stimme mit der Hilfe von Künstlicher Intelligenz erzeugt worden sein.
Mit "Harry Potter"-Star in der Hauptrolle: Darum geht es in "As Deep As The Grave"
Insgesamt soll die KI-Version von Val Kilmer eine signifikante Nebenrolle bekleiden. In den Hauptrollen sind aber der als Draco Malfoy aus den „Harry Potter“-Filme bekannte Tom Felton sowie Abigail Lawrie („Tin Star“) zu sehen. Sie spielen in der auf einer wahren Geschichte basierenden Erzählung das Archäologen-Ehepaar Earl und Ann Morris. Die beiden sind vor allem bekannt, weil sie eine entscheidende Rolle bei der Erkundung der Maya-Stätte Chichén Itzá spielten. Im Film soll es aber vor allem um ihr großes Interesse an der Kultur und Geschichte der Navajo und ihren Untersuchungen im Canyon de Chelly in Arizona gehen.
Dabei kreuzen sich ihre Wege immer wieder mit dem katholischen Priester Father Fintan, der auch indigene Wurzeln hat und tief in der Spiritualität der Ureinwohner verwurzelt ist. Das ist die Rolle, für welche jetzt eine KI-Version von Val Kilmer erzeugt wurde. Daneben gehören unter anderem noch „Zombieland“- und „Little Miss Sunshine“-Star Abigail Breslin sowie Ehrenoscarpreisträger Wes Studi („Der letzte Mohikaner“) zum Cast.
Wann, wo und wie „As Deep As The Grave” erscheinen soll, ist noch nicht bekannt. Falls ihr lieber den realen Val Kilmer mal wieder sehen wollt, haben wir hier eine Streaming-Empfehlung für euch:
Legendäres Agenten-Abenteuer neu auf Netflix – mit einer völlig irren Actionszene, die ihr garantiert nie wieder vergessen werdet!