Etwas über 108.000 Tickets wurden hierzulande für „Mercy“ gelöst. Damit ist der neuste Kracher von „Wanted“-Regisseur Timur Bekmambetov deutlich hinter den Erwartungen geblieben – was das weltweite Einspielergebnis widerspiegelt. Denn bei einem Budget von geschätzten 60 Millionen US-Dollar konnte der Film gerade einmal 54 Millionen US-Dollar wieder in die Kassen spülen. Damit war der Thriller mit „Guardians Of The Galaxy“-Star Chris Pratt natürlich ein waschechter Flop, wobei für die Amazon MGM Studios natürlich vor allem der Fokus auf der Streaming-Auswertung liegt. Und hier stößt der futuristische Gerichtsprozess tatsäclich auch wachsendes Interesse.
In Deutschland belegt „Mercy“ seit dem 23. März den ersten Platz der Amazon Prime Video Streaming-Charts – das geht aus den Zahlen von Flixpatrol hervor. Die Seite hat sich auf die Auswertung von Streaming-Charts rund um den Globus spezialisiert.
Zudem wird aus den Daten ersichtlich, dass auch weltweit das Interesse an dem Science-Fiction-Experiment wächst. Nach und nach fährt das Chris-Pratt-Vehikel mehr Top-Platzierungen ein. Während der Film am 20. März 2026 in 20 Ländern die Spitzenposition in den Charts belegen konnte, sind es inzwischen sogar 24. Es bleibt abzuwarten, ob sich das Interesse auch langfristig halten oder vielleicht sogar noch steigern kann – und Timur Bekmambetovs neustem Film somit zumindest im Streaming ein Erfolg vergönnt ist.
Lohnt sich "Mercy"?
Darum geht es in „Mercy“: Chris Raven (Chris Pratt) kommt gefesselt auf einem Stuhl zu sich – mitten im Gerichtssaal des sogenannten Mercy-Programms. Dort steht er der KI-Richterin Maddox (Rebecca Ferguson) gegenüber. Ihm wird vorgeworfen, seine eigene Ehefrau (Annabelle Wallis) ermordet zu haben. Nun bleiben ihm exakt 90 Minuten, um die künstliche Intelligenz von seiner Unschuld zu überzeugen. Dafür muss er anhand der vorliegenden Beweise die berechnete Wahrscheinlichkeit seiner Täterschaft unter 92 Prozent drücken. Gelingt ihm das nicht, droht ihm die Todesstrafe.
Allein die Prämisse erinnert an Sci-Fi-Klassiker wie „Minorirty Report“. Gepaart wird das Ganze mit Desktop-Thrillern wie „Searching“ oder „Missing“. Klingt doch erst einmal spannend, oder? Ganz uneingeschränkt empfehlen können wir euch „Mercy“ leider nicht:
In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik vergibt Chefredakteur Christoph Petersen lediglich 2,5 von 5 möglichen Sternen, bescheinigt dem Starvehikel aber dennoch „halsbrecherisches Tempo“ und „mitreißende“ Unterhaltung. Trotz einiger Logiklöcher könnt ihr hier also durchaus Spaß haben. Am besten ist es wie immer, wenn ihr euch selbst eine Meinung bildet - und jetzt habt ihr die ideale Gelegenheit dazu.
Bereits zum Kinostart haben wir übrigens ein Interview mit Regisseur Timur Bekmambetov geführt, der uns verraten hat, warum er einen der aktuell größten Action-Stars 90 Minuten auf einen Stuhl geschnallt hat:
"Wir haben einen der größten Actionstars für 90 Minuten in einen Stuhl geschnallt": Unser Interview mit "Mercy"-Regisseur Timur Bekmambetov