Mit „Underworld“ vereinte Regisseur Len Wiseman Vampire, Werwölfe und Menschen in einem stylisch-düsteren und blutrünstigen Mix aus Action, Horror und Fantasy-Spektakel. Der Mix fand ein beachtliches Publikum, immerhin zog der FSK-18-Blockbuster ganze vier Fortsetzungen nach sich. Autor und Schauspieler Kevin Grevioux lieferte aber nicht nur die Drehbücher zu den ersten drei Abenteuern in der Unterwelt, sondern bescherte Fans der Reihe 2013 mit „I, Frankenstein“ noch einen ähnlichen Genre-Mix, in dem er auch noch eines der legendärsten Monster der Kinogeschichte auf die Leinwand zurückholte.
Tele 5 zeigt „I, Frankenstein“ am heutigen 28. März 2026 ab 20.15 Uhr. Und obwohl der Film weder an den Kinokassen noch in kreativer Hinsicht restlos überzeugen konnte, lohnt sich das Reinschauen für alle Fans von „Underworld“ und Co. dennoch. Während sich der Film inhaltlich nämlich durchaus von der ursprünglichen Geschichte um Dr. Frankenstein und seinem Monster entfernt, stammt das Fantasy-Spektakel nicht nur aus derselben Feder wie „Underworld“, sondern spielt auch visuell genau in derselben Liga.
"I, Frankenstein": Ein Klassiker neu interpretiert
Die Geschichte beginnt, wie man sie kennt: Dr. Victor Frankenstein (Aden Young) bastelt sich aus Leichenteilen ein menschenähnliches Monster (Aaron Eckhart), das er mittels Stromstößen zum Leben erweckt. „I, Frankenstein“ aber setzt inhaltlich ganze 200 Jahre später ein.
Einsam fristet das Monster ein Schattendasein im düsteren Darkhaven, irgendwo am Rande der Gesellschaft, bis er eines Tages zwischen die Fronten eines Krieges gerät. Auf der einen Seite stehen todbringende Dämonen, die angeführt vom finsteren Naberius (Bill Nighy) nur ein Ziel haben: die Unterjochung der Menschheit. Ihnen entgegen treten die sogenannten Gargoyles, himmlische Krieger, die die Erdlinge vor den Gefahren aus der Unterwelt beschützen. Und Frankensteins Monster scheint in jenem ewigen Krieg eine ganz entscheidende Rolle zu spielen…
Während der vor allem für seine Drehbücher zu Disneys legendärem Piraten-Abenteuer „Fluch der Karibik“ und Michael Manns Thriller-Highlight „Collateral“ bekannte Stuart Beattie die Regie übernahm, erwartet „Underworld“-Fans in „I, Frankenstein“ nicht nur mit Autor und Dämonen-Darsteller Grevioux ein alter Bekannter, sondern auch mit Bill Nighy, der einmal mehr den Oberschurken gibt.
Das 65 Millionen Dollar teure Fantasy-Abenteuer punktet dabei vor allem mit visuellem Einfallsreichtum und bleibt als durchaus kurzweiliges Effektspektakel in Erinnerung, das in seinen gerade einmal 90 Minuten kaum Langeweile aufkommen lässt. Wer also Lust auf Hirn-Aus-Action mit Eye-Candy-Qualitäten hat, kommt hier durchaus auf seine Kosten. Inhaltlich fällt das Ganze leider wesentlich unausgegorener aus. Für die ironischerweise ziemlich seelenlose Suche nach der menschlichen Seele vergab Kritiker Andreas Staben in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik so am Ende nur 2,5 von 5 möglichen Sternen.
Guillermo del Toros „Frankenstein“-Interpretation hat nicht nur uns weitaus besser gefallen, sondern wurde mittlerweile auch mit stolzen drei Oscars ausgezeichnet. Jetzt soll auch noch eine Langfassung des Monster-Hits folgen:
3 Stunden oder sogar noch länger? Netflix' Oscar-Hoffnung erhält nachträglich eine Langfassung*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision. Dieser Artikel basiert auf einem bereits auf FILMSTARTS erschienenen Beitrag.