Ist Künstliche Intelligenz denn nun gut oder böse? Was Science-Fiction-Geschichten angeht, entscheidet man sich meist für Letzteres – das birgt schließlich spannenderes Konfliktpotenzial. Filme wie „Terminator“, „I, Robot“ (aus dem unser Artikelbild stammt) und auch Steven Spielbergs „A.I. – Artificial Intelligence“ ranken sich um dieses Thema. Und beinahe hätte Spielberg eine Buchverfilmung inszeniert, die sich erneut mit dieser Frage beschäftigt, allerdings wohl deutlich martialischer als im philosophisch angehauchten „A.I.“: Denn in „Robopocalypse“ bricht ein Krieg zwischen Menschen und Maschinen aus.
Der Roman von Daniel H. Wilson erzählt die Geschichte eines Computer-Wissenschaftlers, der die Künstliche Intelligenz ARCHOS entfesselt. Dies stuft die Menschheit als Bedrohung ein, übernimmt die Kontrolle über sämtliche vernetzte Maschinen und ruft den Krieg aus. Inmitten der Roboter-Apokalypse wächst eine kleine menschliche Rebellengruppe über sich hinaus. Steven Spielberg zeigte sich von der Story begeistert und plante eine „Robopocalypse“-Verfilmung fürs Kino, aus der bekanntlich nichts wurde. Nun erläuterte er die Gründe.
"Robopocalypse" wäre ein "Studio-Killer" gewesen
Die Ankündigung der „Robopocalypse“-Adaption ist bereits 16 Jahre her, die Filmrechte wurden sogar schon verkauft, noch bevor der Roman (der im Deutschen übrigens etwas kürzer „Robocalypse“ heißt) überhaupt in den Regalen stand. Doch Spielberg musste schon kurze Zeit später erkennen, dass das Projekt eine Nummer zu groß war – selbst für einen Regie-Titanen wie ihn. Das Risiko einer dermaßen teuren Sci-Fi-Blockbuster-Produktion sei ihm einfach zu groß gewesen, so Spielberg in einer Ausgabe des Magazins Empire (via GamesRadar):
„Es war gigantisch. Es wäre ein Studio-Killer gewesen. Es hätte ein ganzes Studio ruiniert, das sein Geld nie wieder eingespielt hätte. Also habe ich buchstäblich entschieden, dass es der teuerste Film wäre, den ich je gedreht hätte – und ich war nicht bereit, das auf mich zu nehmen.“
Zu teuer für Steven Spielbergs Firma DreamWorks
Nach der Ankündigung der Projektentwicklung im Jahr 2010 hatte sich Steven Spielberg für die Regie von „Robopocalyse“ verpflichtet und überlegte zunächst, die Adaption mit seinem Studio DreamWorks zu realisieren. Doch das anvisierte Budget von mehr als 200 Millionen US-Dollar ließ den Filmemacher einen Rückzieher machen: „Mein Studio, DreamWorks, finanzierte all diese Filme, und ich wollte ,Robo’ nicht in meine eigene Firma bringen, weil es für uns schlicht und ergreifend zu teuer zu produzieren gewesen wäre.“
Also bot Spielberg das Projekt, zu dem damals Drew Goddard („Der Marsianer“) am Drehbuch arbeitete, anderen Studios an. „Ich wollte nicht dafür bezahlen“, so der Regisseur. Andere Studios hätten sich interessiert gezeigt, die Rechnung zu übernehmen, aber nur wenn Steven Spielberg dem Projekt als Regisseur erhalten bliebe. Schließlich landete „Robopocalyse“ bei Disney und die Dreharbeiten wurden für Sommer 2012 angekündigt.
Doch es kam zu Produktionsverzögerungen und schließlich verkündete Spielberg im Januar 2013, dass das Projekt auf nicht absehbare Zeit auf Eis liege. „Ich wollte das niemandem antun, weil ich nicht garantieren konnte, dass das Publikum mitzieht“, erklärte er im Interview. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde dann Michael Bay („Bad Boys“) als Regisseur ins Spiel gebracht, doch bis dato macht Hollywood keine Anstalten, „Robopocalypse“ offiziell neues Leben einzuhauchen.
Steven Spielbergs Alien-Thriller „Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit“ kommt übrigens am 10. Juni 2026 ins Kino. Hier könnt ihr euch den Trailer ansehen:
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