Arte zeigt „Alamo“ aus dem Jahre 1960 am heutigen 27. April 2026 um 20.15 Uhr. Wiederholungen folgen am 2. sowie am 13. Mai um 13.50 Uhr beziehungsweise um 14.00 Uhr. Zudem steht der Film bereits jetzt als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders zur Verfügung.
Alternativ könnt ihr den FSK-12-Titel aktuell noch ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Amazon Prime Video streamen. Das gilt allerdings nur noch bis zum 31. April 2026. Danach fliegt der Klassiker dort aus dem Flatrate-Programm und ist unter demselben Link nur noch für ein paar Euro als Video-on-Demand zu haben:
Eine schwierige Entstehungsgeschichte
Schon 1945 beschloss Hollywood-Ikone John Wayne („Der Mann, der Liberty Valance erschoss“), sein Regiedebüt zu geben. Dafür hatte er sich mit der Verfilmung der Schlacht um das Fort The Alamo zwischen Texas und Mexiko ein ebenso legendäres wie anspruchsvolles Thema ausgesucht. Doch Wayne hatte bekanntlich keinerlei Probleme in Sachen Selbstbewusstsein. So ließ er seinen Freund und „Der schwarze Reiter“-Regisseur James Edward Grant ein Drehbuch schreiben.
Als er mit dem Skript zu den Bossen von Republic Pictures, dem Studio, bei dem er zu dieser Zeit unter Vertrag stand, ging, wollten die ihrem größten Star allerdings nicht die von ihm veranschlagten drei Millionen Budget geben. Denn Wayne hatte beschlossen, sich selbst nur um die Inszenierung zu kümmern und keine Rolle in dem Film zu übernehmen. Letztlich kam es über diesen Streit sogar zum Bruch des Mimen mit dem für seinen phänomenalen Aufstieg mitverantwortlichen Studio.
Danach versuchte Wayne jahrelang, neue Financiers zu finden. Allerdings scheiterten diese Bemühungen weiterhin daran, dass er selbst nicht mitspielen wollte, und dem Projekt drohte das endgültige Aus. Nachdem er 1952 bei „Der Sieger“ einige Sequenzen als Second-Unit-Regisseur für den legendären John Ford inszenieren durfte, leckte Wayne dann aber wieder Blut. Trotzdem dauerte es bis 1956, bis er im Studio United Artists endlich Interessenten fand. Als Wayne nach ersten Vorbereitungen merkte, dass das Budget noch deutlich höher ausfallen würde, als er zunächst gedacht hatte, knickte er endlich ein: Er sagte zu, neben der Regie auch die Hauptrolle zu übernehmen.
Schließlich sollte die Realisierung monumentale Ausmaße annehmen und ein ebensolches Budget verschlingen. Zwölf Millionen Dollar (damals der absolute Wahnsinn!) kostete der Film in der Herstellung und konnte dann in Nordamerika „nur“ 20 Millionen einspielen. Das wäre eigentlich ein tolles Ergebnis gewesen. Aufgrund der immensen Produktionsgelder und nach Abzug der Steuern, der Werbeausgaben und der Beteiligung der Kinobetreiber bedeutete dies letztlich ein Minusgeschäft für United Artists. Für Wayne, der mit seinem Privatvermögen drinsteckte, führte das Ganze fast zum finanziellen Ruin, wie ihr hier nachlesen könnt:
Dieses Western-Meisterwerk bezeichnete John Wayne als seinen Lieblingsfilm: "Ich habe einen ziemlich guten Job gemacht"Der Misserfolg sagt aber natürlich nichts über die Qualität des Films aus, der mit Richard Widmark („Cheyenne“) noch eine zweite Wildwest-Legende im Cast zu bieten hat. Die Kritiken zu „Alamo“ waren allerdings gemischt. Während die einen den Film als zu aufgeblasen und mit fast drei Stunden als viel zu lang oder gar als emotional flach betrachteten, sahen andere ein Meisterwerk in Waynes erster Regiearbeit. Obendrein wurde der Film für sechs Oscars nominiert. Macht euch doch heute Abend einfach selbst ein Bild und seht, wer Recht hat.
"Alamo": Das ist die Story
1836: Texas erklärt seine Unabhängigkeit von Mexiko. Das gefällt dem das Land wie ein Diktator führenden Präsidenten General Antonio López de Santa Anna (Ruben Padilla) natürlich überhaupt nicht. Er schickt seine Armee los, um die lokale Revolution niederzuschlagen und die just ausgerufene Republik Texas gleich wieder ihrem Ende zuzuführen.
Im Fort Alamo, einer ehemaligen Missionsstation, haben sich 200 Texaner um Davy Crockett (John Wayne) und Jim Bowie (Richard Widmark) verschanzt. Sie versuchen verzweifelt, die Festung gegen 7.000 Soldaten zu verteidigen, bis endlich Verstärkung kommt. Diese ist allerdings noch mehrere Tage entfernt – so sie dann überhaupt eintreffen wird…
Welchen seiner Filme mochte John Wayne eigentlich selbst am liebsten? Im Artikel von FILMSTARTS-Redakteur Michael Bendix erfahrt ihr es:
Dieses Western-Meisterwerk bezeichnete John Wayne als seinen Lieblingsfilm: "Ich habe einen ziemlich guten Job gemacht"FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
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