Schon als die ersten Fotos von den Dreharbeiten des mit reihenweise Mega-Hits von Michael Jackson angereicherten Films die Runde machten, waren Fans des „Thriller“-Sängers ebenso begeistert wie verblüfft. Denn der junge Mann, der ihr Idol in „Michael“ darstellt, ist der Popmusik-Legende wie aus dem Gesicht geschnitten.
Als dann bewegte Bilder in Form eines ersten Trailers herauskamen, kannte die Begeisterung unter den auch fast 17 Jahre nach dem Tod des Künstlers noch immer weltweit Millionen Jackson-Anhänger*innen keine Grenzen mehr: Er tanzt und bewegt sich nicht nur exakt wie Jackson, er sieht ihm auch extrem ähnlich. Und dafür gibt es einen einfachen Grund:
Deshalb sieht der Hauptdarsteller Michael Jackson so ähnlich
Jaafar Jackson hat einen genetischen Vorteil, der ihn gegenüber anderen Mitbewerbern für die Rolle geradezu prädestinierte: Er ist der Sohn von Jermaine Jackson, einem der älteren Brüder von Michael und einem ehemaligen Mitglied der Gesangsgruppe Jackson 5, mit der dem Superstar einst der Durchbruch gelang. Die familiäre Ähnlichkeit zu seinem Onkel in jungen Jahren ist erstaunlich und war sicher einer der Hauptgründe, warum Jaafar den Part im Biopic von Regisseur Antoine Fuqua („The Equalizer 1-3“) erhielt.
Das Aussehen des echten Michael Jackson hat sich im Laufe seiner sich über vier Dekaden erstreckenden Karriere unter anderem aufgrund zahlreicher Schönheitsoperationen aber stark verändert. Deshalb musste beim Dreh der zweiten Hälfte der sich bis ins Jahr 1987 erstreckenden Handlung von „Michael“ mit aufwendigem Make-up nachgeholfen werden. Berichten zufolge soll zudem speziell bei der Optik von Jacksons mehrfach korrigierter und verschmälerter Nase mit Computereffekten gearbeitet worden sein.
„Michael“ ist die erste Filmrolle von Jaafar Jackson und überhaupt sein erster Job als Schauspieler. Der 1996 geborene Kalifornier stand als festes Cast-Mitglied der Reality-Serie „Living With The Jacksons“ allerdings bereits als Teenager regelmäßig vor Kameras. Zudem war er wiederkehrend in einem weiteren Reality-Format mit dem Titel „The Jacksons: Next Generation“ dabei und mischte kurz in einem Musikvideo („Love One Another“) seines anderen Onkels Tito Jackson mit. Jafaar spielte in seiner Jugend offenbar mit dem Gedanken, Golfprofi zu werden, sattelte dann aber doch auf das „Familiengeschäft“ um: die Musik. 2019 veröffentlichte er seine Debütsingle „Got Me Singing“.
Ein zweijähriger Casting-Prozess
Ebenfalls 2019 erwarb „Bohemian Rhapsody“-Produzent Graham King die Rechte an der Lebensgeschichte von Michael Jackson und vor allem auch die Genehmigung, seine Musik im Film benutzen zu dürfen. King hatte Jaafar bereits getroffen und war von dessen äußerlicher Ähnlichkeit zu seinem Onkel begeistert.
Weil er jedoch ein kompletter Schauspielanfänger war, ließ der erfahrene Produzent ihn über einen Zeitraum von fast zwei Jahren immer wieder vorsprechen und startete parallel dazu noch eine weltweite Suche nach einem eventuell anderen Hauptdarsteller. Letztlich kam King dann aber doch auf Jaafar zurück. Auch Michaels Mutter und Jafaars Oma Katherine Jackson (im Film gespielt von Nia Long aus dem 1990er-Kultstreifen „Boyz N The Hood“) gab dieser Wahl ihren Segen.
Daraufhin begann Jaafar Jackson mit seinem Training – nicht nur, um sich die vielen komplizierten Tanzchoreografien draufzuschaffen, sondern auch, um sich Michaels Art zu sprechen oder sogar dessen Denkweise anzueignen. Seine Großmutter überließ ihm dafür kartonweise alte persönliche Notizen und Zeichnungen sowie weitere Memorabilien von Michael. All dies half Jaafar laut eigener Aussage sehr, sich in den Charakter, die Emotionen und die Gedankenwelt des Mannes hineinzufühlen, den er als Kind nur als seinen berühmten Onkel, den größten Popstar des Planeten, kennengelernt hatte.
„Michael“ läuft seit dem 22. April 2026 bundesweit auf deutschen Leinwänden. Warum sich ein Kinoticket speziell für Fans der Pop-Ikone lohnt und was wir sonst noch von dem Biopic sowie dem Auftritt von Titelstar Jaafar Jackson halten, erfahrt ihr in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik zu „Michael“.
Zum Abschluss haben wir hier noch FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen mit der Video-Version der obigen 3-Sterne-Kritik vom FILMSTARTS-YouTube-Kanal. Viel Spaß damit:
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