Es ist eine Sache, den Fernseher einzuschalten und einen richtig guten Film schauen zu wollen. Sich angesichts der riesigen Auswahl aber auch schnell für einen Streifen entscheiden zu können, steht auf einem ganz anderen Blatt. Auch Abonnent*innen von Amazon Prime Video kennen natürlich dieses spezifische Problem. Doch mit unseren wöchentlichen Streaming-Tipps bieten wir euch dafür eine Lösung an, denn mit diesen macht ihr definitiv nichts falsch.
Die gute Nachricht: Alle drei Filme könnt ihr mit einem Prime-Abo aktuell ohne Aufpreis streamen. Dieses Mal legen wir euch eine bunte Genre-Mischung ans Herz, die nahezu das komplette Gefühlsspektrum abdeckt.
"Arlington Road" (1999)
Der Glanz des 90er-Jahre-Thriller-Kinos war schon fast ein wenig verflogen, da haben Regisseur Mark Pellington („Die Mothman Prophezeiungen“) und Drehbuchautor Ehren Kruger („Ring“) am Ende des goldenen Jahrzehnts noch mal einen echten Knaller herausgehauen: „Arlington Road“ ist ein Paranoia-Spannungsstück par excellence, das mit den Oscar-Preisträgern Jeff Bridges und Tim Robbins außerdem zwei herausragende Hauptdarsteller vorweisen kann.
Bridges spielt darin den Geschichtsprofessor und Terrorismus-Experten Michael Faraday, der sich mit seinem neuen Nachbarn Oliver Lang (Robbins) und dessen Familie anfreundet. Doch stückweise fallen Faraday Indizien auf, die ihn misstrauisch gegenüber dem zuvorkommenden Bauingenieur machen. Ist dieser womöglich nicht der, der er vorgibt zu sein? Faraday forscht nach und kommt allmählich zu der Überzeugung, einen von Lang geplanten Bombenanschlag verhindern zu müssen ...
„Arlington Road“ spielt ganz bewusst mit der Frage, ob Lang tatsächlich ein Terrorist oder Faraday nur ein Paranoiker ist. Für die Antwort darauf lässt sich der Film genussvoll Zeit, was das Spannungslevel immer weiter in die Höhe treibt. Ein cleverer Thriller mit einem bitterbösen Finale!
"Sick Of Myself" (2022)
Aktuell ist Regisseur Kristoffer Borgli mit seiner schwarzen Komödie „Das Drama“ mit Zendaya und Robert Pattinson im Kino vertreten, in der er die Beziehung eines Paares schrittweise dekonstruiert. Wer die unangenehmen Situationen im Film schon teilweise nur schwer ertragen konnte, wird sein 2022er-Werk „Sick Of Myself“ vermutlich als komplett verstörend empfinden.
Darin beleuchtet der Norweger die toxische Partnerschaft von Signe (Kristine Kujath Thorp) und Thomas (Eirik Sæther), die sich ständig mit ihrem extrem narzisstischen Verhalten gegenseitig übertrumpfen. Ihre Beziehung ist ein nicht enden wollender Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit. Das geht schließlich so weit, dass Signe sich mit Pillen völlig selbst zerstört, nur um den plötzlichen Ruhm ihres Künstler-Freundes zu torpedieren.
Was man in „Sick Of Myself“ zu sehen bekommt, ist visuell wie narrativ geradezu abstoßend, doch genau da liegt der Reiz des Films. Borglis pechschwarze Gesellschaftssatire ist eine provokative Herausforderung, die zum Nachdenken anregt und einen sonst eher antagonistisch dienenden Menschenschlag in den Mittelpunkt rückt. Das sorgt für zynisch-skurrile Momente voller Ekel und Fremdscham, bei denen einem das Lachen auch gerne mal im Halse stecken bleibt.
"You Can Live Forever" (2022)
Lediglich eine einzige User-Bewertung bei FILMSTARTS macht deutlich: „You Can Live Forever“ ist das Musterbeispiel eines absoluten Geheimtipps. Die kanadische Indie-Produktion aus dem Jahr 2022, die bei Rotten Tomatoes auf starke 91 Prozent positive Kritiken kommt, hat hierzulande nämlich leider kaum jemand gesehen.
Dabei finden sich in jüngster Vergangenheit wohl nur wenige Filme, die derart berührend und unaufdringlich eine Coming-of-Age-Liebesgeschichte erzählt haben. Diese hier dreht sich um die lesbische Jugendliche Jaime (Anwen O’Driscoll), die nach dem Tod ihres Vaters vorübergehend zu ihrer Tante, einer Angehörigen der Zeugen Jehovas, geschickt wird. Ebenfalls Teil der streng gläubigen Gemeinde ist die gleichaltrige Marike (June Laporte). Sie und Jaime entwickeln zunächst freundschaftliche und bald darauf romantische Gefühle füreinander.
„You Can Live Forever“ verzichtet auf große Gesten oder dramatische Überspitzungen, um die aufkeimende (und zum Scheitern verurteilte) Liebe zwischen den beiden Teenagerinnen zu vermitteln. Gerade dank der sanften und reduzierten Inszenierung sowie dem ergreifenden Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen O’Driscoll und Laporte fühlt sich das Drama unglaublich wahrhaftig an und wirkt lange nach.
Ebenfalls im Prime Video-Abo wartet übrigens noch ein weiteres Film-Highlight auf euch:
Neu auf Amazon Prime Video: Der beste Film 2021 – dieser Sci-Fi-Blockbuster ist ein Geschenk für Filmfans!FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.