Auch wenn man Brendan Fraser heute sowohl als Blockbuster-Helden (in der „Die Mumie“-Reihe) als auch als gefeierten Charakterdarsteller (oscarprämiert für „The Whale“) kennt, feierte der heute 57-Jährige seinen eigentlichen Durchbruch im Comedy-Genre. Mit „Steinzeit Junior“, „Airheads“ oder „George - Der aus dem Dschungel kam“ wirkte Fraser in den 1990er-Jahren in einer ganzen Reihe von Komödien mit, die inzwischen längst Kultstatus genießen. Sein Talent für körperbetonte Komik, charmante Selbstironie und ein nahezu furchtloses Spiel mit der eigenen Lächerlichkeit machte ihn früh zu einem Publikumsliebling.
Doch auch das neue Jahrtausend sollte Fraser, der damals bereits als vielschichtiger Superstar in Hollywood gefeiert wurde, mit einer herrlich hemmungslosen Komödie einläuten: Im Jahr 2000 kam nämlich „Teuflisch“ in die Kinos – und Fraser durfte in dem Remake des heute etwas in Vergessenheit geratenen „Mephisto 68“ gleich in sieben unterschiedliche Rollen schlüpfen. Ihr seid neugierig? Heute, am 29. April 2026, läuft der Film ab 20.15 Uhr auf Super RTL. Darüber hinaus gibt es die Komödie auch im Abo von Disney+:
Darum geht's in "Teuflisch"
Elliot Richards (Fraser) ist ein schüchterner, sozial unbeholfener Angestellter, der heimlich in seine Kollegin Allison (Frances O'Connor) verliebt ist, sich jedoch nie traut, sie anzusprechen. Sein frustrierter Wunsch nach einem besseren Leben führt dazu, dass ihm plötzlich der Teufel in Gestalt einer verführerischen Frau (Elizabeth Hurley) erscheint. Sie bietet ihm einen verlockenden Handel an: Sie erfüllt ihm sieben Wünsche, dafür erhält sie nach seinem Tod seine Seele. Elliot willigt ein, überzeugt davon, dass er mit den „richtigen“ Wünschen endlich reich, beliebt und für Allison attraktiv werden kann.
Doch jeder Wunsch, den Elliot äußert, wird vom Teufel mit hinterhältiger Präzision verdreht. Zwar bekommt er scheinbar genau das, was er sich erhofft – etwa Reichtum, Macht oder besondere Sensibilität –, doch jedes Mal übersieht er ein entscheidendes Detail, das die Situation ins Lächerliche oder gar Tragische kippen lässt. Nach und nach dämmert Elliot, dass ihn äußere Veränderungen oder materielle Vorzüge nicht glücklich machen und dass das wahre Glück an ganz anderer Stelle auf ihn wartet...
Ein teuflisches Vergnügen!
Ob als kolumbianischer Drogenbaron, als sensibelster Mann der Welt, als NBA-Star oder gar als Abraham Lincoln: Was Brendan Fraser in „Teuflisch“ abliefert, ist eine Comedy-Performance zum Zungeschnalzen. Seine entwaffnende Spielfreude und die sichtliche Lust am Rollenspiel, gepaart mit der Bereitschaft, sich immer wieder völlig unverhohlen zum Affen zu machen, sorgen dafür, dass „Teuflisch“ auch bei wiederholter Sichtung ein echter Schenkelklopfer bleibt. Hinzu kommt das verlässliche Timing und die inszenatorische Fabulierlust von Regisseur Harold Ramis („Und täglich grüßt das Murmeltier“).
Da stört es auf Dauer kaum, dass Elizabeth Hurley offenbar auch deshalb im Film ist, um in möglichst knappen beziehungsweise auffälligen Outfits zu erscheinen – wenngleich sie mit ihrer durchtriebenen Scharfzüngigkeit immer wieder ein wirkungsvolles Gegengewicht zu Elliots Unbeholfenheit bildet. Auch das moralinsaure Ende mag manchen etwas aufstoßen und verleiht „Teuflisch“ eine leicht konservative Note im Abgang. Nichtsdestotrotz bleibt der Film ein großes Vergnügen – auch wenn er seine ungestüme, anarchische Ader bis zum Schluss noch etwas konsequenter hätte bewahren dürfen.
Übrigens: Brendan Fraser verschlägt es bald wieder nach Ägypten, denn ein neuer „Die Mumie“-Film befindet sich bereits in Planung. Hierzu gab es kürzlich positive Neuigkeiten, wie ihr dem nachfolgenden Artikel entnehmen könnt:
Kino-Hammer! Brendan Fraser kehrt 7 Monate früher mit "Die Mumie 4" zurück – für "Miami Vice" gibt es aber schlechte NachrichtenFILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
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