Vor 27 Jahren war diese Figur der beste Freund von Anakin Skywalker in "Star Wars" – wie er behandelt wird, ergibt im Rückblick absolut Sinn!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass Anakin Skywalker am Anfang von „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“ einen besten Freund hat? Wenn nicht, hat das einen guten Grund!

Mit „Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung“ kehrte George Lucas im Jahr 1999 in die weit, weit entfernte Galaxis zurück. Der umstrittene Trilogie-Auftakt erzählt dabei die Vorgeschichte eines der ikonischsten und gefürchtetsten Schurken der Saga, hier noch als Anakin Skywalker (Jake Lloyd) bekannt. Zu Beginn des Films begegnen wir ihm als Sklavenkind auf Tatooine, wo er für den Schrotthändler Watto arbeitet, Ersatzteile zusammenbaut und sogar eigene Maschinen konstruiert.

Als Jedi-Meister Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) auf ihn trifft, erkennt er sofort, dass in dem Jungen weit mehr steckt als nur ein begabter Mechaniker – nämlich eine außergewöhnlich starke Verbindung zur Macht, die ihn womöglich sogar zum prophezeiten Auserwählten machen könnte. Währenddessen gerät die Galaxis ins Wanken: Die Handelsföderation bedroht Naboo, und im Verborgenen regen sich die Sith.

Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung
Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung
Starttermin 18. Mai 1999 | 2 Std. 13 Min.
Von George Lucas
Mit Liam Neeson, Ewan McGregor, Natalie Portman
Pressekritiken
3,3
User-Wertung
3,4
Filmstarts
2,5
Auf Disney+ streamen

Anakins Schicksal entscheidet sich schließlich beim Podrennen, einem lebensgefährlichen Motorsport-Wettbewerb. Da seine Teilnahme an eine Wette geknüpft ist, gewinnt er nicht nur das Rennen selbst, sondern auch seine Freiheit.

Es ist der Moment, der ihm ein neues Leben eröffnet und den Grundstein für seine Ausbildung zum Jedi legt. Doch so triumphal diese Szene inszeniert ist, so beiläufig bleibt ein Detail, das erst im Rückblick Gewicht bekommt: Während Anakin sich tränenreich von seiner Mutter Shmi Skywalker (Pernilla August) verabschiedet und sich schließlich gemeinsam mit Qui-Gon Jinn auf den Weg macht, bleibt jemand zurück, der diesen Erfolg überhaupt erst möglich gemacht hat.

Anakin Skywalker lässt seinen besten Freund einfach fallen

Die Rede ist von Kitster Banai (Dhruv Chanchani in seiner einzigen größeren Filmrolle), der zunächst als enger Freund von Anakin etabliert wird und diesem beim Bau seines Pods entscheidend unter die Arme greift. Doch im Anschluss verschwindet er kommentarlos aus der Geschichte. Weder bedankt sich Anakin bei ihm, noch verabschiedet er sich, bevor er Tatooine verlässt.

Was zunächst schlichtweg als erzählerisches Versäumnis erscheint, verrät rückblickend womöglich erstaunlich viel über die Figur. Denn während Anakin in der beschriebenen Szene noch als großer Hoffnungsträger inszeniert wird, blitzt zugleich vielleicht bereits jene Rücksichtslosigkeit und Ich-Bezogenheit in ihm auf, die ihn später auf die dunkle Seite der Macht führen wird.

Wenn ihr übrigens wissen wollt, wie Liam Neeson über den Hass auf „Episode I“ denkt, dann lest direkt im nachfolgenden Artikel weiter:

"Wir waren persönlich verletzt": Liam Neeson über den Hass auf "Star Wars: Episode I" – vor allem eine Sache stößt ihm noch immer übel auf

FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren