"Wir waren persönlich verletzt": Liam Neeson über den Hass auf "Star Wars: Episode I" – vor allem eine Sache stößt ihm noch immer übel auf
Jaroslav Sebov
Jaroslav Sebov
-Freier Autor
Erholt sich immer noch von der 8. Staffel "Game Of Thrones" und vertreibt sich die Zeit mit allerhand Fandoms wie "Star Wars", "The Witcher" und "Der Herr der Ringe". Findet, kein anderer Film verdient einen zweiten Teil mehr als "Master And Commander".

Erst 25 Jahre nach „Star Wars: Die dunkle Bedrohung“ sprach Liam Neeson 2024 über den Hass auf Jar Jar Binks – und warum er und Ewan McGregor die Kritik nie verziehen haben.

Über ein Vierteljahrhundert ist vergangen, seit „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“ in die Kinos kam. Für viele Fans war es der Start in eine neue Ära, für andere der Anfang einer bis heute geführten Debatte. Besonders eine Figur stand schnell im Kreuzfeuer: Jar Jar Binks. Während George Lucas den Charakter als humorvolle Auflockerung plante, empfanden viele Zuschauer ihn als übertrieben albern – und ließen ihren Frust an Schauspieler Ahmed Best aus.

"Ahmed war so witzig und erfinderisch": Liam Neeson blickt zurück

Liam Neeson, der in „Episode I“ den Jedi-Meister Qui-Gon Jinn verkörperte, sprach anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Films 2024 mit dem Empire Magazine offen über seine Gefühle. „Ahmed war so witzig und erfinderisch. Ewan und ich waren persönlich verletzt und beleidigt durch die Reaktionen auf ihn“, sagte der Schauspieler. Der Shitstorm traf Best so hart, dass er sogar mit dem Gedanken spielte, sich das Leben zu nehmen – wie er Jahre später im Podcast The Redemption of Jar Jar Binks gestand.

Auch George Lucas verteidigte seinen Schützling einst auf einer Star Wars Celebration. „Jar Jar ist mein Lieblingscharakter“, erklärte er, was die Diskussionen nur neu entfachte. Für Lucas war klar: Jar Jar sei in erster Linie für Kinder gedacht gewesen, genauso wie einst C-3PO in der klassischen Trilogie.

"Ich zeig’s euch allen": Was der Hass mit Ahmed Best machte

Die Wucht der Ablehnung gegen Jar Jar Binks ist ein dunkles Kapitel der „Star Wars“-Geschichte. Ahmed Best berichtete, wie er in einer verzweifelten Nacht auf der Brooklyn Bridge stand und überlegte zu springen. „Ich sehe die Freiheitsstatue, ich sehe den Fluss – und der einzige Gedanke in meinem Kopf war: Ich zeig’s euch allen“, erzählte er im Podcast. Es war ein erschütternder Moment, der deutlich macht, wie sehr digitale Anfeindungen reale Menschen treffen können.

Zum Glück kam es nicht so weit. Heute blickt Best mit mehr Stärke zurück und hat sogar eine kleine Rückkehr ins Franchise gefeiert – in „The Mandalorian“ durfte er in einer neuen Rolle als Jedi auftreten. Auf Instagram schrieb er damals dankbar: „Gut, wieder zurück zu sein. Es gibt so viel zu sagen, aber fürs Erste nur: Danke an alle, die mich getragen und besser gemacht haben.“

Damit ist Jar Jar Binks längst mehr als nur ein Meme oder ein Witz aus den frühen 2000ern. Er steht für eine Diskussion, die aktueller ist denn je: Wie weit darf Fan-Kritik gehen – und was passiert, wenn sie Menschen zerstört? Liam Neeson macht jedenfalls deutlich, dass er die Wunden, die diese Debatte geschlagen hat, nie vergessen wird.

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