Mit Hits wie Richard Donners „Superman“ und Tim Burtons „Batman“ gab es zwar auch vorher schon ikonische Comic-Verfilmungen. Doch dass Superhelden-Blockbuster neben all dem Spektakel auch als durchaus vielschichtige Charakter-Dramen ernst genommen werden, ist besonders zwei Marvel-Film-Reihen kurz nach der Jahrtausendwende zu verdanken: „X-Men“ und „Spider-Man“.
Und in beiden Fällen konnte man nach dem gefeierten Auftakt mit dem zweiten Teil in so ziemlich jeglicher Hinsicht sogar noch mal eine ganze Schippe drauflegen. Begutachten lässt sich das im Fall der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft jetzt ein weiteres Mal im Fernsehen: Nitro zeigt „Spider-Man 2“ am heutigen 19. Mai 2026 ab 22.30 Uhr – direkt im Anschluss an den Vorgänger „Spider-Man“. Alternativ ist das Marvel-Juwel derzeit auch im Streaming-Abo von Amazon Prime Video inklusive:
Darum geht's in "Spider-Man 2"
Nach seinem Sieg über den Grünen Kobold droht Peter Parker (Tobey Maguire) an der Last seines Doppellebens zu zerbrechen: Seine Noten im Studium leiden, er ist chronisch pleite und die Liebe seines Lebens, Mary Jane (Kirsten Dunst), steht kurz davor, einen anderen zu heiraten. Als der enorme psychische Druck dazu führt, dass auch noch seine Superkräfte schwinden, hängt Peter die Spider-Man-Maske kurzerhand an den Nagel.
Die Sehnsucht nach einem normalen Leben wird jedoch jäh unterbrochen, als bei einem missglückten Fusionsexperiment der brillante Wissenschaftler Dr. Otto Octavius (Alfred Molina) mit vier mechanischen Greifarmen verschmilzt und als wahnsinnig gewordener Doc Ock New York terrorisiert. Um die Stadt vor der Vernichtung zu bewahren, muss Peter seine Identitätskrise überwinden und erneut zum Helden werden...
Anspruchsvolles Popcorn-Kino par excellence
Der kurze Story-Abriss macht es schon deutlich: In „Spider-Man 2“ steht vor allem die menschliche Komponente des Superhelden-Daseins im Vordergrund. Regisseur Sam Raimi nimmt sich viel Zeit für das zivile Leben seines Protagonisten und strickt um ihn herum ein warmherziges Drama über einen jungen Mann, dessen Leben unter der Last seiner Verantwortung zerbricht.
Dabei kommt aber natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. Mit damals bahnbrechenden Effekten hat Raimi ein Spektakel voller origineller Einfälle und ikonischer Action-Szenen (Stichwort: U-Bahn!) auf die Beine gestellt – die aber auch nur deswegen so viel Wucht und Gewicht haben, weil dem emotionalen Nährboden ebenso viel Sorgfalt zukommt wie dem Blockbuster-Bombast, und das auf beiden Seiten des zentralen Konflikts.
Denn Doc Ock ist alles andere als ein 0815-Bösewicht. Er ist kein reiner Sadist, der die Welt zerstören will, sondern ein brillanter Wissenschaftler und Mentor für Peter, der durch ein dramatisches Unglück und den Verlust seiner Frau den Verstand verliert – und somit zur tieftragischen Figur wird. Dass „Evil Dead“-Mastermind Sam Raimi über die Wandlung von Octavius und dessen ein schauriges Eigenleben entwickelnden mechanischen Tentakel dann auch noch seinen eigenen Horror-Wurzeln Tribut zollt, ist da noch das i-Tüpfelchen.
„Spider-Man 2“ ist auch über 20 Jahre später eine perfekte Mischung aus emotionaler Tiefe, wegweisender Action und echtem Herzblut, ohne die spätere Comic-Blockbuster und insbesondere das MCU (für das Tobey Maguire und Alfred Molina in „Spider-Man: No Way Home“ dann bekanntlich gar ein Comeback als Spidey und Doc Ock gaben) sicherlich anders ausgesehen hätten.
Und falls ihr euch für amüsante Easter Eggs interessiert, empfehlen wir euch außerdem noch folgenden Artikel zu „Spider-Man 2“:
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