Dieses Sci-Fi-Epos ist der teuerste deutsche Film aller Zeiten: So bald feiert er seine 4K-Premiere im Heimkino
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

Inszeniert vom „Matrix“-Kreativ-Duo Lana & Lilly Wachowski sowie von „Lola rennt“-Macher Tom Tykwer: „Cloud Atlas“ ging in die deutsche Filmgeschichte als Rekordproduktion ein – und demnächst ist das Mammutprojekt in 4K erhältlich!

Drei Regietalente, sechs in unterschiedlichen Epochen spielende, zusammengehörige Geschichten, ein Rekordbudget von (je nach Quelle) 100 bis 146,7 Millionen Dollar: Das fast drei Stunden lange Epos „Cloud Atlas“ aus dem Jahr 2012 brachte „Lola rennt“-Regisseur Tom Tykwer und die „Matrix“-Schöpferinnen Lana & Lilly Wachowski kreativ zusammen. Das Mammutwerk ist die teuerste deutsche Filmproduktion der Kinogeschichte (mehr dazu), war an den Kinokassen jedoch ein wirtschaftlicher Rückschlag.

Global generierte die Adaption des Romans „Der Wolkenatlas“ von David Mitchell* bloß 130,5 Millionen Dollar und war somit nach Abzug der Werbekosten ein deutliches Minusgeschäft. Jedoch lobte Tom Hanks sie als einen seiner absoluten Lieblingsfilme in seiner eigenen Vita, Hugh Grant bezeichnete „Cloud Atlas“ als Rettung seiner Karriere und FILMSTARTS-Redakteur Daniel Fabian feiert ihn als einen der „originellsten Sci-Fi-Filme überhaupt – wunderschön inszeniert & einzigartig erzählt“.

Bald erstrahlt das Jahrhunderte umspannende Epos in neuer Bild- und Tonqualität im deutschen Heimkino. Denn am 27. August 2026 erscheint „Cloud Atlas“ erstmals hierzulande als 4K-Edition!

„Cloud Atlas“ feiert seine deutsche 4K-Premiere als 2-Disc-Mediabook, das den Sci-Fi-Film auch auf Blu-ray enthält und obendrein mit einem Booklet daherkommt. Als Bonusmaterial befindet sich auf beiden Discs ein Audiokommentar von Filmhistoriker Dr. Rolf Giesen, die Blu-ray bietet des Weiteren ein Making Of und zahlreiche Featurettes.

Darum geht es in "Cloud Atlas"

Mitte des 19. Jahrhunderts: Ein Anwalt gewährt während seiner Heimreise von den Pazifischen Inseln einem flüchtenden Sklaven Unterschlupf. Großbritannien in den 1930ern: Ein ebenso mittelloser wie talentierter Komponist versucht, endlich sein Opus „Wolkenatlas“ zu vollenden. 1973: Eine Enthüllungsjournalistin will einen katastrophalen Atomunfall verhindern.

2012: Kurz vor einem bahnbrechenden Erfolg wird ein Verleger in ein Altersheim gesperrt. 2144: Eine Klon-Arbeiterin entwickelt ein eigenes Bewusstsein. 2346: In der postapokalyptischen Verwüstung kämpft ein Ziegenhirte ums Überleben...

Ein zentrales Gimmick dieses ambitionierten Films ist, dass die Castmitglieder verschiedene Rollen spielen und so durch die unterschiedlichen Zeitebenen ziehen. Neben den schon erwähnten Tom Hanks und Hugh Grant spielen daher auch Halle Berry und Hugo Weaving jeweils sechs Figuren in „Cloud Atlas“, Jim Broadbent und Ben Whishaw sind wiederum in jeweils fünf Rollen zu sehen.

Gedreht wurde unter anderem im Studio Babelsberg, auf Mallorca, in Schottland, in der Sächsischen Schweiz, im Luftfahrtmuseum Finowfurt und im Krematorium Berlin-Baumschulenweg. Bei den Oscars spielte „Cloud Atlas“ zwar keine Rolle, doch beim Deutschen Filmpreis reichte es für fünf Auszeichnungen – und zwar für Kamera, Schnitt, Kostümbild, Szenenbild und Maskenbild.

Ein anderes Wachowski-Projekt erschien übrigens bereits kürzlich im deutschen Heimkino als 4K-Edition. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Heimkino-Knaller: Dieses einzigartige Sci-Fi-Action-Spektakel vom "Matrix"-Team solltet ihr spätestens jetzt nachholen!

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