Die Amazon-Doku „Melania“ über die US-First-Lady gehört schon jetzt zu den meistdiskutierten Filmen 2026. Für Schlagzeilen sorgte das von „Rush Hour“-Regisseur Brett Ratner inszenierte Werk bereits vor dem Dreh. So lieferte sich Amazon gegen Konkurrenten wie Disney und Paramount einen heftigen Bieterwettstreit um die Rechte. Für die stattliche Summe von 40 Millionen Dollar ging der Zuschlag schließlich an den Tech-Konzern. Hinzu kamen 35 Millionen Dollar für das Marketing – was „Melania“ laut Ex-Amazon-Filmboss Ted Hope zur bislang teuersten Doku aller Zeiten macht.
Im Kino stieß der Film, den Prime-Kunden seit März 2026 abrufen können, jedoch auf wenig Interesse. Insgesamt spielte er nur 16,6 Millionen Dollar wieder ein (über 90 Prozent davon entfielen auf die USA). Desaströs war das Bild gleichsam hierzulande. Bei uns wollten die Doku am Startwochenende nur 767 (!) Menschen sehen. Für Amazon-Gründer und Ex-CEO Jeff Bezos sind das jedoch alles keine Gründe, das Doku-Desaster einzugestehen – im Gegenteil.
So verteidigt Jeff Bezos den "Melania"-Flop
„‚Melania‘ scheint eine gute geschäftliche Entscheidung des Amazon-Teams gewesen zu sein. Der Film lief sehr gut im Kino“, sagte der Muli-Milliardär dem News-Kanal CNBC (via The Hollywood Reporter). Zudem sei der Film auch im Streaming erfolgreich. Die Menschen seien „sehr neugierig auf Melania“, ergänzte er.
Fakt ist: In den USA schoss der Film auf Prime Video am ersten Tag auf Platz 1 der Streaming-Charts – in Europa aber interessierten sich vergleichsweise wenige für „Melania“. Dort schaffte es die umstrittene Doku in vielen Ländern, darunter in Deutschland, nicht einmal in die Top Ten.
Bezos sah sich rund um den Amazon-Mega-Deal von an Beginn mit Vorwürfen der medialen Einfluss- und Vorteilsnahme konfrontiert. Denn rund 28 Millionen Dollar des Kaufpreises sollen direkt an Melania Trump geflossen sein sollen. „Melania“ – eine millionenschwere Finanzspritze für die Trumps und deren Politik? Im Gespräch konfrontierte Journalist Andrew Ross Sorkin Bezos mit diesen Behauptungen.
Der Amazon-Gründer: „Diese Sache mit Melania ist eine Falschbehauptung, die einfach nicht verschwindet.“ Amazon sei ein großes Unternehmen, dass viele Entscheidungen treffe. „Aber die Vorstellung, dass das ein Weg sei, Einfluss zu kaufen, stimmt einfach nicht. Das ist schlicht falsch.“ Bezos betonte, dass er weder bei Amazon noch bei der US-Traditionszeitung Washington Post, die er 2013 erwarb, in das Alltagsgeschäft eingreife, um politische Inhalte zu steuern oder zu beeinflussen.
Die entsprechenden Auszüge aus dem CNBC-Interview könnt ihr euch hier anschauen. Zu den „Melania“-Vorwürfen äußert sich Bezos nach 30 Sekunden:
„Melania“ hat auch dem früheren Erfolgsregisseur Ratner kein Glück gebracht. Schon länger steht der Filmemacher aufgrund seiner Nähe zu Trump in der Kritik. Kürzlich sickerte außerdem durch, dass der Dreh des lang ersehnten vierten Teils seiner legendären Buddy-Action-Reihe verschoben wurde:
"Rush Hour 4"-Dreh verschoben – scheitert das Sequel jetzt an Jackie Chan, Chris Tucker und dem Iran-Krieg?Unsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.