Mit „Terminator 2“ schuf Meister-Regisseur James Cameron („Avatar“) einen stilprägenden Sci-Fi-Actionfilm, der das moderne Blockbuster-Kino stark beeinflusst hat. Was den größten Box-Office-Hit des Jahres 1991 so außergewöhnlich macht? Bahnbrechende CGI-Effekte, die atemlose Action und die nuanciert gezeichnete Titelfigur, mit der Cameron alle Zuschauererwartungen geschickt unterlief.
Der T-800 (Arnold Schwarzenegger) war in der Fortsetzung plötzlich keine seelenlose Tötungsmaschine mehr. Stattdessen entwickelte sich der einst brutale Antagonist in einen loyalen Beschützer, der sogar menschliche Züge annimmt. Diese legendäre charakterliche Wandlung wäre ohne den Schauspieler und Drehbuchautor William Wisher Jr., der entscheidend am „Terminator 2“-Skript mitwirkte, nicht möglich gewesen. Wie das Branchenmagazin The Wrap unter Berufung auf seinen Bruder John berichtet, ist der Kalifornier am 14. Juli in seinem Zuhause verstorben. Er wurde 71 Jahre alt.
Mit James Cameron prägte Wisher das moderne Blockbuster-Kino
„Für William hatten Geschichten die Kraft, Menschen aller Generationen miteinander zu verbinden“, ließ Wishers Familie in einer Erklärung verlauten. „Während die Welt die unvergesslichen Filme, an denen er mitgewirkt hat, feiert, werden wir ihn wegen […] seines Humors, seiner Fantasie und der Liebe, die er seiner Familie und seinen Freunden entgegengebracht hat, in Erinnerung behalten.“
Eine zentrale Rolle in Wishers beruflichem Leben spielte James Cameron, mit dem er seit der Jugend befreundet war. Beide teilten eine große Liebe zu Kino, Filmkunst, Sci-Fi und fantastischen Geschichten. Ihre kreative Zusammenarbeit begann Ende der 70er-Jahre.
Schon beim ersten Kurzfilm von Cameron, „Xenogenesis“ (1978), war Wisher als Schauspieler beteiligt. Anfang der 80er-Jahre entwickelten die beiden erste Drehbuchentwürfe zu einem Film, der 1984 schließlich als „Terminator“ zu einem Welterfolg werden sollte. Wisher hatte zu dem popkulturellen Meilenstein entscheidende Dialoge beigesteuert und frühe Sequenzen mit der weiblichen Hauptfigur Sarah Connor entworfen.
Ende der 80er-Jahre holte Cameron ihn erneut an Bord, um eine Fortsetzung zu „Terminator“ zu entwickeln. Eine gute Entscheidung: Das Kreativduo konnte den Erfolg des ersten Teils mit „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ nochmals toppen. Schwarzeneggers Transformation vom bösen zum guten humanoiden Roboter, der den jungen John Connor wie einen Sohn beschützt, geht zu weiten Teilen auf Wishers Konzepte und Ideen zur Figurendynamik zurück. In beiden „Terminator“-Filmen hatte er außerdem kurze Cameo-Auftritte.
Im Anschluss arbeitete er an Drehbüchern zu weiteren (mehr oder weniger erfolgreichen) Filmen. Darunter der Sci-Fi-Kult „Judge Dredd“ (1995), der Action-Kracher „Eraser“ (1996) mit Arnold Schwarzenegger und das Abenteuer „Der 13te Krieger“ drei Jahre später. 2007 war Wisher einer der ausführenden Produzenten des Action-Sequels „Stirb langsam 4.0“ mit Bruce Willis.
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"Ich war high auf Ecstasy": James Cameron enthüllt, wie "Terminator 2" entstanden ist