Es gibt Filme, die man einfach nur anschaut. Und dann gibt es Filme, die einen vom Sofa hochholen, mit guter Laune erfüllen und am liebsten die Luftgitarre auspacken lassen. Richard Linklaters „School of Rock“ gehört definitiv zur zweiten Kategorie und wurde sogar von Quentin Tarantino als „wirklich runde, fröhliche Angelegenheit” bezeichnet und auf den 14. Platz der besten Filme des 21. Jahrhunderts gewählt.
Schon in seinen Vorgängern „Dazed and Confused“ und „Slacker“ hatte Richard Linklater auf Müßiggänger und Außenseiter ebenso gesetzt wie auf Musik. „School of Rock“ kommt damit beinahe wie die unvermeidbare Fortsetzung seines Werks daher. Die Rolle des Dewey Finn als schwitzender und gescheiterter Rock-Musiker auf der Suche nach seiner großen Chance war Jack Blacks Durchbruch – und ihm dabei zuzusehen, wie er über Bühnen wackelt und in Rock’n’Roll-Manier Gesichtsakrobatik macht, ist auch heute noch ein Riesenspaß.
„School of Rock“ läuft heute um 20.15 Uhr auf RTL ZWEI. Werbefrei bekommt ihr ihn im FILMLEGENDEN-Channel auf Amazon Prime Video. Dieser ist für sieben Tage kostenfrei – nach dem Probezeitraum zahlt ihr 3,99 Euro im Monat.
Rock statt Mathe, Schlagzeug statt Pauken
Es läuft nicht rund bei Dewey Finn (Jack Black): Das Publikum geht bei seinen Auftritten nicht richtig mit, er verdient zu wenig, pennt bei seinem Kumpel Ned Schneebly (Mike White) auf der Couch und dann fliegt er auch noch aus der Band. Um an Geld zu kommen, gibt er sich kurzerhand als Ned aus und übernimmt seinen Job als Vertretungslehrer – natürlich ohne jegliche pädagogische Kompetenz.
Doch daran soll es nicht scheitern. Denn wie sich herausstellt, sind seine Schüler*innen musikalisch ziemlich begabt, und so formt er aus ihnen eine Rockband, die ihn beim Band-Wettbewerb zum lang ersehnten Erfolg führen soll.
Chaos, Chorus, Kult
Dabei geht es in „School of Rock“ dann auch um weit mehr als „nur“ um Musik – wobei sicherlich jede*r Rocker*in schnell einwerfen würde, dass Rock ohnehin weit mehr als Musik ist. Dewey Finn predigt Rockgeschichte wie eine Religion, als Hausaufgaben gibt es Gitarrensoli und Vocals zu studieren. Und ganz nebenbei lernen die Kids Zusammenhalt, über ihre Schatten zu springen, füreinander und für sich einzustehen – wie auch Finn selbst, und wen stört es da schon, dass seine am Lehrertisch geteilten Weisheiten aus Rocksongs stammen.
Wohl kaum jemand hätte hier besser gepasst als Jack Black, der mit seiner One-Man-Show den gesamten Film trägt. „School of Rock“ ist wie sein Protagonist: Laut, überdreht, kindisch und drüber, aber mit einer großen Portion Herz.
Damit überzeugt er am Ende auch, selbst wenn dieses natürlich ein vorhersehbares ist. Nichtsdestotrotz gelingt es „School of Rock“, den Geist des Rock’n’Roll, ein Gefühl von Gemeinschaft, das eben durch die Musik entsteht, sichtbar zu machen: Ein Haufen Außenseiter, die zusammen Musik machen, egal wie jung, egal wie alt. Egal wie dick oder dünn: Rock’n’Roll.
Welcher Kinohit von 2025 mit Jack Black nun eine Fortsetzung bekommt, könnt ihr hier nachlesen:
Über 3,4 Millionen Zuschauer in Deutschland: Einer der größten Kinohits 2025 bekommt Sequel – jetzt haben die Dreharbeiten begonnenUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.