ER sollte ursprünglich Indiana Jones spielen: Steven Spielberg über das vielleicht legendärste Beinahe-Casting der Filmgeschichte
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Einen anderen Schauspieler als Harrison Ford in der Rolle des Indiana Jones zu sehen, ist für viele undenkbar. Doch genau dazu wäre es fast gekommen. So erinnert sich Steven Spielberg an die Geschehnisse von damals zurück…

Brennen sich Filme ins kollektive Gedächtnis, kommt es nicht selten zu einer unweigerlichen Verschmelzung von Stars und ihren Figuren. Sich Will Smith anstelle von Keanu Reeves als Neo in „Matrix“ vorzustellen, ist dabei heute wohl genauso schwer wie Eric Stoltz in „Zurück in die Zukunft“ - und das obwohl der sogar vor der Kamera stand und erst nach Beginn der Dreharbeiten durch Michael J. Fox ersetzt wurde. Eines der berühmtesten Castings, zu dem es letztlich aber doch nie kam, ist wohl Tom Selleck als Indiana Jones.

Der „Blue Bloods“-Star hatte nicht nur gute Chancen auf den Part, sondern die Rolle sogar schon im Sack. Regisseur Steven Spielberg und Produzent George Lucas erteilten dem Kultmimen bereits eine Zusage für „Jäger des verlorenen Schatzes“. Doch obwohl der Schauspieler das Drehbuch mochte, musste Selleck den beiden Traumfabrik-Giganten eine Absage erteilen – die sich am Ende als glückliche Fügung für so ziemlich alle (Nicht-)Beteiligten herausstellte.

Gut, wir werden natürlich nie wissen, ob die Filme mit jener geplanten Besetzung vielleicht sogar noch legendärer gewesen wären (wobei das nur schwer vorstellbar ist). Zurückblickend können sich Fans von Film und Fernsehen allerdings nur glücklich schätzen, dass es doch anders kam.

Steven Spielberg: "Wir wollten Tom"

Im Gespräch mit den beiden Hosts des Podcasts IMO with Michelle Obama and Craig Robinson sprach Spielberg nun einmal mehr über dieses kleine, aber durchaus bedeutende Stück Hollywood-Geschichte.

„Wir wollten Tom. Wir gaben Tom den Part. Doch was wir nicht wussten: Er hatte diesen außergewöhnlichen Vertrag mit dem Sender CBS für ‚Magnum‘... und als sie hörten, dass wir Tom wollten, gingen sie direkt mit ‚Magnum‘ in Produktion, sodass Toms Mitwirken an ‚Indiana Jones‘ verhindert wurde“, so Spielberg. Restzweifel habe es dennoch gegeben, so der „Jurassic Park“-Macher, der Selleck für die Rolle nämlich seines Markenzeichen berauben wollte: „Ich hätte ihm seinen Schnurrbart nicht gelassen.“

Neubesetzung dank "Star Wars"

Am Ende sollte alles anders kommen und Harrison Ford in die Rolle des weltberühmten Abenteurers schlüpfen. Wobei die letztliche Schauspielerwahl eher zufällig fiel: Spielberg sei von seinem Kumpel George Lucas zu einem Screening von dessen ein Jahr vor dem ersten Indy-Abenteuer in den Kinos gestarteten „Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück“ eingeladen worden, der ihn völlig begeistert habe. „Ich nahm George zur Seite und fragte ihn: ‚George, was hältst du davon, wenn der Schauspieler, der Han Solo spielt, Indiana Jones spielen würde?'‘“, weiß Spielberg noch genau. Der Rest ist Geschichte.

Steven Spielberg kehrt mit „Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit“ (Kinostart: 10. Juni 2026) übrigens in wenigen Tagen ins Science-Fiction-Fach zurück – und die ersten Pressestimmen versprechen bereits Großes:

"Sein bester Film seit 20 Jahren": Die ersten Stimmen zu Steven Spielbergs neuem Alien-Thriller versprechen DAS Sci-Fi-Highlight 2026

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