35 Jahre nach dem immens erfolgreichen und beliebten Disney-Zeichentrickfilm „101 Dalmatiner“ nahm die Geschichte eines Dalmatinerpaares, seiner Kinder und einer Pelze liebenden Schurkin neue Gestalt an: Die Disney-Studios adaptierten 1996 Dodie Smiths Kinderbuch einmal mehr, nun mit einer Besetzung in Fleisch und Blut!
Und das war ein tierischer Erfolg: Bei einem Budget von geschätzt 67 Millionen Dollar kamen allein an den Kinokassen Einnahmen von über 320 Millionen Dollar zusammen! Über die Qualität der slapsticklastigen Komödie können Disney-Fans fürstlich zanken, unbestritten ist jedoch, dass die achtfach für den Oscar nominierte Glenn Close grandios in der Rolle der ruchlosen Exzentrikerin Cruella de Vil ist.
Falls ihr den Film, der lange vor dem Boom an Disney-Realneuverfilmungen seine Duftmarke hinterlassen habt, (mal wieder) sehen möchtet: „101 Dalmatiner“ läuft heute, am 4. Juni 2026, ab 20.15 Uhr im Disney Channel. Außerdem ist er via Disney+ abrufbar:
Auf dem Disney-Streamingdienst findet ihr übrigens noch mehr Dalmatiner-Unterhaltung*, darunter „102 Dalmatiner“, die erneut mit Glenn Close auftrumpfende Fortsetzung des Komödien-Blockbusters von 1996.
Darum geht es in "101 Dalmatiner"
Als sich Modedesignerin Anita (Joely Richardson) und Computerspielautor Roger (Jeff Daniels) eines Tages treffen, verlieben sie sich schnell ineinander – genauso wie ihre Dalmatiner Perdi und Pongo. Rasch folgen die Hochzeit und bei Mensch und Tier auch Nachwuchs. Doch Anitas Boss Cruella De Vil (Glenn Close) will die Welpen kaufen, um einen Pelzmantel aus ihnen zu machen.
Da sich die Hundefreundin darauf nicht einlässt, heuert die Modediva die Kleingauner Jasper (Hugh Laurie) und Horace (Mark Williams) an, um diese und weitere Dalmatinerwelpen zu entführen. Während die Menschen daraufhin hilf- und ratlos sind, tun sich Pongo und Perdi mit weiteren Tieren für eine Rettungsaktion zusammen...
Von "Kevin – Allein zu Haus" ab ins Tierreich
Produzent und Autor dieser „101 Dalmatiner“-Version ist John Hughes, der Regisseur von „Breakfast Club“ und „Ferris macht blau“ sowie der Autor hinter „Kevin – Allein zu Haus“. Mit einer Vielzahl an übertriebenen Szenen, in denen Jasper und Horace schmerzhafte Unfälle durchmachen, orientiert sich der Disney-Tierspaß auch ziemlich stark an den Sequenzen rund um die Einbrecher aus „Kevin – Allein zu Haus“.
Die Regie übernahm Stephen Herek, der zuvor für Disney bereits die Sportkomödie „Mighty Ducks“ und den Abenteuerfilm „Die drei Musketiere“ inszenierte, und der mit noch mehr Hunden zu tun hatte, als der Filmtitel suggeriert: Beim Dreh kamen 230 Dalmatinerwelpen und 20 erwachsene Dalmatiner zum Einsatz, um die Titelfiguren darzustellen!
Da diese „101 Dalmatiner“-Variante im Gegensatz zum Disney-Zeichentrickklassiker auf sprechende Tiere verzichtet, ähneln sich Hereks Realfilm und seine Inspirationsquelle zwar dramaturgisch über weite Strecken, gehen aber zwangsläufig zugleich individuelle komödiantische Wege: Weniger Wortspiele und charaktervolle Dialoge, mehr amüsiertes Staunen über die gut trainierten Filmtiere und Schmunzeln über niedliche Anblicke – wenn halt nicht die Menschen mit ihrer Exzentrik hereinbrechen.
Während die besagten Passagen im „Kevin – Allein zu Haus“-Stil oft arg bemüht daherkommen, ist Glenn Close als manisch lachende, sich in ihrer Abartigkeit suhlende Cruella de Vil fast schon verboten gut: Sie gibt mit ihrer Energie diesem Realfilm-Remake eine Daseinsberechtigung, die vielen anderen Filmen dieser Gattung mangelt. Vielleicht sorgen ja Dwayne Johnsons Muskeln dafür, dass ein bald kommendes Disney-Remake ebenfalls in Erinnerung bleibt:
Fast 20 (!) Kilo Zusatzgewicht: Dwayne Johnson über seine Verwandlung für Disneys "Vaiana"-RemakeUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
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