Der 2023 in die Kinos gekommene „BlackBerry - Klick einer Generation“ erzählt die turbulente Geschichte der drei Kanadier, die in den 1990ern den BlackBerry, einen Vorläufer unseres modernen Smartphones, auf den Markt brachten. Damit revolutionierten sie die Art und Weise, wie mittlerweile fast die komplette Menschheit kommuniziert.
„BlackBerry - Klick einer Generation“ feiert am heutigen 10. Juni 2026 um 20.15 Uhr auf arte seine deutsche Free-TV-Premiere. Eine Wiederholung folgt am 1. Juli um 14.00 Uhr. Zudem steht der Film als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders zur Verfügung. Alternativ könnt ihr den FSK-12-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei MagentaTV streamen. Wer bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auch auf ein Video-on-Demand ausweichen:
Schneller Aufstieg, krasser Fall
Ihr hattet Spaß am Börsenmakler-Wahnsinn „The Wolf Of Wall Street“, habt bei „Air“ mitgefiebert, als Matt Damon und Ben Affleck den wohl populärsten Sportschuh der Geschichte an den Start brachten und konntet nicht genug von Taron Egerton als Computerspiel-Entwickler in „Tetris“ bekommen? Dann solltet ihr unbedingt „BlackBerry - Klick einer Generation“ schauen. Die Story über den phänomenalen Aufstieg und katastrophalen Crash der Firma Research In Motion (kurz: RIM) mag unglaublich erscheinen, ist aber wahr. Und höchst amüsant ist sie dank des grandiosen Casts obendrein.
„Es ist schon erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht. Heute einen Film über die Entwicklung des ersten Smartphones zu schauen, ist vom zeitlichen Abstand her dasselbe, als hätte man sich in den Neunzigern einen Film über die Mondlandung angesehen.“ Mit diesen Sätzen beginnt unsere FILMSTARTS-Kritik zu „BlackBerry - Klick einer Generation“. Am Ende gibt es gute 3,5 von 5 möglichen Sternen für den Retro-Biopic-Spaß und die Feststellung, dass wohl kaum ein anderes Kinowerk so tief und so spezifisch in die Popkultur der 1990er eintauchte wie dieses.
Wer die damalige Zeit selbst miterlebt hatte, wird sich innerhalb von Minuten in seine/ihre Jugend zurückversetzt fühlen. Alle Nachgewachsenen bekommen hier einen extrem authentischen Blick auf die Welt, wie sie damals für viele von uns wirklich war. Dabei ist „BlackBerry“ trotz einer für das Biopic-Sujet fast schon klassisch anmutenden Erzählstruktur immens unterhaltsam, vor allem witzig, doch auch spannend und gelegentlich haarsträubend.
„Operation Avalanche“-Macher Matt Johnson präsentiert uns hier eine Underdog-Story, wie sie im Buche steht. Und doch macht er seine Hauptfiguren – zwei naive Technik-Nerds und einen zynischen Yuppie – nicht zu Helden oder gar Opfern. Stattdessen zeigt er sie mit all ihrem Genie, aber auch ihren massiven Charakterdefiziten, die schließlich zum Untergang ihres Unternehmens führten, das zu seinen Hochzeiten knapp 20 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr machte.
Wer sich nach Genuss des Streifens noch detaillierter über die Geschichte informieren möchte, kann zu dem Sachbuch-Bestseller greifen, auf dem Johnsons Skript lose basiert: „Losing The Signal: The Untold Story Behind The Extraordinary Rise And Spectacular Fall Of Blackberry“ von den Wirtschaftsjournalist*innen Jacquie McNish und Sean Silcoff:
Das ist die Story von "BlackBerry"
1996 in der kanadischen Provinzstadt Waterloo: Die ebenso cleveren wie eigenwilligen Tüftler Mike Lazaridis (Jay Baruchel aus „Million Dollar Baby“) und Doug Fregin (Matt Johnson) haben den Prototypen eines Mobiltelefons entwickelt, mit dem man nicht länger nur Textnachrichten verschicken, sondern sich auch ins Internet einwählen kann. Allerdings werden die beiden Nerds als Chefs ihres Tech-Start-ups Research In Motion in der Businesswelt einfach nicht ernst genommen. Deshalb holt Lazaridis den eiskalten Geschäftsmann Jim Balsillie (Glenn Howerton, „It's Always Sunny In Philadelphia“) als dritten CEO an Bord.
Mit Balsillies Hilfe überzeugen die Erfinder bald die ganz großen Player am Markt von ihrer visionären Idee eines ersten Smartphones. Nur wenige Jahre später ist Blackberry eines der profitabelsten Unternehmen unseres Erdballs. Anhand ihres neugewonnenen, nahezu unermesslichen Reichtums wächst aber auch die Arroganz der früheren Underdogs. So bezeichnet Lazaridis das vom Konkurrenten Apple Inc. angekündigte iPhone als billigen Schrott, der sich niemals durchsetzen wird. Und so beginnt der Abstieg ihrer Firma…
Einen ganz anderen, jetzt neu im Netflix-Programm zu findenden Film stellen wir euch im folgenden Artikel näher vor:
Neu auf Netflix: Ein Action-Kracher mit dreifachem Oscar-Gewinner - vom "96 Hours"-RegisseurUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
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