TV-Tipp: Dieser wunderschöne Klassiker mit Tom Hanks ist pure Nostalgie!
Monta Alaine
Monta Alaine
Bereits jung von ihrem Vater an Klassiker wie "Taxi Driver" und "Clockwerk Orange" herangeführt stand fest: Film sollte es sein. Nach diversen Stops in der Branche gilt ihre Liebe auch heute noch Hollywood-Kino à la Nolan und raffinierten Arthouse-Filmen.

Was passiert, wenn man über Nacht plötzlich erwachsen wird? Genau das zeigt die Fantasy-Komödie „Big“ auf äußerst charmante Art und Weise. Heute Abend mal wieder im TV.

Big“ war der Film, der Tom Hanks erst so richtig big machte: Zwar war er durch Komödien wie „Splash“ oder „Bachelor Party“ einem breiten Publikum durchaus bereits bekannt, aber „Big“ brachte ihm seine erste Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller ein und hob ihn in die Liga der ganz Großen, wodurch er später erst zu Rollen wie „Philadelphia“ oder „Forrest Gump“ kam.

Penny Marshalls „Big“ ist ein Film, der bis heute nur wenig von seinem Zauber eingebüßt hat und den man sich immer noch ganz wunderbar anschauen kann – sowohl mit der ganzen Familie als auch alleine mit einer süßen Portion Wehmut im Herzen. Die charmante Fantasy-Komödie läuft heute Abend um 22.15 Uhr beim Disney Channel. Wer sie lieber zu einer familienfreundlicheren Zeit sehen möchte, kann dies im Streaming-Abo von Disney+ tun.

"Big": Erwachsen über Nacht

Der dreizehnjährige Josh (David Moscow) hat es satt, ewig der Kleine zu sein und hat nur einen Wunsch: Erwachsen werden. Als er diesen Wunsch auf dem Jahrmarkt an einem mysteriösen Zoltar-Wunschautomaten äußert, passiert das Unglaubliche: Josh (nun gespielt von Tom Hanks) erwacht als sein 30-jähriges Big-Me und muss sich fortan in der Welt der Erwachsenen zurechtfinden.

Und das gelingt ihm erstaunlich gut: Er findet einen Job bei einem Spielzeughersteller in New York City, wird dort schnell zum Tester mit eigenem Büro befördert, zieht in eine Wohnung, von der die meisten nur träumen können, und erlebt dabei noch ganz nebenbei seine erste große Liebesgeschichte...

Big
Big
Starttermin 3. Juni 1988 | 2 Std. 03 Min.
Von Penny Marshall
Mit Tom Hanks, Elizabeth Perkins, Robert Loggia
User-Wertung
3,4
Filmstarts
3,5
Auf Disney+ streamen

Natürlich funktioniert „Big“ nur, wenn man bereit ist, die Logik beim Einschalten abzuschalten – was wohl Voraussetzung für die meisten Fantasy- bzw. Body-Switch-Filme ist („Freaky Friday“ etc. lassen grüßen). Dass ein Dreizehnjähriger plötzlich einen Job bekommt, erfolgreich Karriere macht und auch noch eine Frau für sich gewinnt, ergibt streng genommen genauso viel Sinn wie ein Wunschautomat auf einem Jahrmarkt.

Aber – und dies ist ein Aber in Großbuchstaben – es funktioniert auch beinahe 40 Jahre später noch. Und Grund hierfür ist vor allem Tom Hanks. Er transportiert das Kind im Manne mit einer so großen Glaubwürdigkeit, dass man gar nicht anders kann, als einfach mitzugehen. Man sieht den Teenie in seinem Blick, in seiner oftmals unsicher-geduckten Körperhaltung, in der Art, zu essen und im Unverständnis, was von seinem Erwachsenen-Ich erwartet wird.

Immer mehr in der Erwachsenenwelt angekommen, zwischen Schreibtisch, Deadlines und Freundin, verliert Josh sich beinahe darin. Und so ist „Big“ ein Plädoyer dafür, sich die Kindheit zu bewahren, auch im Erwachsenenalter nicht verbissen zu werden und das Staunen und die Albernheit nicht zu verlieren. Die Szene, in der Josh mit seinem Boss MacMillan (Robert Loggia) auf dem Boden-Klavier herumhüpft, ist ein Sinnbild genau dafür und nicht umsonst längst Kult.

„Big“ ist einer der wenigen Filme, denen es gelingt, eine Zeitreise in die 80er zu bescheren mit seinen so typischen Interieurs, Schulterpolstern und Spielautomaten – und dabei gleichzeitig doch für immer zeitlos zu bleiben, als kleiner Trip in die Kindheit eines jeden Zuschauers. Wodurch „Big“ weniger eine Geschichte ist als ein Gefühl.

Woran Tom Hanks als nächstes arbeitet, könnt ihr hier nachlesen:

Neuer Film von Tom Hanks bekommt Verstärkung durch "Harry Potter"-Star – halb Hollywood riss sich um das Projekt!

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