In 3 Tagen kommt der vielleicht beste Film 2026 endlich in die deutschen Kinos: Der Trailer stimmt euch auf "pure Überwältigung" ein
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Kino aus aller Welt ist wie reisen, ohne vom Sofa aufzustehen. Fremde Kulturen und neue Sichtweisen – davon kann man nie genug haben.

Wir konnten „Resurrection“ bereits bei der gefeierten Weltpremiere im Mai 2025 in Cannes erleben. Über ein Jahr später kommt das Grenzen sprengende Kino-Epos endlich auch auf die deutschen Leinwände. Hier ist der Trailer:

„Was der erst 35-jährige Chinese hier wagt, ist ein stilistisch aus allen Ecken der Filmgeschichte schöpfendes Wunderwerk, das Grenzen sprengt und Film wieder zum Spektakel macht, das unbedingt in einem möglichst großen Kinosaal gesehen werden muss“, heißt es im Fazit der im Anschluss an die Weltpremiere beim Cannes Filmfestival erschienenen FILMSTARTS-Kritik zu „Resurrection“ von Regisseur Bi Gan. Unser Autor Michael Meyns hat dafür die vollen fünf Sterne ausgepackt. Mehr als ein Jahr später könnt ihr dieser Empfehlung nun endlich nachkommen – und euch selbst ein Bild machen.

Resurrection“ kommt am 25. Juni deutschlandweit in die Filmtheater – um sein Publikum an die unbändige Macht des Kinos zu erinnern. Ein Film, der sich allen konventionellen Maßstäben entzieht und sich in zweieinhalb Stunden vor der Kinogeschichte verneigt, vom 4:3-Stummfilm bis zur spektakulären One-Shot-Sequenz. So rauscht er absolut überbordend über einen hinweg.

„Nach einmaligem Sehen schon völlig zu durchschauen, worum es in den einzelnen Episoden genau geht, erscheint kaum möglich“, heißt es über den zuweilen surrealen Fiebertraum unter anderem in unserer Kritik. Doch während sich mehrmaliges Schauen später im Streaming/Heimkino lohnen wird, wollen wir an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen: „Resurrection“ ist Kinokunst in Reinkultur – weswegen ihr dieses Epos für die Geschichtsbücher auch auf der größten Leinwand erleben solltet, die ihr finden könnt!

Das erwartet euch in "Resurrection"

„Resurrection“ spielt in einer Zukunft, in der die Menschheit endlich erreicht hat, wonach sie schon immer strebte: Unsterblichkeit. Der Schlüssel: Wer nicht träumt, altert nicht. Die sogenannten Fantasmer halten davon allerdings nicht viel und bevorzugen es, sich in die fantastischen Welten ihrer Träume zu flüchten und die Endlichkeit ihres Lebens in Kauf zu nehmen – solange sie nur die wertvolle Zeit, die ihnen bleibt, nutzen.

Durch ihre Aktivität zwischen Traum und Wirklichkeit bringen sie aber nicht nur zunehmend die beiden Ebenen durcheinander, sie stören außerdem auch den Fluss der Zeit. Aus diesem Grund wurde eine Spezialeinheit ins Leben gerufen, die Jagd auf die rücksichtslosen Träumer eröffnet. Doch die Fantasmer können sich in jedem noch so hintersten Eck der (Kino-)Geschichte verstecken …

Resurrection
Resurrection
Von Bi Gan
Mit Jackson Yee, Shu Qi, Mark Chao
Starttermin 25. Juni 2026
User-Wertung
3,2
Filmstarts
5,0

Ähnlich wie schon in seinem berauschenden Drama „Long Day's Journey Into Night“, das sich vor allem mit einer 60 (!) Minuten langen 3D-Szene ohne Schnitt ins Gedächtnis brennt, ist es auch in „Resurrection“ eine Plansequenz, über die man noch lange sprechen wird – und die für FILMSTARTS-Autor Michael Meyns bereits „die spektakulärste Kinosequenz des Jahres“ ist. Den Film darauf zu reduzieren, würde ihm jedoch nicht gerecht.

Denn „Resurrection“ lotet von Anfang bis Ende immer wieder die vermeintlichen Grenzen des Mediums aus und etabliert das Kino in Zeiten fragmentierter TikTok-Aufmerksamkeit als Überwältigungsmaschine, wie es nur noch wenige Filme (und Filmemacher) schaffen. Da kann sich jeder Cineast nur glücklich schätzen, dass der inzwischen (immer noch sehr junge) 37 Jahre alte Bi Gan noch viele Jahre vor sich haben dürfte, um sich auf der Spielwiese des Kinos auszutoben – und uns daran zu erinnern, dass dem Geschichtenerzählen keine Grenzen gesetzt sind.

Grenzen anderer Natur sprengte indes einst ein freizügiger Kultfilm, der vor wenigen Tagen seine ungekürzte deutsche Kinopremiere feierte – und zwar mit mehreren Jahrzehnten Verspätung! Mehr dazu erfahrt ihr hier:

Er wurde einst sogar verboten: Skandalträchtiger FSK-18-Film ab heute komplett ungekürzt im Kino

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