Steven Spielberg hat endlich mal wieder einen Science-Fiction-Film gedreht – und damit (natürlich) einmal mehr ins Schwarze getroffen. „Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit“ ist „bewegendes, spektakuläres und ausdrück persönliches Blockbuster-Kino“, für das es in der FILMSTARTS-Kritik starke 4 von 5 möglichen Sternen gibt. Seit dem 10. Juni könnt ihr euch von dem Außerirdischen-Thriller mit Emily Blunt, Josh O'Connor und Colin Firth auch schon selbst überzeugen, am heutigen 11. Juni folgen nun die restlichen Neustarts der Woche …
… wobei wir vor allem auf einen Film gespannt blicken: „Im Reich der Sinne“ kommt anlässlich seines 50. Jubiläums deutschlandweit in die Kinos – in voller Länge, mit 18er-Freigabe sowie erstmals in 4K. Damit kehrt ein berüchtigter Skandalfilm zurück auf die hiesigen Leinwände, der seinerzeit auch die Berlinale in ihren Grundfesten erschütterte.
"Im Reich der Sinne": Mehr als "der größte Porno aller Zeiten"
Regisseur Nagisa Oshima („Im Reich der Leidenschaft“) drehte den Erotikfilm einst in seiner japanischen Heimat, wo ihn strenge Zensurgesetze jedoch daran hinderten, ihn dort auch fertigzustellen. Um am Schnitt arbeiten zu können, ging er mitsamt seines Materials schließlich nach Frankreich. Nach der Fertigstellung erwarteten ihn allerdings schon die nächsten Hürden:
In Japan wurde „Im Reich der Sinne“ so etwa nur in einer stark entschärften Version veröffentlicht, in den USA wurde ein Verbot ausgesprochen – und auch in Deutschland kam es zum Eklat. Von der B.Z. als „größter Porno aller Zeiten“ angekündigt, landete das leidenschaftliche Sexdrama schließlich im Programm der Berlinale 1976. Direkt im Anschluss an die Aufführung beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft die ungeschnittene Fassung allerdings. Erst 1978 kam es im Zuge einer regulären Veröffentlichung doch noch zur Freigabe.
Rapid Eye Movies lässt den Film 50 Jahre später in neuem Glanz erstrahlen – und bringt ihn auf die große Bühne zurück, wo er auch heute noch konfrontieren, verstören und einem Schlag in die Magengrube gleichkommen dürfte. Denn auch wenn sich die Sehgewohnheiten in all den Jahren schön geändert haben: Eine derart schonungslose Inszenierung einer wahren Geschichte dürfte wohl niemanden kaltlassen.
Im Zentrum des Films stehen Kichizō (Tatsuya Fuji) und Sada Abe (Eiko Matsuda), die in einer leidenschaftlichen Beziehung jegliche Kontrolle verlieren. Er ist Betreiber eines Geisha-Hauses, sie bietet als Prostituierte ihre Dienste in dem Etablissement an. Als das Feuer zwischen den beiden entbrennt, beginnt jedoch ein lustvolles Spiel, das mehr und mehr zur gefährlichen Obsession verkommt…
Diese Filme starten außerdem am 11. Juni im Kino
Im Animationsfilm „Zombies im Zoo - Verrückt nach Mitternacht“ (3,5 Sterne in der FILMSTARTS-Kritik) bekommen es Vierbeiner mit einem merkwürdigen Virus zu tun, der seine Opfer in schleimige Monster verwandelt. In „Dolly“ (3 Sterne) dürfen sich Fans von Schockern à la „Texas Chainsaw Massacre“ auf ein durchaus saftiges Terrorfest freuen. Und wer noch mehr Lust auf Sex hat, bekommt mit „Truly Naked“ eine Coming-of-Age-Geschichte in der Pornowelt präsentiert – die ebenfalls auf der Berlinale ihre Premiere feierte. „Wohlfühlkino mit Schockappeal“, für das es in der FILMSTARTS-Kritik gute 3,5 Sterne gab.
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