Bizarre Regierungsexperimente, übernatürliche Vorkommnisse und ein geheimnisvolles kleines Mädchen mit telekinetischen Fähigkeiten: Die Rede ist natürlich vom Netflix-Serien-Megahit „Stranger Things“. Der von den Zwillingsbrüdern Matt und Ross Duffer erdachte Mix aus Sci-Fi, Mystery-Horror und Coming-of-Age entwickelte sich seit 2016 zu einem der meistgesehenen Formate beim Streaming-Riesen. Der Erfolg der finalen Staffel bewies vergangenes Jahr die ungebrochene Beliebtheit.
Verantwortlich für die konstant hohen Abrufzahlen? Der hohe 80er-Nostalgie-Faktor, die visuelle Brillanz (jeder Folge), Charaktere mit hohem Identifikationspotential und stark aufspielende Schauspieler*innen, die ihren Rollen glaubhaft Leben einhauchen. Besonders Winona Ryder, eine der wichtigsten Darstellerinnen von Staffel 1 an, erhielt für ihre Darbietung wiederholt herausragende Kritiken.
In der Serie spielt sie die alleinerziehende Joyce Byers, die Mutter von Will und Jonathan (zwei der jugendlichen Hauptcharaktere). Ryder wurde als entschlossene, mutige Einzelkämpferin Joyce, die sich bedingungslos für ihre Liebsten einsetzt, schnell zum Fanliebling. Ihre Mitwirkung an dem Netflix-Hit knüpfte sie beim Start vor zehn Jahren allerdings an eine entscheidende Bedingung.
"Beetlejuice 2" vs. "Stranger Things"?
Berühmtheit erlangte Ryder durch ihre Kollaboration mit Tim Burton, dem Meister düsterer Gothic-Märchen („Sleepy Hollow“). 1988 besetzte er sie als rebellische Jugendliche Lydia Deetz in seiner legendären Horror-Komödie „Beetlejuice“ – es war der große Durchbruch für die damals 16-Jährige. Bis heute drehte sie mit Burton vier Filme, zuletzt „Beetlejuice Beetlejuice“. Und diese (von Fans viele Jahre herbeigesehnte) Fortsetzung war es auch, die eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen über eine Mitwirkung Ryders an „Stranger Things“ spielte.
Als die Duffer-Brüder der Schauspielerin 2015 die Rolle der Joyce Byers anboten, waren die Überlegungen zu einem Sequel des Kultfilms von 1988 bereits vorangeschritten. „Damals sprachen Tim [Burton] und ich über die ‚Beetlejuice‘-Fortsetzung. In den 15 Jahren zuvor dachten wir immer wieder, wir wären soweit. Aber dafür musste alles perfekt passen, mit allen Beteiligten von einst“, erinnerte sich die heute 54-Jährige an jene Zeit (via Far Out Magazine).
Die Pläne zu „Beetlejuice 2“ konkretisierten sich also zunehmend und parallel dazu erhielt Ryder die verlockende „Stranger Things“-Offerte. Eine Zwickmühle mit zwei sich möglicherweise in die Quere kommenden Projekten? Nicht für Ryder, die ihren Standpunkt von Beginn an verdeutlichte: „Bei meinem ersten Treffen mit den Duffer-Brüdern sagte ich: ‚Solange ihr mich gehen lasst, wenn ‚Beetlejuice 2‘ grünes Licht erhält, bin ich dabei.‘ Das war meine einzige Bedingung. Sie stimmten zu. Zum Glück hat es geklappt.“
„Beetlejuice Beetlejuice“ kam 36 Jahre nach dem Original schließlich Ende 2024 in die Kinos. Der Film entwickelte sich mit einem Einspielergebnis von über 450 Millionen Dollar zu einem der größten Hits in den Karrieren von Burton und Ryder.
Wenn ihr dagegen wissen wollt, warum Ryder ausgerechnet vor einem ihrer größten Kultfilme eindringlich gewarnt wurde, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
"Deine Karriere ist vorbei, wenn du diese Rolle annimmst": Winona Ryder wurde ausdrücklich vor einem absoluten 80er-Jahre-Kultfilm gewarntDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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