Zugegeben, „Eraser“ zählt nicht gerade zur Speerspitze unter den Schwarzenegger-Vehikeln. Drei Jahrzehnte später ist die kurzweilige Action-Sause aber immer noch genau das, was sie eben auch schon 1996 war: Launiges Bombast-Kino, dem man sein (vor allem für damalige Verhältnisse gigantisches) 100-Millionen-Dollar-Budget ansieht. Arnie, Superwaffen, Alligatoren – ja, dieser Film bietet so einiges.
Was ihm allerdings verwehrt blieb, ist eine ganz besondere Sequenz, die das Finale unvergesslich hätte machen können – letztlich jedoch aus dem Film entfernt werden musste. Der Grund? Der wohl legendärste Action-Hit von Tom Cruise!
"Mission: Impossible" kam "Eraser" zuvor!
Die „Mission: Impossible“-Saga kennen wir heute vor allem für immer größere, spektakulärere Stunts, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat. Den Anfang dieses Trends, den sämtliche Teile der Agenten-Saga fortführten, machte Brian De Palma 1996, als er Ethan Hunt auf seine erste unmögliche Mission schickte.
Der Einbruch in den CIA-Hochsicherheitstrakt, bei dem der von Cruise gespielte Agent an einem Sicherheitsseil hängt, ist wohl die mit Abstand berühmteste „Mission: Impossible“-Szene überhaupt – und brannte sich als einer der legendärsten Kinomomente der vergangenen Jahrzehnte ins kollektive Gedächtnis. Was viele allerdings nicht wissen: Noch bevor der Film in die Kinos kam, war eine solche Sequenz auch für „Eraser“ geplant, der zur selben Zeit in Arbeit war.
Im Gespräch mit dem Hollywood Reporter sprach Regisseur Chuck Russell anlässlich der 4K-Premiere seines Films (im limitierten Steelbook*) jetzt darüber, wie „Mission: Impossible“ dafür sorgte, dass er das Finale von „Eraser“ während der Dreharbeiten noch einmal ändern musste. „Die Szene mit dem CIA-Heist, bei dem Tom Cruise an den Seilen hängt… ich hätte mit Arnold fast exakt dasselbe gemacht, um eine Disc von der CIA zu stehlen“, so Russell. „Wir mussten es umschreiben, damit Arnold auf anderem Wege in die Firma des Feindes, Cyrez, findet“, erklärt Russell und räumt schließlich ein: „Ich wollte nicht exakt dieselbe Szene haben.“
"Eraser" hat auch so seine Fans
Schwarzeneggers Auftritt als US-Marshall John Kruger, der Menschen aus dem Zeugenschutzprogramm eine neue Identität und sichere Zukunft ermöglicht, zählt heute zwar nicht zu den besten seiner Filme, hat aber dennoch eine große Fangemeinde. Das zeigt auch der Umstand, dass die 4K-Premiere von „Eraser“ aufgrund der hohen Nachfrage aktuell weder bei Amazon noch bei Media Markt verfügbar ist. Es liegt jedoch nahe, dass bald Nachschub in Form einer handelsüblichen Auflage folgen wird.
„Eraser: Reborn“ konnte vor ein paar Jahren übrigens kein Stück an das Original heranreichen. Schon der Trailer lässt erahnen, dass man sich die (ohne Arnie entstandene) Fortsetzung besser sparen sollte:
Unsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.