„Crime 101“ ist ein Film, wie es ihn schon lange nicht mehr gab. Und das nicht einfach nur, weil er das nächtliche Los Angeles so atmosphärisch und faszinierend einfängt, wie man es im Kino schon länger nicht mehr gesehen hat. Darüber hinaus ist es auch schon eine ganze Weile her, dass ich von einem Film so wenig erwartet hatte und letztlich doch so viel bekommen sollte.
Stars wie Chris Hemsworth („Thor“), Halle Berry („Cloud Atlas“) und Mark Ruffalo („Zodiac - Die Spur des Killers“) dienen als prominentes als Aushängeschild für einen 90-Millionen-Dollar-Streifen, hinter dessen bekannten Gesichtern aber noch so viel mehr steckt – das ihn letztlich auf eine Ebene mit den ganz Großen des Crime-Thriller-Genres hebt. Nachdem er an den Kinokassen nichtsdestotrotz baden ging, wurde er mittlerweile bei Amazon Prime Video* auch schon einem breiten Publikum auf dem Silbertablett serviert. Ab dem 2. Juli könnt ihr euch „Crime 101“ endlich auch auf DVD, Blu-ray und 4K-Blu-ray* nach Hause holen …
… und den phänomenalen Heist-Thriller auch ganz ohne Streaming-Abonnement immer wieder aufs Neue genießen. Warum sich das lohnt, verraten wir euch weiter unten in diesem Artikel.
"Crime 101": 2,5 Stunden Hochspannung
Regisseur Bart Layton („American Animals“) erzählt die Geschichte des smarten Juwelendiebs Davis (Chris Hemsworth), der den Behörden stets immer einen Schritt voraus ist – bis schließlich zu sein bisher größter Coup ansteht, der auch sein letzter sein soll. Denn Davis zerstreitet sich mit seinem Auftraggeber (Nick Nolte), der stattdessen kurzerhand den unberechenbaren Ormon (Barry Keoghan) mit ins Boot holt.
Als die Ermittlungen des hartnäckigen Detective Lubesnik (Mark Ruffalo) diesen allerdings in Lauerstellung bringen, spitzt sich Davis' Lage dennoch gefährlich zu. Die Begegnung mit der gewieften Versicherungsmanagerin Sharon (Halle Berry) lässt all das noch komplizierter werden – und dann verliebt sich der Davis auch noch…
Mit einer Laufzeit von fast zweieinhalb Stunden ist „Crime 101“ per se kein kurzweiliges Unterfangen – und es ist auch nicht gerade so, als würde eine Actionsequenz die nächste jagen. Wir haben es hier in erster Linie mit einem charaktergebtriebenen Crime-Thriller zu tun, der seine Spannung aus der Komplexität seiner Figuren und ihrer Beziehung untereinander zieht. Dabei ist stets einleuchtend, warum diese handeln, wie sie eben handeln – und welche Folgen daraus entstehen. Und zwar für alle, die an dem kniffligen Katz-und-Maus-Spiel beteiligt sind.
Dessen Herzstück ist natürlich Chris Hemsworth, der fernab des MCU endlich wieder einmal die Chance bekommt, zu zeigen, dass er doch noch so viel mehr drauf hat. Seine Figur – ein Krimineller, der bei der Ausführung seines Handwerks ebenso akribisch wie konsequent vorgeht – erinnert dabei nicht zufällig an die kongenialen Verbrecher aus Genre-Klassikern wie „Der Einzelgänger“, „Heat“ oder „Drive“. Und tatsächlich braucht sich der Marvel-Star vor James Caan, Robert De Niro und Ryan Gosling hier nicht zu verstecken.
Genau wie in eben jenen Filmen wird die Action hier nur punktuell eingesetzt, entfaltet dann aber auch umso größere Wirkung. Wenn Hemsworth das Gaspedal seines fahrbaren Untersatzes durchdrückt, verleihen verschiedene Kamerawinkel dem Ganzen eine ungemeine Wucht – die umso einnehmender wirkt, weil man von der ersten bis zur letzten Szene aufrichtig mitfiebiert. Mit Davis, Lubesnik und auch Sharon, die allesamt nicht einfach nur gut oder böse sind, sondern jeweils auf ihre eigene Art versuchen, ihrem Leben einen Sinn zu geben – und dabei auf der einen oder eben auf der anderen Seite des Gesetzes landen.
Was „Crime 101“ außerdem mit den oben genannten Meisterstücken gemein hat, ist sein Schauplatz. Denn auch Bart Layton hebt das nächtliche Los Angeles zu einem fast schon vollwertigen Charakter empor, verleiht den schwelgerischen Bildern Schönheit ebenso wie Gefahr und Faszination – und einen Puls, den man als Zuschauer*in spätestens dann am eigenen Leib zu spüren bekommt, wenn der wummernde Score von Blanck Mass die eindringlichen Bilder musikalisch untermalt.
Um einen anderen Geheimtipp, der zum Jahresende wohl weit oben in meiner Bestenliste 2026 mitmischen dürfte und kürzlich auf DVD und Blu-ray erschienen ist, geht es im nachfolgenden Artikel:
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