Trotz langer Pause ein Einstand nach Maß! Weil Millie Bobby Brown („Damsel“) in der Zwischenzeit nicht nur die finale Staffel des Netflix-Megahits „Stranger Things“, sondern auch noch den 325 Millionen Dollar teuren Sci-Fi-Blockbuster „The Electric State“ abgedreht hat, ließ „Enola Holmes 3“ sehr viel länger auf sich warten, als es sich viele Fans nach den Streaming-Erfolgen von „Enola Holmes“ (2020) und „Enola Holmes 2“ (2022) wohl erhofft hätten.
Aber am vergangenen Mittwoch war es endlich so weit: „Enola Holmes 3“ erschien nach vierjähriger Franchise-Pause weltweit auf Netflix – und schoss in den allermeisten Märkten direkt an die Spitze der lokalen Charts des Streaming-Anbieters. Obwohl ihr großer Bruder Sherlock Holmes (Henry Cavill) natürlich viel berühmter ist als sie, konnte die Nachwuchsdetektivin trotzdem in 79 Ländern den ersten Platz erobern. In gerade einmal 14 Ländern musste sie sich hingegen mit Positionen zwischen Platz zwei und vier zufriedengeben.
Weil die Liste viel kürzer ist, zeigen wir euch hier nur die Länder, in denen „Enola Holmes 3“ aktuell (noch) NICHT auf Platz 1 der Netflix-Charts steht:
- Bahamas (Platz 3)
- Indien (Platz 2)
- Jamaika (Platz 4)
- Japan (Platz 3) Kenia (Platz 2)
- Malaysia (Platz 3)
- Neukaledonien (Platz 4)
- Neuseeland (Platz 2)
- Peru (Platz 2)
- Réunion (Platz 2)
- Südkorea (Platz 4)
- Taiwan (Platz 3)
- Thailand (Platz 2)
- Vietnam (Platz 2)
Wovon handelt "Enola Holmes 3"
Die lange Wartezeit hat auch dazu geführt, dass Millie Bobby Brown inzwischen zu alt ist, um noch die Enola Holmes aus der Buchreihe von Nancy Springer zu spielen. Und so basiert „Enola Holmes 3“ nun erstmals nicht auf einer direkten Vorlage, sondern erzählt einen extra für den Film entworfenen Kriminalfall, der sich unter der sengenden Sonne Maltas allerdings eher wie ein Abenteuerfilm anfühlt:
Nur wenige Minuten vor ihrer geplanten Hochzeit erfährt Enola Holmes, dass ihr Bruder Sherlock Holmes entführt wurde – und so lässt sie ihren Verlobten Lord Tewkesbury (Louis Partridge) kurzerhand vor dem Traualtar stehen, um sich der Sache anzunehmen …
Wie gut ist "Enola Holmes 3"
„Enola Holmes 3“ ist nicht nur reifer und weniger frech als seine Vorgänger, sondern setzt zugleich auch mehr auf die romantischen Aspekte (die in der Buchreihe eigentlich überhaupt keine Rolle spielen). Leider macht das den Kriminalfall weder spannender noch cleverer – und auch der rebellische Humor der Vorgängerfilme tritt stärker in den Hintergrund.
Nachdem „Adolescence“-Mastermind Philip Barantini diesmal die Zügel von „Fleabag“-Regisseur Harry Bradbeer übernommen hat, lautet das Fazit meiner 2,5-Sterne-Kritik für FILMSTARTS wie folgt: „Nach dem Wechsel auf dem Regiestuhl wirken sowohl Enola Holmes als auch ihr neuestes Netflix-Abenteuer wie weichgespült. So ist ‚Enola Holmes 3‘ zwar auf dem Papier der klar kürzeste Teil der Reihe, aber beim Schauen fühlt sich das gar nicht so an.“
Und falls ihr den Film wie wahrscheinlich nicht wenige Netflix-Nutzer*innen nur nebenbei geschaut habt und euch deshalb nicht hundertprozentig sicher seid, was es mit der mysteriösen Anspielung in der allerletzten Szene auf sich hat, können wir euch hier sicherlich weiterhelfen:
Das Ende von "Enola Holmes 3" auf Netflix erklärt: Was steckt wirklich hinter dem geheimnisvollen Namen in der finalen Szene?