So eine "Game Of Thrones"-Episode gab es noch nie! Darum ist "House Of The Dragon" Staffel 3, Folge 3 so besonders [Video]
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Die neue „House Of The Dragon”-Folge heißt zwar „Rhaenyra triumphiert“ – doch zu sehen bekommen wir etwas ganz anderes. Und gerade das macht Folge 3 von Staffel 3 so spannend, finden Annemarie Havran und Julius Vietzen.

HBO

In der FILMSTARTS-Redaktion für die ganz großen Fantasy-Themen zuständig, haben wir natürlich auch die dritte Episode der dritten „House Of The Dragon“-Staffel genauestens unter die Lupe genommen. Und überrascht festgestellt: Nach zwei brachialen Kracher-Folgen mit Schlachten und schockierenden Toden erwartet uns hier etwas ganz anderes, ruhigeres – das Psychogramm einer überlasteten und von Problemen geplagten Königin!

So eine klar personenzentrierte Episode wie „Rhaenyra triumphiert“ gab es in der „Game Of Thrones“-Geschichte noch nie. Zwar schlägt „House Of The Dragon“ damit jetzt nicht etwa in eine tonal ganz andere Kerbe wie es zum Beispiel „A Knight Of The Seven Kingdoms“ getan hat. Es bleibt immer noch brutal und düster, wir sind immer noch mitten im Bürgerkrieg. Aber wir rücken dermaßen nah an das Erleben von Rhaenyra Targaryen (Emma D’Arcy) nach der Eroberung des Eisernen Throns, mit allen plötzlichen Widrigkeiten, Unsicherheiten und teilweise auch Sinnesstörungen, die ihr in ihren ersten Tagen als Königin begegnen, dass eine extrem ungewöhnliche und sehr faszinierende Episode entstanden ist, wie wir in unserem Recap-Video auf YouTube feststellen:

„Mit dröhnendem Sound, disharmonischen Musikeinsätzen, verschrobenen Kameraperspektiven und Ratten als Leitmotiv wird hier fast schon ein Psychogramm der Königin gezeichnet“ schrieb FILMSTARTS-Fantasy-Experte Julius bereits in seiner Serienkritik zur dritten „House Of The Dragon“-Staffel. In unserem Talk führen wir das Thema weiter aus – es ist eben auch mal spannend, einer „Game Of Thrones“-Figur nicht nur dabei zuzusehen, wie sie Schlachten plant oder Intrigen schmiedet, sondern eben auch mal Problemen wie der Hungersnot der eigenen Bevölkerung begegnen muss.

Rhaenyra: Eine Königin zwischen Ratten-Dinner und Streitigkeiten

Besonders hervorzuheben ist dabei das „Ratten-Dinner“, das Rhaenyra als Schachzug nutzt, um die Reichen und Adligen von King’s Landing/Königsmund vorzuführen. Scheinbar zu einem festlichen Abendessen geladen, werden den Gästen gebratene Ratten und dazu gesalzene Worte der erzürnten Königin serviert, die der Tischrunde vorwirft, sich auf Kosten der einfachen Bevölkerung Vorräte gesichert zu haben. Ob es am Ende für Rhaenyra aber nicht nach hinten losgehen wird, die vornehmen Familien dermaßen brüskiert zu haben, wird sich noch zeigen.

Ebenfalls nicht im Guten geht Rhaenyra in Folge 3 mit Corlys Velaryon (Steve Toussaint) auseinander, nachdem sie sich geweigert hat, seine illegitimen Söhne als offizielle Mitglieder der Velaryon-Familie anzuerkennen. Und was illegitimen Nachwuchs betrifft, hat Rhaenyra schließlich ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen – was Corlys sehr wohl weiß und was nur noch ein weiterer Stein ist, der sich auf dem Berg der Probleme der neuen Königin auftürmt.

Und dann wäre da natürlich noch der finale Twist – der sich nicht um Rhaenyra dreht, sondern um Daeron Targaryen. Es stellt sich heraus, dass der silberhaarige Junge, den Daemon (Matt Smith) vermeintlich triumphal der Obhut von Ormund (James Norton) entrissen und als Geisel in die Hauptstadt gebracht hat, gar nicht Daeron ist. Warum Daemon dies jedoch von Anfang an hätte ahnen müsse, erfahrt ihr in diesem Artikel:

"House Of The Dragon": Daerons Drache war die ganze Zeit der Schlüssel zum Twist – und Daemon hat es einfach übersehen!

Annemarie Havran
Annemarie Havran
-Mitglied der Chefredaktion
An „Game Of Thrones“ zu denken, löst bei Annemarie richtiges „Heimweh“ aus, so verbunden fühlt sie sich mit der Serie. Wie gut, dass es Spin-offs gibt!
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