"Er ist Schrott": Tom Holland spricht über die Herausforderung, Filme zu bewerben, die er überhaupt nicht mochte
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Zum Job des Schauspielers gehört weit mehr, als vor der Kamera zu stehen und eine Rolle zu spielen. Man muss natürlich auch die Werbetrommel rühren – und manchmal ist das gar nicht so leicht, wie Tom Holland nun verraten hat.

Sony

Wenn ein Schauspieler einen großen Film gedreht hat, ist es nicht damit getan, hier und da ein Interview mit Journalisten zu führen. Stattdessen werden häufig umfangreiche Pressetouren organisiert, die die Stars einmal rund um den Globus führen und oftmals verpflichtender Bestandteil ihres Vertrages sind. Das dient natürlich in erster Linie dazu, kräftig die Werbetrommel für den jeweiligen Film zu rühren. Gleichzeitig bekommen die Schauspieler aber auch die Gelegenheit, sich selbst ins Rampenlicht zu stellen.

Man kann sich gut vorstellen, dass solche Pressetouren deutlich mehr Freude bereiten, wenn man selbst ein Fan des Films ist, in dem man mitgespielt hat. Ist das nicht der Fall, muss man wohl oder übel gute Miene zum bösen Spiel machen. Genau das hat „Die Odyssee“-Star Tom Holland nun auch in einem Interview im Dish Podcast bestätigt.

Manchmal muss man lügen

In dem Gespräch kam Tom Holland kaum aus dem Schwärmen heraus, wie besonders die Phase ist, in der sich seine Karriere derzeit befindet. Schließlich hat er mit „Die Odyssee“ und „Spider-Man: Brand New Day“ nicht nur zwei richtig große Filme in einem Monat am Start, sondern offenbar auch zwei Projekte, mit denen er zufrieden ist: „Ehrlich gesagt, fühlte es sich ein bisschen wie eine Ehrenrunde an. Ich habe es wirklich genossen. Ich bin unglaublich stolz auf beide Filme.“

Ganz so angenehm fallen die Presseverpflichtungen allerdings nicht aus, wenn man mit den Filmen, die man bewerben soll, selbst nicht glücklich ist: „Wenn man die Pressearbeit für Filme macht, auf die man wirklich stolz ist, ist das ganz einfach. Denn wenn man gefragt wird, warum sich die Leute den Film anschauen sollten, lügt man niemanden an. Man ist wirklich der Meinung, dass die Leute ihn sehen sollten.“

Tom Holland erklärte außerdem, dass er selbst bereits erlebt habe, wie es ist, einen Film anzupreisen, von dem er überhaupt nicht überzeugt war: „Ich habe schon Situationen erlebt, in denen gefragt wurde: 'Warum sollte man sich diesen Film ansehen?' Und im Hinterkopf denkt man sich: 'Eigentlich gar nicht, denn er ist Schrott'“, so Holland lachend.

Natürlich ging Tom Holland nicht näher darauf ein, welche Filme er damit gemeint haben könnte. Blickt man jedoch auf die Resonanz seiner bisherigen Projekte, drängen sich Spekulationen in Richtung des familienfreundlichen Abenteuers „Die fantastische Reise des Dr. Dolittle“ oder des Sci-Fi-Actionfilms „Chaos Walking“ auf, die beide von der Kritik alles andere als wohlwollend aufgenommen wurden.

Am 29. Juli ist Tom Holland dann wieder als freundliche Spinne aus der Nachbarschaft in „Spider-Man: Brand New Day“ zu sehen. Den Trailer dazu könnt ihr euch nachfolgend anschauen:

Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.
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