"Ich musste mein Haus verkaufen": "Herr der Ringe"-Star verdiente mit der Fantasy-Trilogie nur Peanuts
Teile diesen Artikel

„Herr der Ringe“ zählt zu den beliebtesten Filmreihen überhaupt und war auch an den Kinokassen ein voller Erfolg. Das heißt aber nicht, dass sich alle Beteiligten damit eine goldene Nase verdienen konnten…

Wohl so ziemlich jeder Filmfan kennt die „Herr der Ringe“-Trilogie von Peter Jackson, die nach der Jahrtausendwende die Kinokassen eroberte – und prompt zur vielleicht sogar einizigen Filmreihe aufstieg, die in Sachen Popularität selbst „Star Wars“ das Wasser reichen kann. Dass die Karrieren der meisten Beteiligten dadurch einen gehörigen Schub erlebten, liegt dabei auf der Hand – und verhalf einigen von ihnen auch tatsächlich zu nachhaltigem Ruhm. In Reichtum badeten selbst einige der großen Stars der Mittelsaga aber erst einmal nicht...

Sean Astin, der sich als Samweis Gamdschie gemeinsam mit Frodo Beutlin (Elijah Wood) auf die Reise begibt, musste damals sogar sein Haus verkaufen, weil sein Gehaltscheck derart bescheiden ausfiel. Das verriet der unter anderem auch aus dem Abenteuer-Klassiker „Die Goonies“ sowie dem Netflix-Hit „Stranger Things“ bekannte Amerikaner jetzt im Interview mit dem Guardian.

„Es gab keine Verbindung zwischen der Aufmerksamkeit, die mir zuteil wurde, und dem, was wir verdienten“, so Astin, der schließlich offenbart: „Es war nicht viel Geld! Tatsächlich musste ich mein Haus verkaufen, weil ich für die Trilogie so wenig Geld ausgehandelt hatte.“

75.000 Dollar pro Film

Während die Filme fast drei Milliarden Dollar an den weltweiten Kinokassen generierten und Elijah Wood sowie auch Hollywood-Urgestein Ian McKellen (Gandalf) und Viggo Mortensen (Aragorn) Millionen einstrichen, verdiente Sean Astin nur 75.000 Dollar pro Film. Sein Gehalt für die gesamte Trilogie soll sich so letztlich auf nicht einmal 250.000 Dollar belaufen haben. Für rund eineinhalb Jahre Arbeit. Das sind – für diesen Zeitraum sowie nach Steuern – keine Unsummen, in Hollywood gar nur Peanuts. Immerhin stand er damit aber noch besser als einige andere da. Orlando Bloom, der zu jenem Zeitpunkt noch keine große Bekanntheit genoss, erhielt für den Dreiteiler gar nur 175.000 Dollar – schaffte als Legolas jedoch seinen Durchbruch, sodass die Gehaltszettel von „Fluch der Karibik“, „Troja“ und Co. kurze Zeit später bereits ungleich großzügiger ausfielen.

Heute gehe es ihm finanziell gut, so Astin gegenüber dem Guardian. Damals aber hätte er das Geld jedoch gut gebrauchen können. New Line Cinema drehte die Trilogie back-to-back, also am Stück, um Kosten zu sparen. Gleichzeitig ging das Studio damit aber natürlich auch ein gewisses Risiko ein. Aus diesem Grund habe man versucht, die Kosten – unter anderem auch für den Cast – gering zu halten. Elijah Wood erklärte gegenüber dem Business Insider dazu: „Da wir nicht einen Film drehten und dann den Vertrag für den nächsten neu aushandelten, war es kein lukratives Szenario, auf dem man sich für den Rest seines Lebens ausruhen konnte.“

Über 20 Jahre später begleitet uns die Fantasy-Saga nach wie vor. Während mit „Der Herr der Ringe: The Hunt For Gollum“ (Kinostart: 16. Dezember 2027) gerade an einem neuen Kinofilm von und mit Andy Serkis gearbeitet wird, wurde auf der San Diego Comic Con gerade erst der Trailer zur dritten Staffel von „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ veröffentlicht:

"Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht": Der erste Trailer zu Staffel 3 ist da – düsterer und gefährlicher als je zuvor!

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren